Parasaurolophus aus der Familie der Hadrosaurier.Foto: iStock

Dutzende von Dinosaurier-Fußspuren in Alaska entdeckt

Epoch Times4. November 2019 Aktualisiert: 4. November 2019 10:15
Die meisten Dinosaurier bevorzugten gemäßigtes Klima, doch es gibt wortwörtlich auch Ausreißer. Forscher des Naturkundemuseums aus Texas fanden im Südwesten von Alaska umfangreiche Spuren von Hadrosauriern, T-Rex und anderen.

Zahlreiche Dinosaurier-Fußabdrücke in Alaska zeigen, dass Hadrosaurier auch in höheren geografischen Breitengraden lebten, als bislang angenommen. Besonders beliebt waren demnach durch Gezeiten beeinflusste Lebensräume. Zu diesem Ergebnis kamen Anthony Fiorillo vom Perot Museum of Nature and Science in Texas und seine Kollegen in einem Artikel in der Open-Access-Zeitschrift PLOS ONE.

Küstenablagerungen mit mehr als 75 Wegen

Das Forscher Dinosaurier-Fossilien in Alaska entdeckten, ist nicht ungewöhnlich. Die berühmtesten Fundstellen sind der Denali Nationalpark und die sogenannte North Slope. Allerdings gibt es nur sehr wenige Aufzeichnungen von Dinosauriern im Südwesten Alaskas.

In ihrer aktuellen Studie beschreiben Fiorillo und seine Kollegen eine Vielzahl von Dinosaurierspuren vom Aniakchak National Monument, etwa 670 km südwestlich von Anchorage.

Die Dinosaurier-Wanderwege waren in der Chignik-Formation (Küstenablagerungen) erhalten geblieben und stammen aus einer Zeit vor etwa 66 Millionen Jahren (Spätkreidezeit).

Vermessungsarbeiten in den Jahren 2001-2002 und 2016-2018 brachten mehr als 75 Wege mit Dutzenden von Dinosaurier-Fußabdrücken zutage. Basierend auf der Anatomie der Abdrücke identifizierten die Autoren zwei Fußabdrücke von gepanzerten Dinosauriern, einen von einem großen Tyrannosaurier und einige Fußabdrücke von zwei Vogelarten. Die restlichen 93 Prozent der Wege gehörten dagegen Hadrosauriern (Pflanzenfresser), den häufigsten Dinosauriern in höheren geografischen Breitengraden.

Rekonstruktion der Ökosysteme dank Vorlieben

Frühere Forschungen zu fossilen Überresten im Norden Alaskas haben ergeben, dass Hadrosaurier am häufigsten in küstennahen Lebensräumen vorkommen. Die in dieser Studie dokumentierten Wege zeigen, dass der gleiche Trend auch im Süden Alaskas zu beobachten war.

Für die Autoren kann das Verständnis der Lebensraumpräferenzen dieser Tiere dazu beitragen, den Wandel der Ökosysteme nachzuvollziehen. Sie sprechen dabei von einer Zeit, in der sich die Umweltbedingungen verschoben haben und Dinosaurier über nördliche Korridore zwischen den Kontinenten wanderten.

„Unsere Studie zeigt uns etwas über die Lebensraumpräferenzen einiger Dinosaurier und auch, dass Entenschnabel-Dinosaurier unglaublich häufig waren. Entenschnabel-Dinosaurier waren so alltäglich wie Kühe. Da wir in Alaska arbeiten, ist es vielleicht besser, sie als das Karibu der Kreide zu betrachten“, sagte Fiorillo in einer Pressemitteilung. (ts)

Die PDF zur Studie finden Sie hier (Englisch): Dinosaur ichnology and sedimentology of the Chignik Formation (Upper Cretaceous), Aniakchak National Monument, southwestern Alaska; Further insights on habitat preferences of high-latitude hadrosaurs

Die Hadrosaurier kurz vorgestellt:

Wissenschaftlicher Name: Hadrosauridae („Robuste Echsen“, auch Entenschnabel-Dinosaurier genannt)

Systematische Einordnung: Familie – Ornithischia (Vogelbeckensaurier), Art – Ornithopoda („Vogelfüßer“)

Fortbewegung: auf vier Beinen; in Herden

Ernährungsweise: Pflanzenfresser

Aussehen: breite flache und zahnlose Schnauze (ähnlich einem Entenschnabel)

Fundorte: Asien, Amerika, Europa

Zeitliches Auftreten: Oberkreide (100,5 bis 66 Mio. Jahre)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion