Die Heuchelei der „Black Lives Matter“-Bewegung

Von 18. Juli 2020 Aktualisiert: 15. Dezember 2020 14:12
Wenn die "Black Lives Matter"-Bewegung wirklich für das Leben schwarzer Menschen eintreten würde, warum mobilisieren sie sich dann nicht in den Hotspot-Vierteln, in denen Schwarze am häufigsten zu Opfern werden?

Schwarze Leben zählen. Natürlich tun sie das. Aber es ist bereits mehr als deutlich geworden, dass das Leben, die Sicherheit und die Würde schwarzer Männer, Frauen und Kinder nicht wirklich das sind, was die Organisatoren der „Black Lives Matter“-Bewegung antreibt. Und das ist eine Schande.

Die Welt ist mit einer Fülle von Informationen über die Ziele von BLM gefüttert worden. Jetzt sehen wir, dass es dabei um nichts anderes als das Anstiften von Unruhen geht. Wir hätten das bereits erkennen müssen, nachdem eine ihrer Mitbegründerinnen stolz erklärt hatte, sie sei eine „ausgebildete Marxistin“. Marxismus, per Definition, „plädiert für eine Arbeiterrevolution, um den Kapitalismus zugunsten des Kommunismus zu stürzen“.

Auf der BLM-Website heißt es, die Gruppe „baut Macht auf, um den Schwarzen Gerechtigkeit, Heilung und Freiheit zu bringen“. Wirklich? Warum haben sie sich dann nicht in Hotspot-Vierteln mobilisiert, in denen Schwarze am häufigsten zu Opfern werden?

In New York konzentrieren sich die BLM-Organisatoren darauf, ihren Namen auf die Straßen zu malen, tun aber nichts, um das ständig zunehmende Massaker an überwiegend schwarzen Bürgern unter der Zivilbevölkerung zu stoppen. Die Schießereien in den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind um 46 Prozent gestiegen, und die Morde haben um mehr als 20 Prozent zugenommen. Doch BLM schreit weiter nach einer Kürzung des Budgets für die Polizei, und der Bürgermeister reagierte auch noch darauf und kürzte das NYPD-Haushaltsbudget um eine Milliarde US-Dollar. Die Einheit, die sich auf die Entwaffnung von Kriminellen und die Eindämmung von Gewaltverbrechen in den meisten Minderheitenvierteln konzentrierte, wurde aufgelöst.

In welcher Welt ergibt das einen Sinn?

Der jüngste Schock für die New Yorker kam, als der 22 Monate alte kleine Junge, Davell Gardner, bei einem Grillfest in Brooklyn sinnlos erschossen wurde. Bei der Schießerei wurden auch drei erwachsene Männer verwundet. Alle Opfer waren schwarz. Die Polizei vermutet, dass die Schützen ebenfalls Schwarze waren.

„Sie reden über ‚Black Lives Matter'“, sagte Davells trauernde Großmutter, „aber das Leben von Schwarzen spielt keine Rolle, weil Schwarze versuchen, andere Schwarze umzubringen“. Samantha Garner fügte hinzu: „Was wir alle denken ist: Es muss aufhören! … Fangt die Bastarde!“

In Chicago, wo an einem Wochenende mehr als 100 überwiegend Schwarze von Zivilisten erschossen wurden, sagte ein örtlicher Pfarrer, dies sei ein „offenes Schlachtfeld“. Fast 2.000 Chicagoer wurden in diesem Jahr bisher durch Schussverletzungen verwunden, Hunderte wurden getötet, und, ja, die Mehrheit der Opfer und Täter sind Schwarze.

Wo ist also die „Black Lives Matter“-Bewegung in Chicago, die versucht, diesen Trend einzudämmen? Hat sich BLM in der Windy City eingefunden, um lokale Politiker, Gemeindevorsteher und besorgte Bürger zu versammeln und zu versuchen, das Gemetzel an schwarzen Amerikanern zu bekämpfen? Nein.

In Minneapolis wurden nach Angaben der Behörden in den vier Wochen nach dem Tod von George Floyd mindestens 116 Menschen erschossen. Kürzlich gab es drei Gang-bezogene Schießereien an einem Tag, eine in einer mehrheitlich schwarzen Nachbarschaft im Norden von Minneapolis, wo 50 Kinder (im Alter von 5 bis 14 Jahren) beim Fußballtraining waren. Eine Augenzeugin und Mutter, postete ein erschreckendes Video. In dem sagte sie, die Schützen hätten offensichtlich „keine Achtung vor dem Leben“ gehabt. Glücklicherweise wurde kein Kind erschossen.

Kam „Black Lives Matter“ dort hin, um die seelischen Wunden dieser meist schwarzen Kinder zu lindern oder um Erwachsene zu mobilisieren, damit sie sich vor einem weiteren Vorfall schützen können? Nein.

In Atlanta, in dem ausgebrannten Wendy’s Restaurant, in dem sich BLM versammelte, nachdem die Polizei einen Schwarzen getötet hatte, der die Beamten mit einem Taser attackierte, ereignete sich eine weitere Tragödie. Ein 8-jähriges schwarzes Kind wurde tödlich von einem Schuss getroffen. Es war eine weitere sinnlose Schießerei zwischen Schwarzen. Der Vater des Kindes sagte später zu den Tätern: „Ihr habt ein Kind getötet, das niemandem etwas getan hat. Schwarze Leben zählen? Du tötest ein schwarzes Kind.“

Das Mantra von „Black Lives Matter“ ist nun Teil des amerikanischen Lexikons. Alle klar denkenden Bürger befürworten es, dass gewalttätige Polizeitaktiken abgeschafft werden müssen. Doch eine solche Forderung und die Vorhaben der BLM-Organisation sind zwei sehr unterschiedliche Dinge.

Die Bewegung – finanziert mit mehreren Millionen US-Dollar, die von wohlmeinenden Unternehmen, Prominenten und besorgten Menschen gespendet wurden – ist mit fatalen Fehlern behaftet. BLM mangelt es an echter Führung, fiskalischer Transparenz und einem expliziten Leitbild.

Um lebensfähig zu sein, muss die Organisation, die in ihrem Namen verübte Gewalt verurteilen. Dazu zählen die illegalen Besetzungen, die Brände und Plünderungen und den so häufig zu beobachtenden Vandalismus. Bis jetzt haben wir diesbezüglich keinen Pieps von ihrer selbsternannten marxistischen Führung gehört.

Wenn ich mich an die Lektionen aus der Ära der Bürgerrechte in den 50er und 60er Jahren erinnere, frage ich mich oft, was Dr. Martin Luther King Jr. oder Rosa Parks über die heutige Bewegung für Rassengerechtigkeit denken würden. Ich glaube, sie wären sehr enttäuscht.

Über die Autorin: Diane Dimond ist Autorin und Enthüllungsjournalistin. Ihr neuestes Buch ist „Thinking Outside the Crime and Justice Box“.

Das Original erschien zuerst in The Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von so)
Originalartikel: The Hypocrisy of the Black Lives Matter Movement

 

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.


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