„Oh mein Gott! Er hat …“ – Hamburger Senat versucht dieses Detail vom Doppelmord am Jungfernstieg zu unterdrücken

Epoch Times9. Mai 2018 Aktualisiert: 11. Mai 2018 21:32
Der Hamburger Senat wollte offenbar jegliche Details zum Doppelmord am Jungfernstieg unterdrücken. Es wurden Ermittlungen gegen einen Zeugen eingeleitet, der ein Video vom Tatort aufnahm, auf dem zwar keine Details der Tat aber seine Stimme zu hören war.

Die Hamburger AfD-Fraktion wollte mit einer Anfrage an den Senat Details zum Doppelmord am Jungfernstieg erfahren. Dort hatte ein 33-jähriger Asylbewerber aus dem Niger Mitte April seine Ex-Freundin und deren einjährige Tochter ermordet.

Im Polizeibericht heißt es, die Mutter und das Kind wurden erstochen. Es wurde von „schweren Schnittverletzungen“ am Hals des Kindes gesprochen. „Das Kind ist so schwer verletzt gewesen, dass es hier noch vor Ort verstarb“, erklärte der Polizeisprecher.

https://www.youtube.com/watch?v=3kOaggW0qRI

Hamburg, 12. April, 10.45 Uhr

Mourtala M., ein 33-jähriger Mann aus dem Niger und Hamburger Lampedusa-Flüchtling griff mit einem Messer bewaffnet seine Ex-Frau Sandra P. (34) und das gemeinsame Kind (1) an. Das Kind starb an Ort und Stelle. Die Mutter wurde schwerst verletzt ins Krankenhaus gebracht, wo auch sie verstarb.

Kurz nach der Tat stellte ein Hamburger Blogger ein Handyvideo auf seinen Youtube-Kanal. Das Video wurde nach dem Doppelmord von einem Gospelsänger aus Ghana am Tatort aufgenommen. Entsetzt stellte dieser fest:

Oh mein Gott! (…) Er hat dem Baby den Kopf abgeschnitten!“

Drei Passanten verfolgten den flüchtigen Mann auf seiner wenige Hundert Meter andauernden Flucht bis in die Mönckebergstraße, eine große Fußgängerzone. Dort bekam es der Mörder offenbar mit der Angst zu tun und setzte selbst einen Notruf mit Angaben zu seinem Standort vor einem Geldinstitut an die Polizei ab. Kurz darauf wurde er verhaftet.

Sandra P. hinterlässt vier Söhne im Alter von 3, 6, 7 und 15 Jahren. Der 3-Jährige wurde Zeuge der Tat, als der neue Freund der Frau den Kinderwagen am Tatort stehen lässt und davonrennt.

AfD startet Kleine Anfrage an Senat

Die AfD-Abgeordneten Dirk Nockemann und Alexander Wolf wollten nun wissen, ob das stimmt.

Doch nach Einreichen der Anfrage mussten die Abgeordneten feststellen, dass ihre Fragen zu den Ausmaßen der Verletzungen der Einjährigen nicht zur Beantwortung kommen sollten. Teile der Anfrage mit der Nummer 21/12844 wurden geschwärzt.

Die AfD-Politiker beklagen nun, dass sie im Vorfeld nicht benachrichtigt und auch nicht angehört worden seien, berichtet die „Welt“. Für die Angeordneten nähre dies den Verdacht, dass der Senat unliebsame Fragen gar nicht erst zur Beantwortung zugelassen habe.

 

Hausdurchsuchung bei Blogger und Gospelsänger

Zuvor gab es Hausdurchsuchungen bei dem Urheber des Videos und dem Blogger, der es im Internet veröffentlicht hatte. Polizei und Staatsanwaltschaft beschlagnahmten den Computer des Bloggers. Seitens der Behörden heißt es laut „Welt“, es werde wegen einer möglichen Verletzung gegen den „höchstpersönlichen Lebensbereich“ der getöteten Mutter ermittelt.

Die AfD zeigt sich empört über die Hausdurchsuchungen. In einer Mitteilung heißt es:

„Die Behörden reagierten mit einem Ermittlungsverfahren gegen den Blogger und den Gospelsänger. Die Wohnung des Bloggers wurde am 27. April, um 6.30 Uhr, aufgebrochen und durchsucht, wie der Senat in seiner Antwort auf die Anfrage zugab. Und das, obwohl es zweifelhaft ist, ob die rechtlichen Voraussetzungen dafür überhaupt gegeben waren. Die Geheimniskrämerei erstreckte sich sogar auf die Anfrage der AfD-Politiker an den Hamburger Senat. Entscheidende Stellen des Textes wurden ohne ihr Einverständnis und ohne sie auch nur anzuhören geschwärzt und blieben unbeantwortet.“

Und weiter:

Nach dieser Dursuchungsaktion bleibt das ungute Gefühl, die Staatsanwaltschaft habe mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Wie oft hört man von schweren Straftaten, bei denen die Behörden nicht mit einer derartigen Konsequenz operieren.“

Persönlichkeitsrechte verletzt

Wie die „Welt“ berichtet gab die Staatsanwaltschaft an, die eingegangenen Fragen der AfD-Politiker vollständig und ausführlich beantwortet zu haben. Aufgrund rechtlicher Bedenken seien jene Frage nach der Schwere der Verletzungen jedoch im Beantwortungsprozess gestrichen und die Passage später geschwärzt worden. Die detaillierten Fragen hätten gegen die „Datenschutzverordnung“ verstoßen.

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Eine Veröffentlichung der Details zum Tathergang könnte „eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts der Betroffenen darstellen“, heißt es.

AfD will Schwärzungen im Text nicht hinnehmen

Die AfD bezweifelt die Begründung der Behörden: „Offen bleibt die Frage, ob die Behörden besonders grausame Einzelheiten der Tatbegehung der Öffentlichkeit verschweigen wollen. Wir werden die Schwärzungen im Text unserer Anfrage nicht hinnehmen, sondern den Ältestenrat damit befassen“, so Dirk Nockemann, innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Der Bürger habe ein Recht auf die Wahrheit, meint sein Kollege Alexander Wolf. Es sei „ein Unding, wenn der Senat erneut ihm unbequeme Fragen nach Gutdünken und ohne Begründung unbeantwortet lässt.“ (so/sm)