Studie belegt: Wer viel Zucker konsumiert, erhöht sein Krebsrisiko

Epoch Times14. Juni 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 4:32
Hoher Zuckerverbrauch spielt nach den neusten Erkenntnissen eine große Rolle bei der Aktivierung von Krebsgenen - insbesondere von zuckerhaltigen Getränken wird angenommen, dass sie das Wachstum von Krebszellen regelrecht anfeuern.

Neue Forschungsergebnisse weisen auf die Tatsache hin, dass Entscheidungen im Lebensstil wichtiger sind als genetische Faktoren, wenn es um die Entstehung von Krebs geht. Dies berichtete die New York Times. Obwohl eine Person genetische Risikofaktoren für Krebs haben kann, sind es die Entscheidungen im Lebensstil, die bestimmte Gene aktivieren und es ermöglichen, Krebs zu entwickeln.

Krebs ist nicht etwas, das aus dem Nichts auftaucht; es entwickelt sich über viele Jahre als Folge der kombinierten Effekte der täglichen Lebensweise. Der Zuckerverbrauch ist nach den neusten Erkenntnissen dabei besonders kritisch zu sehen und spielt eine große Rolle bei der Aktivierung von Krebsgenen – insbesondere von zuckerhaltigen Getränken wird angenommen, dass sie das Wachstum von Krebszellen regelrecht anfeuern.

Hoher Zuckerverbrauch und gesteigertes Krebsrisiko

Wie die New York Times berichtet, bestätigt eine Studie von Forschern der "National Institutes of Health", dass mit Zucker gesüßte Getränke zu trinken mit einem erhöhten Risiko von Gebärmutterkrebs bei postmenopausalen Frauen verbunden ist. Es ist die erste Studie, die die gleiche Verbindung zwischen Zucker und Krebs aufzeigt, wie sie zwischen Zucker und Typ-2-Diabetes schon bekannt ist.

Die Studie, die online in der Zeitschrift „Cancer-Epidemiology-Biomarkers-and-Prevention veröffentlicht wurde, hatte festgestellt, dass alle konzentrierten Zucker das Risiko für Typ-1-Endometriumkarzinom (Gebärmutterkrebs) erhöhen – aber gesüßte Getränke hatten von allen getesteten Nahrungsmittteln den größten Einfluss. Diejenigen Testpersonen, die statistisch gesehen in den obersten 20 Prozent im Süßgetränkeverbrauch waren, hatten ein 74 Prozent höheres Risiko an Krebs zu erkranken, als diejenigen in den untersten 20 Prozent.

Zucker aus Getränken am schädlichsten

Verglichen mit den meisten anderen diätetischen Zuckern, verursacht der Zucker in Getränken einen höheren Anstieg und ein tieferes Abfallen des Blutzuckerspiegels und es wird angenommen, dass diese Schwankungen eine Rolle bei dem erhöhten Risiko von Krebs spielen kann. Aber dies ist nicht das erste Mal, dass Zucker mit Krebs verbunden wurde. Indem man MRT-Scanner einsetzte um nach Glukose zu suchen, fand man heraus, dass Tumoren hell leuchten, wenn sie einen hohen Zuckergehalt enthalten. Aufgrund ihres abnorm erhöhten Stoffwechsels verbrauchen Tumore viel mehr Glukose als normales Gewebe. Zucker hilft ihnen deshalb beim Wachsen.

Dies erklärt vielleicht, warum diejenigen, die regelmäßig gesüßte Getränke trinken viel eher Krebserkrankungen entwickeln, als diejenigen die es nicht tun; der Zucker, den sie verbrauchen speist das Wachstum der Tumorzellen. Wie NaturalNews berichtet, erschafft Zucker ein saures Milieu im Körper, in welchem die Tumore gedeihen können. Es verursacht auch Entzündungen im Körper. Die Beseitigung raffinierten Zuckers aus der Ernährung kann helfen, die Chancen der Entwicklung von Krebs zu verringern.

"Ich will nicht, dass jemand sein Verhalten auf der Grundlage dieser Erkenntnisse verändert", sagte der Hauptautor der Forschungsarbeit, Maki Inoue-Choi. "Wir müssen noch mehr Studien veranlassen, um diese Assoziation zu bestätigen. Aber ich würde raten, Ernährungsrichtlinien zu befolgen und mit Zucker gesüßte Getränke zu meiden."

Quellen: 

"Sugar-Sweetened Beverage Intake and the Risk of Type I and Type II Endometrial Cancer among Postmenopausal Women

Autoren: Maki Inoue-Choi, Kim Robien, Andrea Mariani, James R. Cerhan, and Kristin E. Anderson

– New York Times: "Sugary Drinks Tied to Endometrial Cancer Risk"

(NaturalNews/mh)

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