Grünen-Mitglied will Polizeigewerkschaftler Wendt aus Talkshows verbannen

Epoch Times13. Januar 2017 Aktualisiert: 13. Januar 2017 15:37
Die Grünen lassen nichts aus, um im Gespräch zu bleiben. Jetzt will Grünen-Mitglied und Kriminalbeamter in Berlin, Oliver von Dobrowolski, mit Hilfe einer Online-Petition Rainer Wendt ein Sprechverbot auf Talkshows erteilen. Botschaft: Ladet doch auch einmal uns ein!

Auch die Grünen lassen nichts aus, um im Gespräch zu bleiben. Jetzt will Grünen-Mitglied und Kriminalbeamter in Berlin, Oliver von Dobrowolski, mit Hilfe einer Online-Petition Rainer Wendt ein Sprechverbot auf Talkshows erteilen.

In Talkshows mit brisanten Themen wie Flüchtlingskrise, Migranten und Terrorabwehr wird all zu gern auch der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPoIG) Rainer Wendt eingeladen. Als Freund klarer Worte spricht er aus, was er für richtig hält.

Erst am Montag war er bei der Talkshow „hart aber fair“ zu Gast und machte sich Luft gegenüber Grünen-Politikerin Renate Künast: „Polizisten und Polizistinnen in Deutschland sind es leid, dass Teile der Grünen auch nach gelungenen Polizeieinsätzen nicht besseres zu tun haben, als ihre alten polizeifeindlichen Reflexe rauszuholen und die Polizei erst einmal wüst zu beschimpfen und ihnen Dinge zu unterstellen, die sie nicht getan haben.“ Anlaß dafür war die Kritik am Polizeieinsatz in Köln zu Silvester durch Grünen-Chefin Simone Peter.

Bereits damals hatte er ihren Vorwurf damit zurückgewiesen, dass es sich hierbei um eine Abkürzung im Einsatz handele, die man nicht zu dramatisieren bräuchte. „Das ist eben der Unterschied zwischen einem sprachwissenschaftlichen Grünen-Seminar und einem Polizeieinsatz“ zitierte ihn die „Junge Freiheit“.

Wendt ist kein Lieblingskind der Grünen, schon seit geraumer Zeit verteidigt er seine Zunft immer wieder gegen Vorwürfe und Angriffe seitens jener Politiker. Nun soll Wendt aber nicht mehr Publicity bekommen als die Grünen und so provozieren diese nun mit einem Angriff auf die Meinungsfreiheit.

Dobrowolski ist ebenfalls zweiter Bundesvorsitzender von „PolizeiGrün“, einem Verein „grüner und grünennaher Polizeibediensteter“, wie „Junge Freiheit“ schreibt, die sich der „Förderung einer modernen und bürgerfreundlichen Polizei verschrieben“ hat.

Wendt habe es in den vergangenen Jahren „zu einer gewissen Omnipräsenz in den deutschen Medien gebracht“, klagt von Dobrowolski. Seine Botschaften seien teils „drastisch“ und seine Thesen würden im Widerspruch zur tatsächlichen Sicherheitslage in unserem Land stehen. Dies erzeuge bei der Bevölkerung ein falsches Bild von vorhandener Bedrohung. Sie seien deswegen geeignet, eine unangebrachte Kriminalitätsfurcht zu entwickeln, meint der Grüne.

Laut JF wolle die Petition Journalisten und Medienvertreter darauf hinweisen, das es auch Alternativen zu Wendt gebe, zum Beispiel Vertreter anderer Gewerkschaften oder aber auch fachpolitische Sprecher von Parteien und Fraktionen. Versteckte Botschaft: Ladet doch auch einmal uns ein.

Wendt, der über den Aufruf herzhaft gelacht haben soll, sagt zu JF: „Glücklicherweise haben wir in Deutschland eine freie Presse und freie Redaktionen, die selbst darüber entscheiden können, wen sie in Sendungen einladen und wen nicht. Ich glaube nicht, dass diese für ihre Arbeit solche Ratschläge brauchen.“ (mcd)

Siehe auch:

Polizeigewerkschaftler Wendt: „Das ist keine Strafjustiz sondern Sozialpädagogik“

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