Keine Abgastoten nachweisbar – Diesel-Debatte reine Panikmache

Epoch Times10. März 2018 Aktualisiert: 31. März 2018 13:22
"6000 Tote im Jahr wegen Stickoxid in der Atemluft", verkündete das Umweltbundesamt diese Woche. Vor allem Dieselabgase wären schuld an den Toten. Wissenschaftler widersprechen der These und halten sie für reine Panikmache.

„Die Belastung mit dem Reizgas Stickstoffdioxid führt in Deutschland zu jährlich 6000 vorzeitigen Todesfällen aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Schlaganfälle, chronische Lungenerkrankungen und Asthma stehen in Zusammenhang mit der Stickstoffdioxid-Belastung“, heißt es in einer Studie des Umweltbundesamtes.

Behördenchefin Maria Krautzberger forderte daher: „Wir sollten alles unternehmen, damit unsere Luft sauber und gesund ist.“ Gerade in verkehrsreichen Städten bestehe Handlungsbedarf.

Die Studie gleicht einer Hinrichtung des Diesels, denn Krautzberger sagt: „Eine bedeutende Ursache für schädliche Stickoxide in der Atemluft sind eindeutig Diesel-Pkw“. Laut ihrer Behörde ist der Verkehr zu 60 Prozent verantwortlich für eine hohe NO2-Belastung, und davon zu 72 Prozent Diesel.

Da das Bundesumweltamt dem Bundesumweltministerium untersteht, ist das ein vernichtendes Urteil von allerhöchster Stelle.

Keine Abgastoten nachweisbar

Doch die Angaben des Bundesumweltamts scheinen nicht zu stimmen. Experten zufolge lässt sich nicht beweisen, dass Menschen aufgrund von Dieselabgasen gestorben sind.

„Ist eine Person an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung gestorben, kann dies nicht eindeutig etwa auf eine Belastung mit Stickstoffdioxid zurückgeführt werden“, sagt Prof. Dr. Joachim Heinrich von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), berichtet die „Bild“-Zeitung.

Auch der Wirtschaftsprofessor Walter Krämer kritisiert die zweifelhafte Studie.

Auf seriöse Weise könne kein Nachweis erbracht werden, dass Menschen wegen Stickstoffdioxid-Belastung verursacht von Dieselmotoren ums Leben kommen.

Im Gegenteil: Es lasse sich in verschiedenen Studien erkennen, „dass die Stick­oxidbelastung der Luft seit Langem zurückgeht und dass die Menschen immer länger leben. Das ist, was den Statistiken wirklich seriös zu entnehmen ist. Es geht uns so gut, dass uns schon eine geringe Belästigung bedrohlich erscheint. Woran wir leiden, ist das Prinzessin-auf-der-Erbse-Syndrom,“ sagt Krämer den „Stuttgarter Nachrichten“.

Auch Ex-Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagt, die Diesel-Debatte werde nicht sachlich geführt. Es sei Fakt, dass sich die Anzahl der grenzwertüberschreitenden Städte allein im letzten Jahr um über 20 reduziert habe. „Seit 1990 sind die NOx-Emissionen um 60 % zurückgegangen. Das zu erwähnen, vergessen die Gegner der individuellen Mobilität allzu gerne“, sagt Dobrindt zur „Bild“.

Interessengruppen bestimmen Grenzwerte

Die größte Schwachstelle bei den Umweltstudien sei die Tatsache, „dass Stickoxide ja bei Weitem nicht der einzige Umwelteinfluss sind, dem die Menschen ausgesetzt sind,“ sagt Wirtschaftsprofessor Krämer.

Das Leben in der Stadt und auf dem Land unterscheide sich nicht nur durch den Stickoxidgehalt der Luft. Es gebe zahlreiche andere Faktoren, die das Leben der Menschen beeinflussen. „Bei manchen Studien werden die Menschen nicht einmal gefragt, ob sie rauchen, obwohl das alle anderen Umwelteinflüsse überlagert. Für Studien, die Stickoxide für Tausende von Menschenleben verantwortlich machen, gibt es daher nur eine Bezeichnung: Sie sind reine Panikmache“, so Krämer.

Der Wirtschaftsprofessor weißt auch darauf hin, dass die Grenzwerte im Freien auf Druck von Interessengruppen zustande gekommen sind – „die den Autoverkehr aus den Städten verbannen wollen“.

Die Grenzwerte würden auch immer wieder neu gesenkt. Und zwar so lange, bis sie wieder überschritten werden. Nur dadurch werde „der völlig falsche Eindruck“ erzeugt, dass die Luft immer dreckiger wird, „obwohl das Gegenteil der Fall ist“, so Krämer.

Weitere Informationen von Prof. Dr. Köhler, Lungenfacharzt

Professor Dr. Dieter Köhler gibt im Video (25:00 min) noch viele weitere Informationen zu diesem Thema. Er ist Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie, Allergologie und Internistische Intensivmedizin und war bis zum Beginn seines Ruhestandes Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Kloster Grafschaft in Schmallenberg.

Er war 2010 Präsident der Westdeutschen Gesellschaft für Pneumologie.

(so/afp)


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