CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer sagte Bilderberger-Treffen kurzfristig ab – warum?

Epoch Times4. Juni 2019 Aktualisiert: 4. Juni 2019 14:50
Die Bilderberg-Konferenz fand vergangenes Wochenende in der Schweiz statt. Auch Kramp-Karrenbauer sollte dabei sein, sagte jedoch ihre Teilnahme kurzfristig ab.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat ihre Teilnahme an der Bilderberg-Konferenz kurzfristig abgesagt. An dem umstrittenen jährlichen Meeting nahmen etwa 130 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Finanzwelt teil. Die Bilderberg-Konferenz fand in diesem Jahr von 30. Mai bis 2. Juni in Montreux in der Schweiz statt.

Es wäre Kramp-Karrenbauers erstes Bilderberg-Treffen gewesen, an dem sie teilgenommen hätte. Doch dann wurde ihre Teilnahme am Donnerstag kurzfristig abgesagt. Ein Sprecher der CDU bestätigte, dass die CDU-Chefin von der Gästeliste gestrichen wurde. Als offizieller Grund wurde die außerordentliche CDU-Klausur genannt, die am Sonntag startete. Die Bilderberger-Konferenz begann jedoch bereits am Donnerstag – der Sonntag war schon der Schlusstag des Treffens.

Nun rätselt das Netz über den Grund der Absage.

Insider: Merkel traut Kramp-Karrenbauer Kanzlerrolle nicht zu

Am Mittwoch vergangene Wochen machten sich Gerüchte breit, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel ihrer Nachfolgerin Kramp-Karrenbauer, die Kanzlerrolle nicht zutraue. Dies berichtete „Bloomberg“ unter Berufung auf zwei nicht näher genannte Quellen aus dem Umfeld der Kanzlerin.

Die Zeitung schreibt: Kramp-Karrenbauer habe seit ihrer Wahl zur neuen Parteivorsitzenden im Dezember in Umfragen massiv an Zustimmung verloren. Zudem habe sie mit ihrer Annäherung an den konservativen Flügel der CDU um den einstigen Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz viele ihrer liberalen Unterstützer verloren. Auch beim Krisenmanagement um den Youtuber Rezo habe sie unglücklich agiert. Am vergangenen Sonntag hat sie dann das bisher schlechteste Ergebnis der CDU in einer bundesweiten Wahl eingefahren.

Kanzlerin Merkel bezeichnete die Gerüchte, sie würde Kramp-Karrenbauer nicht unterstützen, später als „Unsinn“. Doch die Absage von Kramp-Karrenbauers Teilnahme am Bilderberger-Treffen könnte tatsächlich ein Hinweis darauf sein, dass sie nicht mehr als Kanzlerkandidatin gefördert wird.

Deutsche halten Kramp-Karrenbauer als Kanzlerin für ungeeignet

Zudem sprechen 70% der Deutschen Kramp-Karrenbauer derzeit die Eignung für die Kanzlerschaft ab. Das besagt eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa. Die Befragten wollen, dass Merkel bis 2021 im Amt bleibt. Nur 19% halten Kramp-Karrenbauer für „fähig genug, das Kanzleramt zu übernehmen“. Selbst 52% der Anhänger von CDU/CSU halten Kramp-Karrenbauer nicht für „kanzlerfähig“, 37% trauen ihr das Amt zu.

Es wird aber auch spekuliert, dass Kramp-Karrenbauer wegen einer der Themen auf der Konferenz – nämlich die sozialen Medien als Waffe einsetzen – ihre Teilnahme abgesagt hätte. Denn zu dem Rezo-Video vor der EU-Wahl äußerte sich die CDU-Chefin kritisch: „Es müsse darüber nachgedacht werden, ob und welche Regeln es für den digitalen Beriech im Vergleich zu klassischen Medien geben müsse.“

Insider: Kanzlerin bleibt bis 2021 an der Macht

Seit Monaten gibt es Spekulationen darüber, ob Merkel nach den EU-Wahlen von ihrem Amt als Kanzlerin abgelöst wird. Merkel war schon Ende 2018 vorzeitig als CDU-Chefin zurückgetreten.

Doch nach dem Absturz der CDU bei den Wahlen, soll die Kanzlerin entschlossener denn sein, bis zum Ende ihrer Amtszeit im Jahr 2021 an der Macht zu bleiben, sagten die Insider zu „Bloomberg“.

Warum also Annegret Kramp-Karrenbauer dem Bilderberg-Treffen tatsächlich ferngeblieben ist bleibt derzeit nur Spekulation. Doch die Ereignisse der kommenden Wochen und Monate werden Aufschluss darüber geben. (so)

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