Antisemitismus-Eklat: FDP-Spitzenkandidat nennt Henryk Broder „Hofjude“

Epoch Times2. Februar 2019 Aktualisiert: 4. Februar 2019 0:03
FDP-Hoffnungsträger Stefan Scharf löste einen Eklat mit einer antisemitischen Tirade aus.

Der FDP-Politiker Stefan Scharf trat mit einer antisemitischen Entgleisung eine Welle der Empörung los. Der 34-Jährige ist FDP-Spitzenkandidat im Wahlkreis 3 (Pieschen) für die Dresdner Stadtratswahl im Mai.

Auf Twitter attackierte Scharf den „Welt“-Kolumnist und Publizist Henryk M. Broder wegen eines Fotos mit AfD-Fraktionschefin Alice Weidel – Broders jüdische Eltern sind überlebende des Holocaust.

„Hofjude mit neuer Dienstherrin“ kommentierte der FDP-Politiker das Bild auf dem Weidel den Bestsellerautor umarmt.

Scharfs Tweet erntete heftige Kritik – auch aus den eigenen Reigen. Schließlich löschte der FDP-Mann den Post und sprach von fehlendem Kontext und Anführungszeichen.

Später entschuldigte sich der Politikstudent: „Ohne Umschweife, es war ein Fehler. Für die entstandenen Kränkungen bitte ich um Entschuldigung.“

Nach dem Eklat verordnete sich der Politiker selbst eine „Pause von Twitter“.

Ob die Angelegenheit für Scharf ausgestanden ist, ist fraglich. Nach Angaben der „Bild“-Zeitung kündigte der Dresdens FDP-Kreischef Holger Hase weitere Konsequenzen an. (so)

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