US-Präsident Donald Trump spricht nachdem er am 7. Oktober 2019 im Kabinettraum des Weißen Hauses in Washington, DC, ein Briefing von hochrangigen Militärführern erhalten über den Abzug der US-Truppen im Nordosten Syriens.Foto: Mark Wilson/Getty Images)

Video: Trump verkündet – „IS-Führer Abu Bakr al-Bagdadi hat sich während US-Militäreinsatz selbst getötet“

Epoch Times27. Oktober 2019 Aktualisiert: 27. Oktober 2019 18:01
US-Präsident Donald Trump sagte am Sonntag bei einer Ansprache im Weißen Haus, al-Bagdadi habe während des Angriffs eine Sprengstoffweste gezündet und so sich selbst und drei seiner Kinder getötet.

Der Anführer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, ist bei einem US-Militäreinsatz in Syrien getötet worden. US-Präsident Donald Trump sagte am Sonntag bei einer Ansprache im Weißen Haus, al-Bagdadi habe während des Angriffs eine Sprengstoffweste gezündet und so sich selbst und drei seiner Kinder getötet. Tests hätten inzwischen bestätigt, dass es sich bei dem Toten um al-Bagdadi handle.

Nach Angaben Trumps wurde bei dem Militäreinsatz eine „große Zahl“ von IS-Kämpfern und Begleitern al-Bagdadis getötet. Verluste unter den US-Soldaten habe es nicht gegeben.

Laut Schilderung des US-Präsidenten waren acht US-Hubschrauber an dem Ort gelandet, wo sich al-Bagdadi aufhielt. Der IS-Chef sei daraufhin in einen Tunnel geflüchtet, wobei er drei seiner kleinen Kinder mit sich „gezerrt“ habe. Dann habe er die Sprengstoffweste detonieren lassen.

Die US-Soldaten hielten sich laut Trump etwa zwei Stunden in dem Anwesen auf. Dabei hätten sie wichtiges Material gefunden, darunter über die „Zukunftspläne“ des IS.

Hier die Pressekonferenz Trumps zum Tod von al-Bagdadi:

Der Anführer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, ist laut US-Präsident Trump bei einem US-Angriff in Syrien getötet worden. Wie er selbst mitteilte hat er den Spezialeinsatz von den US-Kräften zusammen mit dem Verteidigungsminister, Militär- und Geheimdienstangehörigen live über Monitor verfolgt. Al-Bagdadi war das Ziel dieses US-Militäreinsatzes in der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens. Er soll demnach eine Sprengstoffweste gezündet haben, als die US-Spezialkräfte dabei waren ihn zu stellen.

Der Einsatz sei im Geheimen vorbereitet und von US-Präsident Donald Trump angeordnet worden sein. Ein DNA-Test gab Gewissheit darüber das es sich nun tatsächlich bei den sich selbst Getöteten um Al-Bagdadi handelt. Idlib ist die letzte Rebellenhochburg in Syrien. Der größte Teil von Idlib steht unter der Kontrolle des syrischen Al-Kaida-Ablegers Hajat Tahrir al-Scham (HTS).

Überaus anschaulich hat Donald Trump bei der Pressekonferenz am Sonntag den Einsatz von US-Spezialkräften geschildert, der zum Tod des IS-Chefs Abu Bakr al-Bagdadi führte.

Trump verfolgte den Einsatz nahe des nordwestsyrischen Orts Barischa im Grenzgebiet zur Türkei vom „Situation Room“ im Weißen Haus aus. Er war dabei von Verteidigungsminister Mark Esper, seinem Sicherheitsberater Robert O’Brien und mehreren Generälen umgeben.

Alles sei so klar zu sehen gewesen wie in einem „Film“, sagte Trump. Der Extremistenchef tötete sich selbst, indem er in einem Tunnel eine Sprengstoffweste zündete.

Der Aufenthaltsort von al-Bagdadi war nach Angaben des US-Präsidenten bereits vor einigen Wochen ausfindig gemacht worden. Der Einsatz sei mehrfach verschoben worden, weil der IS-Chef zwischenzeitlich einen Wechsel des Aufenthaltsorts erwogen habe.

Acht US-Militärhubschrauber flogen dann in der Nacht zum Sonntag zu dem Versteck. Von wo aus, sagte Trump nicht. Der Anflug dauerte laut seiner Schilderung 70 Minuten und führte durch russisch kontrollierten Luftraum. Russland genehmigte demnach den Durchflug.

Bei ihrer Landung gerieten die US-Soldaten aus dem Gebäude heraus unter Beschuss. Laut Trump erwiderten die Soldaten noch aus den Helikoptern heraus das Feuer und konnten so den feindlichen Beschuss „unverzüglich“ stoppen.

Die Soldaten sprengten dann Löcher in die Seite des Gebäudes und stürmten hinein. Durch die Eingangstür hätten sie nicht eindringen wollen, da diese mit Sprengfallen ausgestattet gewesen sei.

Al-Bagdadi sei in einen Tunnel geflüchtet, dabei die ganze Zeit „wimmernd und weinend und schreiend“, sagte Trump. Hunde hätten ihm nachgehetzt.

Der IS-Chef zerrte dem Präsidenten zufolge drei seiner kleinen Kinder mit sich und damit in den „sicheren Tod“. Denn der Tunnel habe keinen Ausgang gehabt, und der IS-Chef habe dies gewusst.

Am Ende des Tunnels zündete al-Bagdadi demnach dann seine Sprengstoffweste und tötete damit auch seine drei Kinder.

Al-Bagdadi sei „wie ein Hund“ und „wie ein Feigling“ gestorben, sagte Trump. Mitgeflogene Labortechniker hätten vor Ort Tests zur Identität des Toten vorgenommen. Dabei habe sich bestätigt, dass es sich um den IS-Anführer handelte.

Während des zweistündigen Einsatzes töteten die US-Soldaten laut Trump eine „große Zahl“ von IS-Kämpfern. Auch habe es mehrere Festnahmen gegeben. Elf andere Kinder, die sich in dem Anwesen aufgehalten hätten, seien unverletzt herausgeholt worden. Ob darunter weitere Kinder al-Bagdadis waren, blieb zunächst unklar.

Auch fanden die US-Militärs in der Anlage nach Angaben des US-Präsidenten wertvolles Material über die Dschihadistenmiliz und deren „Zukunftsplanungen“. Für die US-Spezialkräfte verlief der Einsatz glimpflich: Keiner der Soldaten wurde getötet oder verletzt.

Allerdings wurde einer der Hunde der US-Armee verletzt, als al-Bagdadis Weste explodierte und der Tunnel einstürzte, wie Trump mitteilte.

Über den Aufenthaltsort al-Bagdadis wurde schon seit Jahren gerätselt. In der Öffentlichkeit trat der jetzt tote IS-Anführer nur einmal auf, als er im Juli 2014 in einer Moschee im nordirakischen Mossul ein „Kalifat“ in Syrien und im Irak ausrief.

Zuletzt hatte der IS im April ein Video veröffentlicht, das den schon mehrfach totgesagten al-Bagdadi zeigen soll. Darin rief er seine Anhänger auf, den Kampf trotz des Verlusts ihres „Kalifats“ fortzusetzen. Im September rief der IS-Anführer seine Anhänger in einer Audiobotschaft zur Befreiung gefangener Kämpfer und ihrer Familien auf.

(afp)



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