Die Schriftzeichen auf dem Bild „Austreten aus der KP“ - “Die Neun Kommentare über die chinesische Kommunistische Partei” von The Epoch Times lösten eine Welle von Absagen an die Partei aus, die jetzt bei Parteimitgliedern auf allen Ebenen wächst. (AFP/Getty/Epoch Times)

Fast 800.000 Austritte aus der Chinesischen Kommunistischen Partei

Von 11. April 2005 Aktualisiert: 11. April 2005 17:24
Die Partei verschärft die Internetblockaden

Die Anzahl der Chinesen, die ihren Austritt aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) auf der Website der chinesischsprachigen The Epoch Times erklärt haben, liegt am Montag, den 11. April, bei ca. 782.000.

 

Die tägliche Anzahl der Austritte aus der Kommunistischen Partei und den kommunistischen Jugendorganisationen in China liegt im Durchschnitt bei 15.000 bis 20.000. Aufgrund der intensiven Internet Blockaden der chinesischen Regierung ist die Anzahl der Parteimitglieder, die ihren Austritt online bekannt geben können, beschränkt. Trotzdem ist der Strom der Parteiaustritte ein Beweis für den weit verbreiteten Austausch von Nachrichten über die Austritte und über das Buch, das hinter dem allen steht, die „Neun Kommentare über die Kommunistische Partei“, die von The Epoch Times im November veröffentlicht wurden.

 

Die KPC hat die Technik zum Sperren des Internet-Zugangs erneut verbessert. Laut Clearwisdom.net, einer Webseite im Interesse von Falun Gong, hat ein Beamter der chinesischen Polizei, der zuständig ist für die Überwachung von Internet-Aktivitäten, Informationen über ein Treffen zwischen dem Öffentlichen Sicherheitsbüro der Provinzen und der Internet Polizei weitergegeben, dass vor kurzem stattgefunden hat. In diesem Treffen mit hoher Dringlichkeitsstufe wurden drei neue Anforderungen gestellt, eine davon lautet alle e-mail Adressen zu überprüfen, alle e-mail Adressen aus Auslandsverbindungen sind zu überprüfen. Zum Zeitpunkt, als dieser Bericht geschrieben wurde, wurde von den Behörden eine Software installiert um alle infrage kommenden Nachrichten zu durchleuchten .

 

Die chinesischen Behörden haben strenge Regeln für Internet Benutzer, Internet Cafes und Webseiten erlassen. Zum Beispiel müssen die Internet Cafes ab sofort Informationen über die Benutzer und deren Fingerabdrücke dokumentieren, bevor ihnen Zugang zum Internet gestattet wird.

 

Ironischerweise sagten viele Internet Polizisten, die selbst die “Neun Kommentare” gelesen haben, dass sie diesen Job nur machen um ihre Familie ernähren zu können. „Wenn jeder Chinese eine DVD von den „Neun Kommentaren“ besäße, wären wir nicht gezwungen, diese Arbeit zu machen. Die KPC würde dann China nicht mehr steuern können“, sagte ein Polizeibeamter.

 

Ein anderer sagte: “Nach dem Lesen der ‚Neun Kommentare’ habe ich begriffen, dass alles, was ich getan habe, unmenschlich war. Jetzt arbeite ich in meiner Freizeit gegen die Kommunistische Partei. Ich gebe die ‚Neun Kommentare’ an viele Menschen weiter, egal ob ich sie kenne oder nicht.“

 

Der Polizeibeamte berichtete weiter von dem Treffen: „Zeng Qinghong ordnete sorgfältige Nachforschungen bei Mitarbeitern in den Kreisen von Kultur, Literatur und Kunst an, die Kontakte im Ausland haben“ – von der zentralen Regierung bis zu jeder Provinz, jeder Stadt und jedem Bezirk – um eine Gruppe von Autoren zu finden, die Artikel schreiben, in denen Falun Gong kritisiert und beschimpft wird um damit weiteren Hass gegen diese buddhistische Schule zu schüren.

 

Nach Angaben eines Sachkenners attackiert die KPC Falun Gong um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit abzulenken und den immensen Druck durch die „Neun Kommentare“ und die Welle von Austritten abzuschwächen.

 

In letzter Zeit ist das Partei- und Liga-Symbol, das schon mehr als ein Jahrzehnt nicht mehr zu sehen war, vielerorts in China wieder aufgetaucht. Die Parteimitglieder wurden aufgefordert, ihre Abzeichen wieder bei der Arbeit zu tragen. Das ist ein Teil der Anstrengungen der KPC, „das Wesen der Parteimitglieder zu bewahren“. Der Reporter befragte einige Arbeiter und Angestellte des Flughafens in Shenzhen, ob sie es nicht für eine Ironie hielten, dass sich die Geschichte wiederholt und die berüchtigten Methoden der Kulturrevolution wieder auftauchen. Die Befragten, die darauf antworteten, sagten, sie hätten die Abzeichen zu tragen, weil es angeordnet sei.

 

Die online-Service Center für die Austritte auf der ganzen Welt wurden inzwischen mit anonymen Anrufen belästigt und die tägliche Arbeit der Service Centers wurde ernsthaft gestört. Die Service Center in Hong Kong, Taiwan, Australien, Israel, dem Hauptquartier in den U.S. und in San Diego /Kalifornien bestätigten den Empfang solcher Anrufe. Es handelte sich dabei um die Aufzeichnung einer weiblichen Stimme in englischer Sprache, die Falun Gong und dessen Gründer in Misskredit brachte.



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