Die Skyline von Dubai.Foto: iStock

Dubiose Wirecard-Geldflüsse in Steueroasen entdeckt

Epoch Times22. November 2021 Aktualisiert: 22. November 2021 7:48

Im Skandalkonzern Wirecard ist über die hauseigene Wirecard-Bank offenbar ein Milliardenbetrag in Geldwäscheparadiese und Steueroasen vor allem in der Karibik geflossen. Das geht laut eines Berichts von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR aus Kontounterlagen hervor.

Das Geld, das von Firmen in Asien über Bankkonten des Konzerns geschleust wurde, versickerte zum großen Teil in Offshore-Gesellschaften. Als Überweisungszweck war beispielsweise wiederholt angegeben: „Zahlung für 5.000 Quadratmeter Marmor“.

Es könnte sich um Deals der mutmaßlichen Bande des untergetauchten Ex-Vorstands Jan Marsalek handeln. Die Spur des Geldes führt nach Antigua, auf die Britischen Jungferninseln, nach Dubai, Indonesien, Singapur, Kanada und Hongkong.

Die Ermittler vermuten, hinter den dubiosen Überweisungen könnte ein gigantisches Geldwäschesystem stehen, durch das womöglich Marsalek und seine mutmaßlichen Komplizen Erlöse aus schmutzigen Geschäften geschleust hätten. Das sogenannte Drittpartnergeschäft hingegen sei zumindest in wesentlichen Teilen erfunden worden, vermutet man bei der Staatsanwaltschaft München I.

Die Aufklärung dieser Vorgänge jedenfalls könnte Jahre dauern und eine rasche Anklage gegen Ex-Chef Markus Braun und andere Beschuldigte verhindern. Braun sitzt seit über einem Jahr in Untersuchungshaft. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion