Bundesinnenministerium warnt vor „Made in China 2025“ – Chinesische Industriespionage unter neuem Slogan

Von 19. August 2019 Aktualisiert: 20. August 2019 10:03
Dass das kommunistische China spioniert, wo es kann, ist bekannt. Nun hat man sich einen neuen Marketing-Slogan ausgedacht. Doch im Kern bleibt alles beim Alten.

Nein, der neue Handels-Marketing-Slogan aus Chinas kommunistischer PR-Schmiede heißt nicht „Friends of Mordor“. Und auch nicht „Van Anderen“, sondern ganz unscheinbar „Made in China 2025“. Das soll wohl eine Art „Fangen wir von vorne an, wir sind jetzt lieb“ darstellen. Doch der glänzende Lack ist endgültig ab und zeigt darunter den tiefroten Rost einer Betrüger-Bande.

Ungewohnte Deutlichkeiten?

Das Bundesinnenministerium warnt aktuell vor dem neuen Augenauswischer-Konzept „Made in China 2025“ und wirft der chinesischen Regierung vor, im Rahmen ihrer Strategie Industriespionage betreiben zu lassen.

So weit eigentlich nichts Neues oder Unbekanntes. Doch in der Deutlichkeit der öffentlichen Ansprache des Problems war den empfindlichen Parteigenossen im Ach-so-geschundenen Land der Mitte bisher von Regierungsseite nur wenig entgegengeschlagen.

Im Video: Hinter der Satire verbirgt sich bitterer Ernst …

Wirtschaft im Dienste der Partei

Wie das BMI blauäugige Interessenten, die unter einer Euro-Sehschwäche leiden, hinweist, stünden laut einem Ministeriumssprecher Hochtechnologieunternehmen und Weltmarktführer häufig im Fokus von chinesischer Cyberspionage. Das äußerte der Sprecher des Innenministeriums gegenüber dem „Handelsblatt“.

Das Aufklärungsinteresse chinesischer Nachrichtendienste orientiere sich – erkennbar bei der Beauftragung oder Durchführung von Cyberangriffen – an nationalen und globalen Initiativen der chinesischen Regierung und diene so auch „dem illegitimen Wissenstransfer zur Stärkung ausgewählter chinesischer Wirtschaftsbereiche“, so der Vorwurf.

So seien weltweit regelmäßig Unternehmen der in der chinesischen „Made-in-China 2025“-Strategie benannten Branchen betroffen.

China verfolgt mit der Strategie das Ziel, in den nächsten Jahren zum Technologieführer in mehreren Schlüsselbereichen zu werden.

Auch Wirtschaftsvertreter sind davon überzeugt, dass Peking bei der Verfolgung seiner Strategie auch Cyberspionage anwende. „China verfolgt seine Fünf-Jahres-Pläne sehr strukturiert“, sagte Gunnar Siebert, Chef der Deutschen Cybersicherheitsorganisation (DCSO), dem „Handelsblatt“.

Im Video: Die Technik der Unterdrückung – Kontrolle bis zum Tod

(Ideologisch-)Strategische Zukäufe

Neben dem Aufkauf strategisch bedeutender Unternehmen wie dem Roboterbauer Kuka spiele die Wirtschaftsspionage für das Regime in Peking eine wichtige Rolle. „Bevorzugt digital“, wie Siebert hinzufügte.

Die DCSO wurde als gemeinsame Allianz mit Bayer, BASF und Volkswagen gegründet, um Informationen über IT-Sicherheit auszutauschen.

2016 hatten sich Berlin und Peking auf jährliche hochrangige Treffen zur Cybersicherheit verständigt. Laut Informationen des „Handelsblatts“ aus Regierungskreisen steht inzwischen ein neuer Termin für die zweiten Deutsch-Chinesischen Cybersicherheitskonsultationen fest: Am 20. August soll es eine Fortsetzung der Gespräche in Peking geben.

Laut eines Sprechers des Bundesinnenministeriums soll bei dem Treffen auch eine Kontaktstelle für den anlassbezogenen, schnellen Austausch von Informationen zur Cybersicherheitslage in den Bereichen Cyberkriminalität, Cybersabotage und Bekämpfung von terroristischen Aktivitäten im Cyberraum formell eingerichtet werden.

Im Video: Dem Sozialismus und Kommunismus ist der Mensch nicht egal, hört man manchmal von seinen Befürwortern. Man möchte also gern wissen, was die Leute so machen – und zwar alles. Ein Punktesystem entscheidet dann über Belohnung und Bestrafung.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.
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