US-Wahl: Wahlsoftware-Unternehmen Scytl dementiert Razzia auf Server in Frankfurt

Von 16. November 2020 Aktualisiert: 18. November 2020 10:43
Gerüchten im Netz zufolge wurde bei einer Razzia der US-Armee in Frankfurt am Main ein Server der Firma Scytl beschlagnahmt, mit dem angeblich die US-Wahlen vom Ausland aus manipuliert wurden. Associated Press zufolge haben sowohl das Militär als auch die Firma selbst die Vorwürfe dementiert.

Das spanische Unternehmen Scytl hat in einer Erklärung auf ihrer Website Gerüchte zurückgewiesen, dass es US-amerikanische Untersuchungen im Zusammenhang mit Software für die US-Präsidentschaftswahlen gegeben habe. Das Unternehmen produziert elektronische Wahlmaschinen und Zählsysteme.

Vorausgegangen war ein Tweet des US-Kongressabgeordneten Louis Gohmert aus Texas (der sich auf einen nicht näher konkretisierten „Tweet aus Deutschland“ bezieht), die US-Armee hätte Einrichtungen in Frankfurt am Main durchsucht, von wo aus mittels Scytl-Maschinen Wahlergebnisse manipuliert worden seien. Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien.

Der Trump-Anwalt Lin Wood kommentierte Gohmerts Tweet mit den Worten: „Biden & seine Komplizen werden heute nicht gut schlafen. Oder doch, weil er den Namen Scytl wahrscheinlich schon wieder vergessen hat. Aber seine Mitverschwörer wissen das sehr wohl. Sie kennen auch den Namen Paragon, die Scytl (aus der Insolvenz) im Oktober ’20 gekauft haben.“

Associated Press reagierte mit einem Faktencheck

Associated Press reagierte mit einem Faktencheck zu den Vorwürfen: „Falsche Berichte behaupten, dass Wahlserver in Deutschland beschlagnahmt wurden“. Demnach hätten sowohl Scytl als auch ein nicht näher benannter Sprecher der US-Armee, die Gerüchte bestritten.

Das Unternehmen habe amerikanischen Bundesstaaten vier Produkte für die US-Wahl zur Verfügung gestellt, dementiert jedoch, dass es Server im Ausland gebe, mit denen die Software betrieben werden könne. Alle entwickelten Technologien würden in den USA durch jeweilige Tochterunternehmen vor Ort betrieben, heißt es in der offiziellen Erklärung des Unternehmens.

Zudem würden die Geräte zur maschinellen Auszählung der Stimmen in vielen Fällen von dem Unternehmen Dominion betrieben, nicht von Scytl. Dominion steht ebenfalls wegen Unregelmäßigkeiten im Wahlprozess in der Kritik. Software-Spezialisten sagten, dass das System Wahlbetrug Tür und Tor öffne.

Dass es tatsächlich ein Büro in Frankfurt mit einem Backup-Server gegeben hatte, bestätigte der Chef der US-Division von Scytl gegenüber AP: „Diese wurden für ein spezifisches Projekt für das Europäische Parlament im Jahr 2019 genutzt. Diese Backup-Server wurden jedoch im September 2019 geschlossen.“

Schwachstellen im Scytl-System

Während der Wahlen im Jahr 2015 bemängelten Forscher bereits Schwachstellen im Scytl-System, mit denen Stimmen manipuliert, das Wahlgeheimnis verletzt oder der Verifizierungsmechanismus gestört werden könne.

Die nationale Wahlkommission erklärte jedoch dazu, dass die Schwachstellen nicht am Wahlsystem selbst lagen, sondern am SSL-Zertifikat des Webanalyse-Tools, das von der Kommission selbst verwendet worden sei.

In der Schweiz erregte Scytl ebenfalls Argwohn. Der langjährige Luzerner FDP-Aktivist Nicolas Rimoldi hat Erfahrungen aus Australien zur Grundlage für sein Engagement gegen E-Voting in der Schweiz gemacht. Auf Twitter warnte der Ethnologe davor, dass ein Unternehmen, das „während einer laufenden Wahlentscheidung ein Emergency Patch einspielen musste“, bald auch bei Abstimmungen in der Schweiz zum Einsatz kommen könnte:

„Leider könnte Scytl-#evoting auch in den bevorstehenden nationalen Wahlen verwendet werden, wie unser Kanzler heute eingeräumt hat. Die Regierung und die Kantone wollen immer noch E-Voting. Nur das E-Vote-Memorandum kann diesen Wahnsinn stoppen.“

Kaufte Schweizer Post „Schrotthaufen“?

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Im Mai 2020 meldete das Unternehmen infolge einer Schuldenlast von 75 Millionen Euro Insolvenz an. Im Oktober kaufte die Paragon-Gruppe die Konkursmasse auf. Die Rechte am Quellcode für die E-Voting-Plattform hatte sich jedoch bereits im April die Schweizer Post gesichert.

Rimoldi erklärte dazu gegenüber der „Aargauer Zeitung“, die Post habe damit „einen Schrotthaufen gekauft“ und reite „weiterhin ein totes Pferd“. Beim Intrusionstest habe man kritische Systemfehler entdeckt und Stimmen hätten sich unbemerkt manipulieren lassen. Die Post hatte nach diesem Test im März erklärt, die Fehler, die tatsächlich festgestellt worden waren, seien behoben. Allerdings tauchten wenig später Berichte über neue Fehlfunktionen auf, die möglicherweise sogar Manipulationen ermöglichen würden.

Auch im Umfeld des Mitgliederentscheids der SPD über ihren Parteivorsitz warnte der „Chaos Computer Club“ der Schweiz vor dem System von Scytl. Dieses sei „für eine Parteiumfrage nicht geeignet, geschweige denn für eine amtliche Wahl, wie das in der Schweiz gedacht war“.

So seien bei der Europawahl im Mai 2019, wo das System ebenfalls zum Einsatz kam, in Spanien „zahlreiche Stimmen an rechte statt an linke Parteien gegangen“.

Sicherheitsmängel und Fehlleistungen in der Software

Probleme gab es auch in Norwegen, wo man 2011 eine Partnerschaft mit der Regierung eingegangen war und es 2013 insgesamt 0,75 Prozent aller Wähler aufgrund eines Fehlers in der Kryptografie möglich war, sowohl online als auch im Wahllokal zu wählen.

Ein Jahr später schaffte Norwegen das Scytl Internet Voting Project wegen „Sicherheitsmängeln, Verfehlen des Ziels höherer Wahlbeteiligung und hoher Kosten“ ab.

Im selben Jahr wurde in Ecuador gewählt. Scytl betrieb dort in mehreren Landesteilen Wahlmaschinen. Statt wie angekündigt in 72 Stunden lieferten diese jedoch aufgrund von Sicherheitsproblemen erst nach einem Monat ein Endresultat.

Keine eigenen Daten in den USA erhoben

Für die US-Wahlen habe Scytl insgesamt vier Dienste für Kunden auf lokaler und bundesstaatlicher Ebene angeboten: Das Election Night Reporting (ENR) ermöglichte die Anzeige von Resultaten, die von den einzelnen Wahlbüros ausgezählt und eingepflegt worden waren. Zudem habe man Online-Bedienungstraining für Wahlhelfer, eine Informationsplattform für Wähler über den Wahlvorgang selbst und ein System zum Frankieren und Verteilen von Wahlunterlagen für Auslands- und Briefwähler angeboten.

Alle genannten Dienste führten keine eigenen Datenerhebungen durch, sondern verarbeiteten lediglich zuvor bereits vorhandene und eingegebene Daten.

 

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