Genderexpertin: Zuordnung nach Geschlecht ist diskriminierend

Epoch Times25. Juli 2019 Aktualisiert: 25. Juli 2019 18:15
Die Genderexpertin Lann Hornscheidt fordert die komplette Abschaffung der Geschlechterunterscheidungen.

Lann Hornscheidt begrüßt den dritten Geschlechtseintrag – die Kategorie „divers“ – der durch die Bundesregierung in Deutschland ermöglicht wurde. Doch der Genderexpertin geht das nicht weit genug. Hornscheidt fordert im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ eine komplette Abschaffung der Geschlechterunterscheidungen in der Sprache.

Denn „solange wir weiter an Geschlechterkategorien festhalten – egal wie viele es sind -, kann die damit zusammenhängende Diskriminierung nicht grundlegend überwunden werden,“ sagt sie.

Hornscheidt stört sich an allen Kategorien, da damit weiterhin „Vergleiche und Ausschlüsse“ geschaffen würden. Letztlich würde so die „soziale Kategorie Geschlecht zementiert.“

Deshalb finden wir, dass wir uns ganz von ihr verabschieden und stattdessen über strukturelle Diskriminierung sprechen sollten, die wir Genderismus und nicht Sexismus nennen,“ so die Gender-Frau.

Außerdem meint Hornscheidt, dass sich „viele Leute“ nicht mehr von den Bezeichnungen Frau, Mann oder divers angesprochen fühlen würden.

Sie selbst hätte alle Kategorien von Frau, Lesbe, Dyke, Trans Dyke, Trans* durchprobiert und sich bei allen unwohl gefühlt. Heute würde sie sich weder als weiblich noch als männlich verstehen. Hornscheidt sei es wichtig nicht „gegendert“ zu werden. Die Genderexpertin versteht jedoch, dass es eine große „Herausforderung“ sei, Gender als Identität aufzugeben.

Genderfreie Sprache gefordert

Hornscheidt lobt die derzeitige Politik, da sie dazu beigetragen hätte Missstände einzudämmen. Doch solange Gender besteht, würden die Struktur und Machtverhältnisse unangetastet bleiben.

Deshalb hofft sie auf eine genderfreie Sprache. Der Genderstern sei dabei eine wichtige Übergangsform. Doch, so Hornscheidt, würden die Sprachveränderungen noch weiter gehen.

Ich hoffe, wir werden neutrale Formen finden, die alle Menschen meinen. Eine Möglichkeit ist etwa, zu sagen, eine Person, die singt, oder eine Person, die läuft. Das würde uns auch vom Ballast der Gender-Identität in solchen Fällen befreien.“

Sie spricht sich dafür aus ein X zu verwenden. Wie beispielsweise: „Dex Radfahrex hat exs Rad zur Reparatur gebracht. Ex wollte einex Freundx mit der Möglichkeit einer Radtour überraschen.“

Eine derartige Sprache finde sie „viel einfacher“ als die gegenwärtige mit den drei Genusformen.

Anziehungskraft zwischen Mann und Frau „konstruiert“

Die sexuelle Anziehungskraft zwischen Mann und Frau findet Hornscheidt „konstruiert“. Sie glaubt offenbar nicht daran, dass die Anziehungskraft zwischen Mann und Frau etwas natürliches – von der Schöpfung – gewolltes ist.

Die Gender-Frau meint viel mehr, die Menschen sollten es „sich genauer anschauen“ ob es vielleicht „nur eine bestimmte Form der Ausstrahlung ist und ob diese wirklich etwas mit einer angeblichen Weiblich- oder Männlichkeit zu tun hat.“ (so)

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