Sarkozy: „Wer sagt, Türkei kann europäisches Land werden, will Tod der EU“

Epoch Times21. März 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 21:48
Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy kritisiert den Flüchtlings-Deal zwischen der EU und der Türkei scharf. Für ihn ist klar, dass die Türkei niemals EU-Mitglied werden kann, wie man ihr in Aussicht stellt. Jeder, der behaupte, die Türkei könne ein europäisches Land werden, wolle den Tod der EU, so Sarkozy.

In einem Exklusiv-Interview mit dem Sender iTele sprach Sarkozy über die gravierenden historischen wie kulturellen Unterschiede zwischen Europa und der Türkei. Info-Kopp übersetzte sein Statement wie folgt:

„Die Türkei liegt in Kleinasien. Es tut mir leid, das Folgende zu sagen. Die Türkei ist zweifelsohne ein großartiges Land mit einer großartigen Bevölkerung. Die Türkei ist eine Brücke zwischen Asien und Europa.“ Weiter sagte der Chef der konservativen gaullistischen Republikaner (UMP): „Die Türkei hat aber keinen Platz in Europa. Ich habe immer diese Position, die auf gesundem Menschenverstand fußt, vertreten. Dies bedeutet nicht, dass ich irgendetwas gegen die Türken habe. Wir brauchen die Türkei als Verbündete in der NATO. Wenn wir aber erklären, dass die Türkei zu Europa gehört, müssen wir europäischen Schülern erklären, dass die europäischen Grenzen in Syrien liegen.“

„Dann wollen wir den Tod der Europäischen Union“

Auch wegen der dortigen Menschenrechtslage könne die Türkei nicht in die EU geholt werden. Sarkozy nannte den Umgang der türkischen Regierung mit oppositionellen Journalisten und den Kurden als Beispiel.

„Allein das ist es aber nicht. Was für eine Idee steht hinter Europa? Europa ist eine Union der europäischen Länder. Die Frage ist eher einfach, auch im geografischen Sinn, zu beantworten, ob die Türkei wirklich ein europäisches Land ist. Nur ein Ufer des Bosporus grenzt an Europa. Kann die Türkei je ein europäisches Land sein, wenn man es kulturell, historisch und wirtschaftlich betrachtet? Wenn wir dies mit ja beantworten, dann wollen wir den Tod der Europäischen Union.“

Er fordert „Vernichtung“ von Terroristen

In dem halbstündigen Interview wurde Sarkozy auch zum Thema islamistischer Terror befragt. LesObservateur berichtete.

Sarkozy antwortete: „Zuallererst müssen wir bedenken, wir sind im Krieg und wir müssen sie vernichten. Und ich meine das wörtlich: Wir müssen sie vernichten".

"Wir haben uns diesen Krieg nicht ausgesucht“, so der Ex-Präsident. „Ist es ist ein Krieg gegen Frankreich? Ich glaube nicht. Es ist ein Krieg gegen die Zivilisation, gegen die Kultur, gegen menschliche Werte. Es ist ein Krieg gegen alles, das nicht barbarisch ist". „Ein paar tausend fanatischen Barbaren“ würden die Religion missbrauchen, an die sie zu glauben vorgeben und hätten sich deshalb für Terror und Mord entschieden. „Wir dürfen das jetzt nicht einfach mit uns machen lassen, nur weil wir Demokratien sind“, so Sarkozy.(rf)

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