Zwickau: Rede von Heiko Maas erstickt in Buh- und „Volksverräter“-Chören (VIDEO)

Epoch Times2. Mai 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 16:39
Gegen ein Trillerpfeifen und Buh-Konzert versuchte Heiko Maas heute im sächsischem Zwickau eine Rede zum 1. Mai zu halten. Nach wenigen Minuten verließ er den Platz unter massivem Polizeischutz. Auch während seiner Rede standen Beamten schützend vor der Bühne.

„Trillerpfeifen und Sprechchöre übertönten die Lautsprecher-Anlage fast komplett. Maas hatte sichtbar mit der Fassung zu kämpfen, bezeichnete Teile der Demonstranten sogar als „lächerlich“: Sie würden Meinungsfreiheit fordern, aber andere Meinungen niederbrüllen“, schrieb Mopo24 über den Auftritt.

Der Justizminister war anstelle des erkrankten Sigmar Gabriel zu der DGB-Veranstaltung gekommen. „Mehrere hundert Zwickauer“ waren laut Mopo24 anwesend. Spiegel Online schrieb von „einer Gruppe rechter Störer“, die Maas ausgebuht habe. Auf Youtube hieß es dagegen „Volk verjagt Heiko Maas“.

Es habe keine tätlichen Auseinandersetzungen gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

Video: Acht Minuten Zwickauer Pfeifkonzert am Stück

Vor Maas sprach die Zwickauer Bürgermeisterin Pia Findeiß (SPD). Auch sie wurde bereits akustisch niedergemacht und beschimpft. Maas musste sich anstrengen um überhaupt gehört zu werden.

„Wir kümmern uns auch weiter um die Interessen auch derjenigen Menschen, die da stehen und ‚Volksverräter‘ schreien und gar nicht wissen was mit ihnen geschieht“, sagte Maas (Minute 4.15 im Video oben). Ein gigantischer Pfui- und Buh-Chor war die Antwort.

Als seine Gegner skandierten „Maas muss weg!“, sagte er: „Je länger ihr schreit, desto länger werde ich hier stehen.“

„Ihr seid nicht die Mehrheit und ihr werdet auch nicht die Mehrheit“, erklärte er der Menge.

Maas´ Limousine verlässt den Platz:

Die DGB-Vorsitzende der Region Südwestsachsen, Sabine Zimmermann, äußerte sich laut Spiegel Online entsetzt: "Ich habe es noch nicht erlebt, dass bei einer Gewerkschaftskundgebung an einem 1. Mai die Bühne von der Polizei geschützt werden muss." Dennoch seien alle Reden gehalten worden, der DGB lasse sich sein Recht auf eine Veranstaltung nicht nehmen, hieß es. (rf)

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