Der technische Leiter von The Epoch Times, Dr. Peter Yuan Li, trug bei einem Überfall erhebliche Wunden im Gesicht davon (Foto: The Epoch Times).

Überfall auf den technischen Leiter von The Epoch Times in USA

Von und und 9. Februar 2006 Aktualisiert: 9. Februar 2006 16:25
Schlägerkommando des chinesischen Regimes innerhalb der USA aktiv
Der technische Leiter von The Epoch Times, Dr. Peter Yuan Li, trug bei einem Überfall erhebliche Wunden im Gesicht davon (Der technische Leiter von The Epoch Times, Dr. Peter Yuan Li, trug bei einem Überfall erhebliche Wunden im Gesicht davon (Foto: The Epoch Times).

Am Nachmittag des 8. Februar erzwangen sich in Atlanta/USA zwei bewaffnete Männer Zutritt zu der Wohnung von Dr. Peter Yuan Li, Leiter der technischen Abteilung unserer Schwesterzeitung The Epoch Times. Sie schlugen ihn und fesselten ihn, verklebten ihm Mund und Augen und stahlen zwei seiner Laptops. Nach dem Überfall  konnte Li sich selbst befreien. Im Krankenhaus wurden seine Gesichtswunden genäht. Bitte lesen Sie seinen Bericht am Ende dieses Beitrags.

Dieser Überfall ereignete sich in einem sicheren Wohnviertel in Atlanta, der Hauptstadt des amerikanischen Bundesstaates Georgia. Das Ziel war offensichtlich nicht die Entwendung von Wertsachen, sondern die sich auch auf das Ausland ausweitende Kampagne des kommunistischen chinesischen Regimes gegen Epoch Times International.

In den vergangenen Jahren wurden in der VR China bereits mehrere unserer chinesischen Korrespondenten verhaftet und zu langen Gefängnisstrafen verurteilt. Der letzte Fall ereignete sich im vergangenen Jahr. Sie alle lieferten verlässliche Nachrichten aus China – unter  großem persönlichem Risiko. Die in China lebenden Familienmitglieder unserer im westlichen Ausland lebenden Mitarbeiter stehen unter permanentem Druck der chinesischen Behörden und werden von ihnen bedroht.

Im vorigen Jahr wurden unsere Zeitungen systematisch in verschiedenen amerikanischen Städten gestohlen, Anzeigenkunden wurden von Mitarbeitern der chinesischen Botschaft eingeschüchtert. Legal akkreditierten Reportern der Neuen Epoche wurde in Berlin und Wien bei Pressekonferenzen, an denen hohe chinesische Politiker teilnahmen, grundlos der Zutritt verweigert, wofür sich die deutsche und österreichische Seite später mit „Fehlern in der Kommunikation“ entschuldigte.

Mit der Veröffentlichung der Neun Kommentare über die Kommunistische Partei seit November 2004 in allen unseren Ausgaben haben sich die Angriffe auf unsere Zeitung verstärkt. Diese Serie über die von Gewalt und Verbrechen geprägte Geschichte der KP hat inzwischen 7.8 Millionen Chinesen dazu bewogen, mit der Partei von Grund auf zu brechen. Aus KP-Dokumenten geht hervor, dass es vordringliches Anliegen der Partei ist, die Austrittstendenz mit allen Mitteln zu stoppen. Ebenso werden die Autoren dieser Serie wie eine Stecknadel im Heuhaufen gesucht und müssen daher aus Sicherheitsgründen anonym bleiben.

In Malaysia, wo eine starke chinesische Minderheit lebt, wurde The Epoch Times nach Veröffentlichung der Neun Kommentare über die Kommunistische Partei am Erscheinen gehindert. Laut Beobachtungen einheimischer Medien auch durch chinesischen Druck. In den Büros unserer Niederlassungen in Australien gingen zu derselben Zeit Briefe ein, die auf Grund ihres Inhalts auf toxische Stoffe hin untersucht wurden.

Bereits Chen Yonglin, ehemaliger Erster Sekretär am chinesischen Konsulat in Sydney, der aus Gewissensgründen an die Öffentlichkeit ging, berichtete in Pressekonferenzen und Interviews von den umfangreichen illegalen Maßnahmen der chinesischen Botschaften in Übersee über Einschüchterung und gewaltsame Übergriffe, die nicht bekannt wurden.

Der Chefredakteur  der amerikanischen Ausgabe, John Nania, nahm zu dem Vorfall Stellung: „Das Auffallende daran ist, dass die beiden Laptops entwendet wurden, aber keine der außerdem vorhandenen Wertgegenstände. Die Verbrecher hatten es offensichtlich auf Informationen betreffend The Epoch Times abgesehen. Dies war das eine Motiv. Das andere war der Versuch, Dr. Yuan Li und im weiteren Sinn das Team der Epoch Times zu terrorisieren. Aber das wird ihnen nicht gelingen. Wir sind alle betroffen über das, was Dr. Li widerfahren ist, aber wir sind alle miteinander entschlossen, weiterhin korrekt über die Vorgänge auf dem Festland China zu berichten, ganz gleich, welche Schritte unternommen werden, uns davon abzuhalten.“

Die Wunden stammen von einem Überfall auf  Dr. Li in seiner eigenen Wohnung und mussten im Krankenhaus mit 15 Stichen genäht werden. (Die Wunden stammen von einem Überfall auf Dr. Li in seiner eigenen Wohnung und mussten im Krankenhaus mit 15 Stichen genäht werden. (Foto: The Epoch Times)

Im Folgenden der Bericht von Dr. Peter Yuan Li, den er am Nachmittag nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus geschrieben hat: 

Ich heiße Yuan Li. Ich bin 41 Jahre alt und gehöre zu dem technischen Team von The Epoch Times. Heute [am 8. Februar 2006] wurde ich von Gangstern verprügelt und meine Computer wurden gestohlen.

Am Nachmittag klingelte es an meiner Tür. Ich schaute durch den Türspion und sah einen Asiaten von etwa 30 Jahren und ich öffnete die Tür. Der Mann sagte, er bringe das Wasser. Ich sagte, ich hätte kein Wasser bestellt und fragte ihn, ob das ein Irrtum sei.

Während ich mit ihm sprach, kam ein weiterer Mann um die Ecke. Die beiden erzwangen sich den Eintritt in meine Wohnung. Der eine zog ein Messer heraus, der andere ein Gewehr. Und sie befahlen mir, mich nicht zu bewegen. Ich schrie laut und wollte wegrennen. Sie warfen eine Bettdecke über mich, bis ich fast erstickte. Dann nahmen sie die Decke weg und fingen an, auf mich einzuschlagen, besonders auf die Schläfen; ich vermute, sie schlugen mich mit dem Gewehrgriff und ich blutete heftig. Zuletzt nahmen sie das Klebeband, das sie mitgebracht hatten, und verklebten mir Mund, Augen und Ohren; meine Arme wurden mir auf dem Rücken gebunden, auch meine Beine wurden festgebunden. Ich konnte mich überhaupt nicht bewegen; ich konnte weder sehen noch schreien.

Der erste Mann sprach Koreanisch, was ich nicht verstand. Ich kann nur sagen, weitere zwei Männer kamen später dazu, einer konnte Mandarin, als er mich auf Chinesisch fragte: „Wo ist Dein Safe?“ Er spricht sicherlich nicht Englisch. Sie suchten mehrmals in den Räumen oben und unten und gingen nach etwa einer halben Stunde weg.

Ein Bild von dem Schaden in der Wohnung von Li, die von den Eindringlingen gewaltsam geöffneten Ordner. (Ein Bild von dem Schaden in der Wohnung von Li, die von den Eindringlingen gewaltsam geöffneten Ordner. (Foto: The Epoch Times)

Ich befreite mich langsam von den elektrischen Kabeln, mit denen meine Beine festgewickelt waren und ging auf die Straße. Mein Nachbar sah mich und rief die Polizei.

Die Polizei untersuchte mit mir zusammen meine Wohnung. Ich entdeckte, dass zwei meiner Ordner aufgebrochen waren. Zwei meiner Laptops waren gestohlen, aber wertvollere Sachen wie Kameras nicht. Ich wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Wunden in meinem Gesicht erforderten 15 Stiche.

Die Gegend, in der ich lebe, ist sehr sicher. Die Polizei und die Sanitäter sagten alle, so etwas hätten sie hier noch nie gesehen und sie waren sehr überrascht.

Ich vermute, das alles ist darauf zurückzuführen, dass das chinesische kommunistische Regime meine Computer zerstören will, oder dass sie mich für den Autor der Neun Kommentare halten, und es deswegen auf mich abgesehen hatten. Die Brutalität, mit der sie mich schlugen, und der Zeitpunkt, den sie dafür wählten, zeigen, dass dies eine irrationale Warnung und einen Racheakt darstellt.

Aber sie haben sich geirrt: Mein Computer ist hoch gesichert. Mich schreckt auch so eine geringfügige List nicht. Ich werde weiterhin die Bösartigkeit des chinesischen kommunistischen Regimes aufdecken, so wie ich es immer getan habe, und den Menschen überall von dessen verbrecherischen Taten berichten.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion