Donald Trumps Anwesen in Mar-a-Lago in Palm Beach.
Donald Trumps Anwesen in Mar-a-Lago in Palm Beach.Foto: Greg Lovett/The Palm Beach Post/AP/dpa

Razzia in Trump-Ressort: Bezirksrichter mit Epstein-Verbindungen genehmigte die FBI-Aktion

Von 10. August 2022 Aktualisiert: 16. August 2022 5:53
Der US-Bundesrichter, der die Razzia in Mar-A-Lago genehmigte, pflegte offenbar enge Verbindungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und war ein Spender von Obama.

Über die FBI-Razzia in Ex-Präsident Donald Trumps Villa-Anlage Mar-A-Lago in Florida sind nun weitere Details bekannt geworden. Nach Angaben der Trump-Anwältin Christina Bobb, die während der Razzia vor Ort war, soll Bezirksrichter Bruce Reinhart die Razzia genehmigt haben.

Angeblich geht aus Gerichtsunterlagen hervor, dass Reinhart mehrere Anträge auf Durchsuchung vorlagen. Den Dokumenten nach scheint es sich um längerfristige Untersuchung gegen den Ex-Präsidenten zu handeln.

Reinhard hatte in der Vergangenheit bereits wegen seiner Verbindungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein Schlagzeilen gemacht. Auch soll er 2008 eine größere Spende an die Obama-Kampagne getätigt haben, wie „New York Post“ berichtet. Damals verteidigte er im Auftrag für Epstein dessen Angestellte im Prozess.

Reinhart ist einer von drei Richtern am US-Bezirksgericht in West Palm Beach, Südflorida, zu dem auch Trumps Mar-a-Lago Ressort gehört. Wer die Anträge auf Durchsuchung der Trump-Residenz stellte, ist allerdings nicht bekannt. Die Dokumente sind versiegelt und somit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Weder das FBI noch das Justizministerium äußerten sich bislang zur Razzia. Das Weiße Haus teilte Epoch Times mit, über die Razzia vorab nicht informiert gewesen zu sein.

Verstrickung mit Epstein

Reinhart war im Jahre 2007 leitender Staatsanwalt der amerikanischen Bundesstaatsanwaltschaft im Verfahren gegen den mittlerweile verstorbenen Epstein. Damals kam es zu einem umstrittenen Deal, sodass sich Epstein nur in einem Anklagepunkt vor einem Bezirksgericht verantworten musste und nach 13 Monate Haft wieder auf freien Fuß kam. Danach soll Reinhart „auf Epsteins Gehaltsliste“ eingegangen ein, wie Dokumente der Anwälte von Missbrauchsopfern belegen.

Im Jahre 2008 zog sich Reinhard als Staatsanwalt zurück, um „zahlreiche Epstein-Angestellte und Piloten“ in Zivilprozessen zu vertreten, darunter Epsteins Haushälterin Louella Ruboyo und der Pilot Larry Morrison. Den Dokumenten zufolge bezahlte Epstein direkt oder indirekt die Strafverteidigung dieser Personen durch Reinhard.

Die Anwälte der Missbrauchsopfer schrieben in ihrem Bericht: „Dieser Art Vertretung verstößt gegen die Vorschriften des Justizministeriums und die Regeln der Anwaltskammer von Florida. Sie erwecken zumindest den Anschein, Reinhart könnte versucht haben, Epsteins Gunst zu gewinnen, um durch eine Anstellung belohnt zu werden.“

Reinhart reagierte darauf mit einem Sanktionsantrag und bat um die Erlaubnis, in den Fall einzugreifen. Er sagte, die Dokumente enthielten „unbegründete sachliche und rechtliche Anschuldigungen“. Bezirksrichter Kenneth Marra, ein von George W. Bush ernannter Richter, lehnte Reinhards Antrag ab. Reinhart hätte mit dem fraglichen Rechtsstreit nicht zu tun.

Reinhart wurde 2018 als Bezirksrichter vereidigt. Er gilt als besonders „genau“. Bezirksrichter werden von anderen Richtern ausgewählt.

(nh mit Material von The Epoch Times)

 

 



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