Li Hongzhi als herausragender geistiger Führer gewürdigt

Von 1. Oktober 2009 Aktualisiert: 1. Oktober 2009 6:44
Der Dalai Lama erhielt im vergangenen Jahr diese Auszeichnung von der Asia-Pacific Human Rights Foundation, Los Angeles

BALDWIN PARK, Kalifornien – Ein voller Ballsaal mit mehr als 200 Verteidigern und Unterstützern der Menschenrechte. Sie nahmen am Samstagabend, dem 26. September, an der Zeremonie der Preisverleihung durch die Asia-Pacific Human Rights Foundation teil, bei der die Bemühungen von neun Menschen gewürdigt wurden. Die Zeremonie fand in Baldwin Park statt, 15 Meilen östlich der Innenstadt von Los Angeles. Die Preisträger kamen von sehr weit her, sogar aus China, um die Ehrung in Empfang zu nehmen.

Die Asia-Pacific Human Rights Foundation wurde in Neuseeland gegründet und kam im Juni 2008 nach Los Angeles. Sie hat Niederlassungen in Hong Kong, Neuseeland, Australien, Japan und mehreren europäischen Ländern.

Acht der Auszeichnungen gingen an Menschen, die hervorragende Arbeit auf dem Gebiet der Menschenrechte geleistet haben. Unter den Preisträgern befand sich auch Pastor Eddie Romero, der im Jahre 2008 während der Olympischen Spiele verhaftet worden war, weil er gegen die Vergehen der chinesischen Regierung gegen die Menschenrechte protestiert hatte. Weiterhin waren dort Chris Wu, Präsident des China Interim Government, Wu Gan, ein inzwischen sehr bekannter Internetnutzer, der zur Veröffentlichung der versuchten Vergewaltigung von Frau Deng Yujiao durch Beamte der chinesischen Regierung beigetragen hat und Dr. Yang Jianli, ein Preisträger von 2005, der zu der Zeit der Preisverleihung noch im Gefängnis saß. Dr. Yang ist Wissenschaftler an der Harvard Universität, der im Jahre 2002 in China verhaftet wurde, weil er den Gewerkschaften geholfen hatte, friedliche Strategien für ihren Kampf um ihre Rechte einzusetzen.

Eine aufmerksame Zuhörerschaft bei der Auszeichnungszeremonie der Asia-Pacific Human Rights Foundation für 2009 in Baldwin Park, Kalifornien. (The Epoch Times)
Eine aufmerksame Zuhörerschaft bei der Auszeichnungszeremonie der Asia-Pacific Human Rights Foundation für 2009 in Baldwin Park, Kalifornien. (The Epoch Times)

Eine besondere Auszeichnung ging an Li Hongzhi, den Begründer von Falun Dafa, für seine herausragende geistige Führerschaft und seinen Beitrag zur Verbesserung der Moral und die Förderung der traditionellen chinesischen Kultur.

Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine Art von Qigong, das vier körperliche Übungen umfasst, dazu Meditation und moralische Disziplin, die auf dem Prinzip der Wahrhaftigkeit gründet, Gutherzigkeit und Toleranz. 1999 schätzte die chinesische Regierung die Zahl der Falun Gong-Anhänger auf 70 bis 100 Millionen. Das passte Jiang Zemin nicht, dem früheren kommunistischen Parteichef Chinas.

Im Juli 1999 gab es ein Verbot für Falun Gong durch die chinesische Regierung und die staatlichen Medien begannen eine Kampagne, in der sie Falun Gong verunglimpften. Während der vergangenen zehn Jahre haben Menschenrechtsorganisationen und Experten festgestellt, dass Falun Gong die am schwersten verfolgte Gruppe in China ist.

Youfu Li, der Vorsitzende der US-Western Falun Dafa Association, hat die Auszeichnung stellvertretend entgegen genommen. Er erklärte: „Herr Li Hongzhi lehrte das Prinzip von Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit und Toleranz auf der ganzen Welt. Er hat dazu beigetragen, die Moral der Menschen zu verbessern. Während der letzten zehn Jahre hat die kommunistische Partei viele Menschen verfolgt. In all‘ den Jahren haben die Falun Gong-Praktizierenden Barmherzigkeit gezeigt und die Kommunistische Partei entlarvt und so das Gewissen der Menschen bewahrt.“

Der christliche Pastor Eddie Roman sagte zur Auszeichnung Li Hongzhis: „Also, ich halte es für wundervoll, dass wir auf derselben Seite stehen und dasselbe Ziel haben. Dass wir zusammen gegen die Volksrepublik China und ihre Unterdrückung stehen können ist schon eine großartige Sache. Ich bin ganz aufgeregt, dass ich hier stehen darf und zusammen mit dem Falun Gong-Führer die Auszeichnung entgegen nehmen darf; denn wieder stehen wir auf derselben Seite und haben dasselbe Ziel. Für mich ist es wichtig, dass wir bei unserem Ziel Seite an Seite stehen und dass niemand einen Bruch zwischen uns verursachen kann, weil ich kein Falun Gong-Anhänger bin und er kein Christ ist. Wir haben dasselbe Ziel, weil wir Brüder und Schwestern sind, gleichgültig ob Haus-Christen oder Falun Gong-Anhänger.

Unsere Brüder und Schwestern leiden unter der Volksrepublik China. Darum bin ich stolz darauf, dass wir Seite an Seite stehen auch wenn wir nicht denselben Glauben haben. Aber unsere Einstellung zur Volksrepublik China ist dieselbe bei uns beiden und beide möchten wir ein freies China haben.“

Dr. Yang Jianli, Wissenschaftler an der Harvard Universität und Präsident der „Initiatives for China“ erklärte: „Ich bin glücklich darüber, dass Herr Li Hongzhi diese Auszeichnung bekommen hat und ich bin davon überzeugt, dass er sie verdient hat. In den vergangenen zehn Jahren sind die Falun Gong-Anhänger die am schwersten verfolgte Gruppe in China und seitdem die chinesische Regierung die Verfolgung gegen die Falun Gong aufgenommen hat, arbeiteten die Praktizierenden hart daran, den Firewall niederzureißen, den die chinesische Regierung errichtet hat. Sie arbeiten eng mit anderen Menschenrechtsaktivisten zusammen mit dem Ziel, anderen die Idee der Menschenrechte nahe zu bringen und Pläne zu verwirklichen, wie China wieder in China verwandelt werden kann. Dieses Ziel war für die Bewegung in den letzten zehn Jahren sehr wichtig. In diesem Sinne, so glaube ich, hat Herr Li die Auszeichnung verdient.

Wir als Menschen der freien Welt sollten uns über den Einfluss im Klaren sein, den die chinesische Regierung auf andere Länder hat. Die chinesische Regierung steht zum Beispiel hinter Burma. Nehmen sie irgendeine Diktatur in der Welt und Sie sehen: die chinesische Regierung steht dahinter. Darum sind chinesische Probleme nicht nur Probleme des chinesischen Volkes, es sind Probleme der ganzen Welt. Und deshalb muss sich jeder einschalten, wenn es darum geht, die Situation in China zu ändern und China und die ganze Welt zu einem besseren Ort zu machen“, erklärte Dr. Yang.

William Mei, der geschäftsführende Direktor der Asia-Pacific Human Rights Foundation, erklärte: „In den vergangenen Jahren ging die Auszeichnung des Asia-Pacific Human Rights Association an 20 Preisträger in der asiatisch-pazifischen Region. Zu diesen Menschen gehören Wei Jinsheng, der für den Friedensnobelpreis nominiert wurde, Dr. Wang Bing Zhang und Hu Jia, der gegenwärtig in China inhaftiert ist.“

Im vergangenen Jahr vergab die Foundation die Auszeichnung an den Dalai Lama und auch an den Kongressabgeordneten Dana Rohrabacher für seinen Einsatz für Menschenrechte in Asien.

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„Im vergangenen Jahr“, erklärte Mei, „hat die Asia-Pacific Human Rights Foundation mindestens an 31 Veranstaltungen teilgenommen, die die Menschenrechte mit Asia-Pacific unterstützen. Diese Teilnahme verbesserte die Menschenrechtslage in diesen Ländern. Vor allem nach dem Monat März, als wir Beziehungen zu verschiedenen amerikanischen Vereinen und Verbänden aufnahmen.“

William Mei berichtete, dass die Foundation an sieben Veranstaltungen teilnahm, die vom Kongress der Vereinigten Staaten organisiert wurden und die die US-Regierung erfolgreich motiviert haben, die Ziele der Menschenrechte herauszustellen, während sie mit asiatischen Ländern zusammen arbeiteten. Er hofft, dass die Vereinigten Staaten in Zukunft die Menschenrechte mit dem Handel verbinden werden.

Originalartikel (englisch): http://www.theepochtimes.com/n2/content/view/23092/