Ein Kind wird gegen Corona geimpft.Foto: Fabian Sommer/dpa/dpa

Impfwirksamkeit bei Kindern: Niedriger als null?

Von 16. April 2022 Aktualisiert: 18. April 2022 19:24
Laut den jüngsten Daten des Robert Koch-Instituts müsste die Impfeffektivität für die Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen unter der Nulllinie liegen. Ist dies in sich schlüssig – und: Was sagt dieser Wert aus?

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Immer mehr Studien zeigen, dass der Omikron-Impfstoff nicht hält, was er verspricht. Gerade bei Kindern zwischen fünf und 17 Jahren sinkt die Effektivität bereits nach wenigen Wochen. Eine Kohortenstudie des New York State Department of Health (NYSDH) etwa analysierte zwei Impfdatenbanken sowie jeweils eine Datenbank zu meldepflichtigen COVID-19-Testergebnissen und Krankenhauseinweisungen zwischen dem 13. Dezember 2021 und 30. Januar dieses Jahres. Dabei verglichen die Forscher die Inzidenzrate für das Ereignis COVID-19 bei vollständig geimpften Kindern mit den Inzidenzraten der Ungeimpften in der jeweiligen Alterskategorie.

Das Ergebnis: In der vollständig geimpften Kohorte der Fünf- bis Elfjährigen (365.502 Kinder) sank die Effektivität des Impfstoffs Comirnaty gegen COVID-19 rasch ab: In der Woche vom 13. Dezember 2021 betrug die Wirksamkeit 68 Prozent, sechs Wochen später nur noch 12 Prozent.

Hierzulande versucht das Robert Koch-Institut (RKI) die Impfwirksamkeit zumindest grob abzuschätzen, indem es den Anteil Geimpfter unter allen COVID-19-Fällen mit dem Anteil Geimpfter in der Bevölkerung vergleicht. Der unter dem Pseudonym „Subjektiver Student“ seit Beginn der Pandemie als Datenanalyst aktive Twitter-Nutzer entdeckte in den letzten Wochenberichten des RKI, dass das regierungsnahe Institut die Wirksamkeit der Impfung gegen eine symptomatische Infektion in der Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen jeweils exakt mit null Prozent angegeben hatte.

In einer Excel-Datei des RKI, die nicht in dessen Wochenbericht enthalten ist, stieß er auf diesen Hinweis: „Bei niedriger Effektivität kann es insbesondere bei niedrigen Fallzahlen zur Berechnung von negativen Werten kommen, diese werden mit null ausgewiesen.“

„Etwas missverständlich formuliert“

Daraus folgerte er, dass das RKI versuchen würde, die negative Impfeffektivität zu verstecken. Auf Anfrage der „Welt“ teilt die Behörde mit, dass ein geschätzter negativer Wert nicht sinnvoll interpretiert werden könne und deshalb mit einer Null ausgewiesen werde: „Null bedeutet, dass in diesen Fällen eine Grundimmunisierung im Vergleich zu keiner Grundimmunisierung keinen zusätzlichen Schutz gegenüber symptomatischer Erkrankung bietet.“ Ein negativer Schätzwert bedeute nicht, dass die Impfung an sich das Risiko zu erkranken, erhöht. Zugleich räumte das RKI ein, dass die Passage in der Excel-Tabelle „etwas missverständlich formuliert“ sei.

Soweit nachvollziehbar und logisch. Gleichwohl sollte dieser Wert Grund genug sein, dieses Thema wissenschaftlich zu verfolgen. Der gesundheitspolitische Sprecher der Union, Tino Sorge, fordert laut „Welt“ zudem: „Sollte sich die Impfeffektivität bei Kindern tatsächlich als niedrig erweisen, müsste das auch bei künftigen Impfempfehlungen berücksichtigt werden.“

Fazit: Zwar kann die Impfwirksamkeit nicht negativ sein. Doch signalisiert die zweite Null in Folge: Die Impfung für Fünf- bis Elfjährige birgt mit Blick auf die Nebenwirkungen mehr Risiken als Chancen.



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