Syrer verübten Brandanschlag auf Ulmer Moscheeverein – Heizt die Antifa den Türken-Kurden-Konflikt an?

Von 30. March 2018 Aktualisiert: 30. März 2018 14:42
Der Nahost-Terror ist längst in Deutschland angekommen. Kurden und Türken bekriegen sich - die Antifa heizt den Streit an.

In den vergangenen Wochen waren bundesweit mehrere Moscheen, Kulturzentren und Geschäfte mit türkischem Hintergrund zum Ziel von Brandanschlägen und anderen Attacken geworden.

Eine Offensive des türkischen Militärs auf die mehrheitlich von Kurden bewohnte Stadt Afrin in Nordsyrien sorgt derzeit für starke Spannungen.

In einigen Fällen gehen die Ermittler davon aus, dass Kurden hinter den Taten stehen.

Politischer Brandanschlag in Ulm

Auch bei dem Anschlag in Ulm gehen die Behörden von einer politisch motivierten Tat aus. Nach dem Brandanschlag auf ein Haus, in dem sich ein türkisches Gemüsegeschäft sowie ein Moscheeverein befinden, hat die Polizei vier Männer unter schwerem Tatverdacht festgenommen.

Molotowcocktails auf Moscheevereine geworfen

Dabei handele es sich um Syrer im Alter von 18 bis 27 Jahren, teilte die Polizei in der baden-württembergischen Stadt am Donnerstag mit. Einer der Männer gestand demnach die am 19. März begangene Tat. Die Männer wurden bereits am Mittwoch vorläufig festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Donnerstag dem zuständigen Richter vorgeführt.

Die Ermittlungen, auch zum genauen Motiv der Verdächtigen, dauerten den Behördenangaben zufolge noch an.

Nach Erkenntnissen der Ermittler warfen die mutmaßlichen Täter zwei Molotowcocktails gegen das Haus. Eine der Flaschen prallte von einem Fenster im Erdgeschoss ab, hinter dem sich ein Raum des Moscheevereins befindet.

Da sich zur Tatzeit acht Menschen in dem Gebäude befanden, ermitteln die Behörden wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung. Drei der festgenommenen Männer sollen sich zur Tatzeit in der Nähe des Tatorts aufgehalten, der vierte Täter soll Tatmittel beschafft haben.

Bereits in der Nacht auf Sonntag, 11. März, wurde ein Brandanschlag auf die „Koca Sinan Camii“-Moschee des DITIB-Verbandes in Berlin-Reinickendorf verübt. Das Feuer konnte erst gelöscht werden, als der Hauptraum bereits komplett ausgebrannt war.

In der Nacht zuvor brannte es in Lauffen am Neckar. Auch hier wurde ein Brandanschlag auf eine türkische Gemeinschaft verübt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln und vermuten kurdische Extremisten. Ein Bekennerschreiben in Gender-Deutsch wurde veröffentlicht.

Antifa heizt Konflikt an

Bei dem Farbanschlag auf die türkische Botschaft in Berlin am 27. Februar gingen die vier vermummten Täter in einer Art Kommando-Operation vor, warfen als Erstes eine Rauchgranate, bevor sie im Schutz des Nebels den eigentlichen Angriff starteten. Ihren Rückzug deckten die Vermummten mit Nagelketten vor den Zufahrtswegen und einer Stacheldrahtrolle auf einem Gehweg ganz in der Nähe. Ein linksextremistisches Bekennerschreiben tauchte auf.

Unter der Überschrift „B- Operation antifaschistischer Verteidigungseinheiten“ wurde auf der linken Plattform „indymedia“ von einem Kommando „Sema Orkês“ berichtet, welches sich zu dem Angriff auf die Botschaft der Türkei bekannte.

Der Konflikt zwischen Kurden und Türken hat eine lange Geschichte. Beide Seiten haben dazu ihre nationalistischen Ansichten.

Bei einer Demonstration in München agierten Anfang Februar Kurden und Antifa-Gruppen gemeinsam gegen von ihnen so benannte nationalistische Türken, die sich selbst wohl eher als Patrioten bezeichnen würden – dazwischen die deutsche Polizei. Auch in Hamburg kam es zu dieser „Verbrüderung“.

Doch was die kommunistische Antifa mitten in einem Konflikt zwischen nationalistisch auftretenden Nahost-Volksgruppen macht, könnte eine äußerst interessante Frage sein …

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