Ungarischer Bischof warnt vor „Muslimischer Invasion“ – Kanzlerin setzt Personenkontrollen aus

Epoch Times9. September 2015 Aktualisiert: 9. September 2015 12:28
Ungarns Ministerpräsident warnt vor unkontrollierter Einreise muslimischer Migranten, doch Deutschland und Österreich setzen die Personenkontrollen an der Grenze zu Ungarn aus. Niemand kontrolliert mehr, wer da ins Land kommt...

"Sie kommen her und rufen ‚Allah ist groß‘. Sie wollen die Kontrolle übernehmen", das sind nicht die Worte eines Vertreters einer rechtsgerichteten Partei, sondern die des ungarischen Bischofs Laszlo Kiss-Rigo gegenüber der Washington Post.

Der Bischof lebt und arbeitet in Szeged, im ungarischen Grenzgebiet zu Serbien und Rumänien. Er sagt, dass die meisten der Migranten Geld hätten und nicht hilfsbedürftig seien. Sie würden Müll hinterlassen und hochmütig das dargebotene Essen ablehnen. "Die meisten von ihnen verhalten sich sehr arrogant und zynisch", so der Bischof weiter, er spricht sogar von einer "muslimischen Invasion".

Ungarn: Terror-Warnung an Deutschland

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban warnte unterdessen Österreich und Deutschland vor den Gefahren einreisender IS-Terroristen, die sich unter den Flüchtlingsströmen verstecken. Er forderte außerdem die Schließung der Grenzen nach Österreich und Deutschland, bevor weiterhin "mehrere Millionen" Menschen nach Europa kommen werden, wobei ein Großteil von ihnen Wirtschaftsflüchtlinge seien. Orban sprach von gefährlicher Fahrlässigkeit durch unkontrollierte Einreise von Zehntausenden von Asylbewerbern ohne Überprüfung von Ausweisen und Papieren. Auch betonte Orban vor einigen Tagen, dass er keinen anti-islamischen Standpunkt vertrete, aber eine Änderung der kulturellen und ethnischen Zusammensetzung seines Landes ablehne. Um das Flüchtlingsproblem einzudämmen, wird Ungarn in absehbarer Zeit seine Stacheldraht-Grenze zu Serbien mit Polizei und Militär verstärken.

USA sehen reelle Terror-Gefahr – Merkel setzt Personenkontrollen aus

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, werde die USA keine syrischen Flüchtlinge aufnehmen, da befürchtet wird, dass sich IS-Terroristen unter die Menschen mischen, um unentdeckt ins Land einzureisen. "In unserem Land gibt es einen strengen Überprüfungsprozess für die Leute aus Syrien und dem folgen wir", erklärt der Sprecher des amerikanischen Außenministeriums Kirby. Währenddessen erteilte Bundeskanzlerin Merkel der ungarischen Regierung den Auftrag, alle Neuankömmlinge ohne Personenkontrolle nach Deutschland weiterreisen zu lassen. Eine gleichlautende Anweisung kam auch aus Österreich. [siehe auch: Flüchtlinge unerwünscht: USA verweigert Flüchtlingsaufnahme – Angst vor IS-Terroristen

Die Bedenken der USA sind nicht unbegründet: Laut Sputniknews und unter Berufung auf die Zeitung "Sunday Express" und IS-Insider-Infos sollen sich mehr als 4.000 Dschihadisten des Islamischen Staates auf dem Weg von den türkischen Häfen Izmir und Mersin in die EU begeben haben. Die BBC veröffentlichte nach Interviews mit Schleppern den praktischen Hergang, wie sich die Terroristen unter die Flüchtlinge begeben: "Die Bootsbesitzer haben eine Liste von Personen, die sie mitnehmen, aber einige Leute tauchen plötzlich auf und ihnen wird gesagt: Nehmt sie mit." Nach eigenen Angaben plane der IS ein Kalifat in Europa. [siehe auch: Terroristen als Flüchtlinge getarnt: Über 4000 IS-Kämpfer reisen in die EU]

Die Stimmung in Frankreich, das sich zur Aufnahme von 24.000 Flüchtlingen innerhalb der nächsten zwei Jahre bereit erklärt hat, tendiert allerdings eher zu nichtmuslimischen Flüchtlingen. Dort würde man am liebsten verfolgte Christen aus der Krisenregion aufnehmen, wie vor kurzem zwei Stadtvertreter öffentlich äußerten. Dabei sei weniger der Glaube an sich das Problem, sondern die Angst, dass sich unter den hilfesuchenden Menschen IS-Terroristen verbergen und dafür sei der christliche Glaube eine Art Ausschluss-Garantie.

Osteuropa blockt geschlossen ab

Der tschechische Präsident Milos Zeman unterstützt eine von seinem Amtsvorgänger initiierte Petition in der Bevölkerung, die vor einer "künstlichen Vermischung der Nationen, Kulturen und verschiedenen Religionen" warnt und die "Unverletzlichkeit" der tschechischen Grenzen fordert. Wie auch die Slowakei, lehnt Tschechien ebenfalls eine Verteilung der Flüchtlinge nach einem Quotenschlüssel der EU strikt ab. Hierbei sollen weitere 120.000 Flüchtlinge nach bestimmten Kriterien zugeteilt werden, wobei die Bevölkerungszahl und die Wirtschaftskraft, aber auch die Anzahl der Arbeitslosen im Land und die Menge der bereits aufgenommenen Asylbewerber eine Rolle spielen.

Auch der polnische Präsident Andrzej Duda lehnt eine solche Quotenlösung für sein Land ab. Er spricht dabei aus, was viele denken: "In Europa geht es immer nur darum, die Folgen zu bekämpfen, und kaum darum, wie man die Ursachen beseitigt." Seine Ministerpräsidentin Ewa Kopacz betonte bereits vergangene Woche, dass Polen bereit sei, über eine gemeinsame Lösung der Flüchtlingskrise zu sprechen, aber eine feste Quote nicht akzeptieren werde. Weitere osteuropäische Länder lehnen die Quotenregelung ebenfalls ab, wie Lettland und Litauen.

Schweizer Militär probt Bürgerkriegssituationen

Die Schweiz, als Nicht-EU-Land, plant vom 16. – 25. September ein großes Militärmanöver mit 5.000 Soldaten. "Conex 15", wie das Manöver heißt soll sich laut dem Webauftritt der Eidgenossenschaft mit einem fiktiven Zerfall Europas beschäftigen, bei dem die Umstände einer Wirtschaftskrise mit Sabotagen und Plünderungen simuliert werden sollen. "Außerdem führen ethnische Spannungen zu größeren Flüchtlingsströmen in die Schweiz", so die offizielle Version. (sm)

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