Chaos an Österreichs Grenze – Spielfeld wird überrannt

Epoch Times24. Oktober 2015 Aktualisiert: 24. Oktober 2015 7:10
7.000 Neuankömmlinge seit heute Morgen im österreichischen Spielfeld. Der Andrang war so groß, dass Tausende nicht registriert werden konnten. 1.500 Migranten durchbrachen die Absperrungen und machten sich auf den Weg nach Deutschland. Jemand hatte ihnen gesagt, dass die Grenze nur 10 Kilometer weg sei...

Chaotische Zustände am Grenzübergang Spielfeld zwischen Österreich und Slowenien. Nach der Brandstiftung im Lager Brezice und der erzwungenen Weiterreise der Migranten, wurde mehrmals jetzt auch die Grenze Österreichs überrannt. Eine geordnete Registrierung und Weiterverteilung der Massen schein nicht mehr möglich, an Kontrolle nicht zu denken.

"Wichtig ist es vor allem, dass wir aus Europa eine Festung bauen.": Innenministerin Johanna Mikl-Leitner beim heutigen Grenzbesuch in Spielfeld.

Posted by Zeit im Bild on Donnerstag, 22. Oktober 2015

Die Migranten-Massen wandern ungehindert von Slowenien nach Österreich…

Ein merkwürdiges Gerücht, das sich mehrfach wiederholt

Unter den Menschenmassen wurden Gerüchte gestreut, dass die deutsche Grenze nur zehn Kilometer entfernt sei. Jedesmal durchbrachen an die 1.500 Menschen die Absperrungen, um sich nach Norden in Bewegung zu setzen. Erst als ihnen klar wird, dass die Grenze Hunderte Kilometer entfernt ist, gingen die meisten zur Sammelstelle zurück. Doch jedesmal gingen nicht alle zurück.

Merkwürdig an der Geschichte ist, dass sie sich nicht nur einmal zugetragen hat. Das Schauspiel ereignete sich mindestens dreimal. Offenbar wurde die falsche Info aus irgendwelchen Gründen weitergegeben, vielleicht sogar per Handy, an weitere Gruppen. Denn dieses Gerücht funktioniert als Türöffner. Welche Barriere sollte Hunderte drückende Menschen aufhalten? Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass hier einige Migranten im Windschatten von Frauen und Kindern die Registration umgehen wollten. Vielleicht war das auch der Grund für die Brandstiftung in Brezice. Wie auch immer, es hat funktioniert, mehrmals.

Polizeisprecher Leo Josefus zur aktuellen Lage: "Es herrscht zwar Registrierungspflicht, aber unter den momentanen Voraussetzungen kommen wir nicht nach." In der offiziellen Polizeiaussendung hieß es: "Aufgabe der Polizei ist es, die Grenzen zu kontrollieren. Der Durchbruch Tausender Menschen kann nur unter massiver Anwendung von Zwang verhindert werden. Die Anwendung von Gewalt würde jedoch dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit widersprechen, da sich unter den Flüchtlingen Frauen und Kinder befinden und Verletzungen wahrscheinlich werden", meldete die Kronenzeitung.

Chaos in der Steiermark

Heute wurde fast das gesamte Bundesheer-Kontingent der burgenländischen Grenze in die Steiermark abkommandiert. In Nickelsdorf und Güssing verbleiben nur Nottruppen. Gestern noch hatte die österreichische Innenministerin den Grenzort besucht. Sie forderte eine "Festung um Europa", wenn es nicht gelingt, der Lage Herr zu werden. Dies ist nun der Fall. (sm)

Tumultartige Zustände gestern in Spielfeld

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