ARD „fehlen drei Milliarden Euro“: Neuer Sender-Chef will Rundfunkbeitrag drastisch erhöhen

Epoch Times1. Januar 2018 Aktualisiert: 2. Januar 2018 5:58
Der Vorsitzende der ARD Ulrich Wilhelm will eine drastische Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Dem Sender würden drei Milliarden Euro fehlen.
Die ARD braucht Geld und der Steuerzahler wird zur Kasse gebeten.
Der Vorsitzende der ARD Ulrich Wilhelm will eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Ohne eine drastische Erhöhung der GEZ-Gebühr gebe es weniger gute Sendungen und Filme, behauptet Wilhelm.

„Es würden kurzfristig drei Milliarden Euro fehlen, die wir im Wesentlichen im Programm einsparen müssten“, so der BR-Intendant und Ex-Regierungssprecher in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Der Rundfunkbeitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio ist bis 2020 auf 17,50 Euro pro Haushalt im Monat festgelegt. Ob er jetzt steigt, steht noch nicht fest. Alle müssen zahlen – auch diejenigen die keinen Fernseher oder Radio besitzen.

Neben steigenden GEZ-Kosten fordert Wilhelm mehr Vielfalt in der Berichterstattung.

Wilhelm: Talkshows zu dominant

Die Talkshows seien zu dominant geworden. „Wir vernachlässigen dabei, was mit anderen Formaten zusätzlich möglich wäre. Mit Dokumentationen, Themenabenden, mit dem Ausleuchten großer Themenkomplexe.“

Wilhelm sagte auch, dass die ARD bei den Sportrechten schon seit Jahren spare. „Die Zuschauer wollen gerade die Fußball-Nationalmannschaft bei uns. Der Fußball muss aufpassen, dass er die gesellschaftliche Bindung nicht verliert, wenn er wesentliche Inhalte ins Pay-TV vergibt.“

Auch den Verantwortlichen des Fußballs in Deutschland sei klar, dass das öffentlich-rechtliche Programm für eine breite Verankerung des Fußballs in der Bevölkerung sorge. „Die Champions League ist erstmals in ganz Europa nur noch im Pay-TV zu sehen“, sagte Wilhelm. „Ich denke, dass die Breitenwirkung dieses Wettbewerbs in der Bevölkerung dadurch geschwächt wird.“

Ab Januar ist der Bayerische Rundfunk ein Jahr lang die federführende Anstalt der Landesrundfunkanstalten; eine Verlängerung um ein weiteres Jahr ist üblich. BR-Intendant Wilhelm übernimmt das Amt des ARD-Vorsitzenden von der MDR-Intendantin Karola Wille. (dpa/so)

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