Gao Zhisheng, genannt "Chinas Gewissen", mit Bittstellern in seiner Kanzlei. (Foto: Epoch Times)

Gao Zhisheng – Austrittserklärung aus der KPChina

Epoch Times6. September 2006 Aktualisiert: 6. September 2006 11:15
Dies ist der stolzeste Tag in meinem Leben - 13. Dezember 2005

Nachdem ich mehr als 10 Tage lang rund um die Uhr gearbeitet habe, sind meine Untersuchungen abgeschlossen über die Wahrheit der brutalen Verfolgung, die von der chinesischen Obrigkeit angeordnet und von denen, die die Glaubensfreiheit anstreben, in den letzten Jahren erlitten wurde.

Da meine Frau und meine Kinder allein zu Hause geblieben sind und 24 Stunden am Tag von der wohl berüchtigtesten und flegelhaftesten Polizei auf der heutigen Welt überwacht werden – die chinesische Polizei, die nichts Übles kennt, das sie nicht zu tun gewagt hätte – ist jede Sekunde meiner freien Zeit von qualvollen Sorgen überschattet. Möge Gott sie schützen!

Die mehr als zwei Wochen in abermaligem engem Kontakt mit Falun Gong-Anhängern waren eine erschütternde Erfahrung für meine Seele. Zusammen mit Professor Jiao Guobiao verbrachte ich den ganzen Tag mit den Falun Gong-Anhängern, einer Gruppe, die durch das Erleiden unmenschlicher Verfolgung bereits das ewige Leben gewonnen hat.

Professor Jiao sagte: „Es kommt mir vor, als ob ich es mit Geistern zu tun hätte, weil jeder von ihnen bereits mehrere Tode gestorben ist.“ Ich sagte: „Tja, wir sind mit einer Gruppe von Heiligen zusammen. Ihr unbezwingbares Wesen, ihr nobler Charakter und ihr geistiger Horizont, dem brutalen Täter verzeihen zu können, sind nicht nur Chinas Hoffnung, sondern auch der Grund, weswegen wir weiterhin standhaft bleiben sollten!“

Während der letzten 15 Tage habe ich die unbeschreiblichen Verbrechen kennen gelernt, die unserem liebenswerten Volk angetan werden. Frau Wang Yuhuan, eine friedliche alte Dame, ist sechs Jahre lang wiederholt an Körper und Geist von Hunderten von Polizisten und Beamten der chinesischen KP mit all den fürchterlichen Methoden gefoltert worden. Jeweils über zwanzig Polizisten folterten sie über 24 Stunden lang, bis sie [die Polizisten] erschöpft und völlig durchgedreht waren. Das gesamte Repertoire an großen Folterinstrumenten wurde eingesetzt, um die alte Frau drei Mal innerhalb von 17 Tagen zu misshandeln. Einmal wurde sie drei Tage und zwei Nächte lang auf der Tigerbank festgebunden. Dies ist gerade, was unsere Partei jeden Tag im Namen der hohen Politik getan hat.

Schließlich enden diese mehr als zwei Wochen! Und meine völlige Verzweiflung an der chinesischen Kommunistischen Partei beginnt. Es*, die KPC, es* hat zu einem Teil der Aufgabe seiner Parteimitglieder gemacht und auf die Höhe seiner Politik etabliert, mit den barbarischsten und unmoralischsten und ungesetzlichen Mitteln unsere Mütter, unsere Ehefrauen, unsere Kinder und unsere Brüder und Schwestern zu foltern. Es* quält fortwährend das Gewissen, die Menschenwürde und die Gutherzigkeit von uns, dem Volk!

Von nun an, verkündet Gao Zhisheng, ein “Mitglied“ der Partei, das seit mehreren Jahren seine Beiträge nicht mehr entrichtet hat und den „Aktivitäten der Partei“ ferngeblieben ist, seinen Austritt aus der grausamen, unglaubwürdigen, unmenschlichen Partei.

Dies ist der stolzeste Tag in meinem Leben.

Gao Zhisheng

13. Dezember 2005

* Im Chinesischen gibt es drei Pronomen in der 3. Person, sie, ‚er und es;  ‚sie’ für Frauen, ‚er’ für Männer, ‚es’ für Tiere. In Chinas staatlichen  Medien wird für die KPC immer „sie“ benutzt, also die Partei ist als die Mutter zu betrachten. Gao hat hier mit Absicht das tierische Pronomen benutzt, weil die KPC in seinen Augen unmenschlich ist.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion