Warren Buffett warnt: Corona könnte erst der Anfang gewesen sein

Der bekannte US-amerikanische Starinvestor Warren Buffett hat im Interview mit dem Sender „CNBC“ Besorgnis geäußert, dass die Corona-Krise nicht die letzte unvorhergesehene wirtschaftliche Erschütterung gewesen sein könnte. Es gäbe noch weitere Unsicherheitsfaktoren.
Titelbild
Warren Buffett.Foto: Paul Morigi/Getty Images for Fortune/Time Inc
Von 14. Juli 2021

In einem Gespräch mit dem US-Fernsehsehsender „CNBC“, an dem auch sein langjähriger Geschäftspartner Charlie Munger teilnahm, hat der US-Starinvestor Warren Buffet davor gewarnt, mögliche Spätfolgen der Corona-Pandemie zu unterschätzen. Zudem müsse man stets gewarnt sein vor möglichen weiteren Risiken, aus denen sich nachhaltige Erschütterungen für die Weltwirtschaft ergeben könnten.

Der 90-jährige Buffett, dessen Investmentansatz primär auf langfristige Geldanlagen setzt, erklärte, die Folgen der Corona-Pandemie machten kleinen Unternehmen in überproportionalem Ausmaß zu schaffen. Auch die Restunsicherheiten bezüglich der Corona-Seuche selbst dürfe man nicht außer Acht lassen.

Warren Buffett: „Restunsicherheit bleibt“

„Es ist nicht vorbei“, mahnte Buffett, „zumindest was die Unvorhersehbarkeit betrifft.“ Immerhin hätten die meisten Unternehmen die Krise aber bislang besser überstanden als viele befürchtet hätten, als es ab März 2020 über mehrere Monate hinweg zum weitgehenden Lockdown einer 20-Billiarden-Volkswirtschaft gekommen war, die sich in einem Zustand stabiler Dynamik befunden hatte.

„Für viele Menschen und ihre Unternehmen ist es besser gelaufen als erwartet“, fügte der Investor hinzu. „Aber das Ganze hat auch Menschen aus allen Bereichen getroffen und deren Hoffnungen zerstört.“ Für einige Branchen, etwa Autoverkäufer, so fügt sein Kompagnon Munger an, habe die Pandemie sogar Gewinne bedeutet. Zu diesen zählten etwa die Autohändler.

Der Grund dafür sei, dass viele Menschen Autos im Voraus gekauft hätten, bevor die befürchteten Schließungen von Fabriken oder das Ausbleiben von Lieferungen an Werkstätten oder Zulieferern Platz gegriffen hätte. Dies nützte auch dem Berkshire Hathaway Imperium, das Buffett unterhalte, zu dem neben Eisenbahnen und Charterfluggesellschaften auch 78 unabhängige Autohandels-Plattformen zählen.

Corona zeigte unzureichende Vorbereitung auf Ernstfall

Die wichtigste Lektion, die er aus der Pandemie gezogen habe, so Buffett, sei, dass die Welt sehr schlecht auf Notsituationen vorbereitet sei, sobald tatsächlich welche auftreten. Buffett äußerte:

„Ich habe gelernt, dass die Leute nicht so viel wissen, wie sie zu wissen glauben. Aber das Größte, was man lernt, ist, dass die Pandemie vorprogrammiert war, und dass dies nicht die schlimmste ist, die man sich überhaupt vorstellen kann. […] Die Gesellschaft hat keine gute Figur gemacht, wenn es darum ging, sich auf Dinge vorzubereiten, die weit entfernt sind, aber möglich sind und früher oder später auftreten werden.“

Weitere Pandemien drohen – aber auch Gefahren aus dem Cyberspace

Buffett geht davon aus, dass es nicht die letzte Pandemie gewesen sein könnte, die sich überregional oder weltweit ausgebreitet hätte. Zudem existierten Bedrohungen nuklearer, chemischer oder biologischer Art – und nicht zuletzt solche aus dem Cyberspace.

Auch in diesem Jahr hatte es bereits mehrere folgenschwere Cyberangriffe auf US-Ziele gegeben – unter anderem eine, die sich gegen die fast 9.000 Kilometer lange Colonial-Pipeline richtete und deren Betreiber vorübergehend zur Stilllegung zwang. Buffett äußerte Zweifel, dass die Öffentlichkeit und die politischen Verantwortungsträger für alle möglichen Szenarien ausreichend gerüstet seien.

„Charlie und ich hatten in vielerlei Hinsicht unglaubliches Glück“, zog Buffett Bilanz. „Aber das größte Glück war, tatsächlich zu dieser Zeit und an diesem Ort zu sein. Aber wie stellen wir es am besten an, damit die Menschheit in 50 und 100 und 200 Jahren das noch viel, viel bessere Leben genießen kann, das man genießen könnte, ohne es zu vermasseln?“



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