Fabrikbesetzung wegen Umweltvergiftung in China

Von 2. Juli 2005 Aktualisiert: 2. Juli 2005 2:22

Ende Juni besetzten nach Agenturangaben ca. 600 Bewohner des Dorfes Jianxia die 150 km südlich von Shanghai gelegene Zhejiang Tianneng Batteriefabrik. Der Protest richtete sich gegen Umweltvergiftungen, die von der Fabrik für Autobatterien ausgehen.

„Im Dorf leben rund 200 Kinder und alle wurden krank“, gab ein Dorfbewohner, der selber eine vierjährige Tochter hat, gegenüber AFP bekannt. „Sie verschmutzen die Luft schon seit 15 Jahren.“

Die rund 1000 Beschäftigten konnten die Fabrik während der Besetzung nicht verlassen, und es kam zu Schlägereien zwischen beiden Parteien, vier Personen kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus.

Nachdem die Fabrikleitung versprach, die Fabrik 15 Tage lang still zu legen, kehrten die Dorfbewohner wieder nach Hause zurück.

Die VR China sitzt auf einer ökologischen Zeitbombe. Neben gravierenden Luftverschmutzungen in den Städten und Industriezentren sind nach amtlichen Angaben fünf der sieben großen Flüsse Chinas schwer verschmutzt. Die Behörden vernachlässigen oft umwelttechnische Belange und gehen Beschwerden aus der Bevölkerung kaum nach, so dass die Firmen maximale Profite erzielen können.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion