Soros warnt vor Zusammenbruch der EU – und schwärmt von der Nazi-Herrschaft

Von 20. January 2018 Aktualisiert: 21. Januar 2018 7:31
George Soros warnt vor einem Zusammenbruch der EU. Zudem schwärmt der Milliardär - wahrscheinlich als einziger Jude überhaupt - bis heute von den Jahren unter der Herrschaft der National Sozialisten. George Soros ist ein höchst umstrittener Mann.

George Soros blickt mit Sorge auf die zunehmenden „nationalistischen Tendenzen“ weltweit. Die Europäische Union sieht der bekannte US-Milliardär wegen einer „Welle an Patriotismus und Populismus“ vor dem Zusammenbruch.

Diese Entwicklung untergrabe den Optimismus, den seine Open Society Foundation (OSF) nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion – für eine Ausbreitung der westlichen Demokratie – verkörpert hatte.

Soros sagt laut RT:

Es ist wieder einmal ein Déjà vu mit einem großen Unterschied – die dominante Ideologie in der Welt ist jetzt der Nationalismus… Jetzt ist die EU die Institution, die am Rande des Zusammenbruchs steht.“

Deshalb will Soros seinen Kampf für die „progressiven Werte“ fortsetzen. Er warnt auch davor, dass Russland vom aufkeimenden Nationalismus profitieren werde. Die OSF ist in der Russischen Föderation unerwünscht. 2015 entschied das Land, dass Soros Stiftung „Russlands Verfassungssystem und seine nationale Sicherheit“ gefährde. Unterdessen beklagte Soros, dass russische Hacker ihn und die OSF 2016 mehrfach attackiert hätten.

Ende 2017 hatte Soros der OSF 18 Milliarden US-Dollar aus seinem Privatvermögen zukommen lassen. Zudem will er weiterhin im Vorstand der Stiftung bleiben. Er könne sich trotz seines fortgeschrittenen Alters nicht zurückziehen – er müsse die Feinde der offenen Gesellschaft bekämpfen.

Ich denke, man kann sagen, ich bin recht glücklich mit meinen Feinden. […] Das gibt mir das Gefühl, mehr als bereit dafür zu sein, zurückzuschlagen und für das einzustehen, was richtig ist,“ so der 87-Jährige.

Mit politischen Umsturzversuchen in Ländern wie der Ukraine, Mazedonien und Georgien habe er nichts zu tun gehabt, erklärt der Milliardär. Er räumte aber ein, dass Aktivisten seiner Stiftung 2014 in die Maidan-Proteste involviert gewesen seien:

Wir nahmen nicht an den eigentlichen Kampfhandlungen teil – das wäre gegen unsere Richtlinien und Prinzipien. Aber wir waren Unterstützer der Kämpfer und das war auch während des Maidans der Fall.“

Die Open Society Foundation unterstützt auch die Opposition in Ungarn und Israel. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu sagte vergangenes Jahr: Soros „unterminiert beständig Israels demokratisch gewählte Regierungen“, indem er Organisationen finanziere, die „den jüdischen Staat diffamieren und bestrebt sind, ihm das Recht abzusprechen, sich selbst zu verteidigen“.

Die OSF unterstützt linksgerichtete israelische Organisationen wie J Street, B’Tselem und Breaking the Silence. Sie decken angebliche Menschenrechtsverletzungen israelischer Soldaten in den von Palästinenserorganisationen beanspruchten Gebieten auf. Kritiker werfen den Organisationen vor, unzureichend zu recherchieren und palästinensische Propaganda blindlings zu übernehmen.

Als Jude mit den Nazis kollaboriert

George Soros ist ein höchst umstrittener Mann. Er machte Milliardengewinne durch Wetten auf Währungen. Bekannt wurde er, als er im September 1992 auf die Abwertung des britischen Pfunds wettete und damit einen Gewinn von rund einer Milliarde US-Dollar erzielte.

1998 sprach er in einem Interview mit der Sendung ’60 Minuten‘ sehr offen über seine Person. Manchmal, so Soros, betreibe er „amoralische Aktivitäten“ – den Rest der Zeit versuche er moralisch zu sein.

Er redete auch darüber, wie er und sein Onkel den National-Sozialisten entkamen. Angeblich wollte Soros das Interview später zensieren lassen.

Hier das Interview mit George Soros in Englisch:

Hier einige Zusammenschnitte mit deutschen Untertiteln: 

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„George Soros gilt als der einzige bekannte Überlebende des Holocaust, dem sogar vorgeworfen wurde, als Jude mit den Nazis kollaboriert zu haben“, schreibt Andreas von Rétyi in seinem Buch George Soros.

Aus György Schwartz wird George Soros

Soros entstammt einer nicht religiösen Familie. Seine Mutter empfand das Jüdischsein als Stigma. 1936 änderte sein Vater, ein prominenter Anwalt und Esperanto-Schriftsteller, den Namen der Familie. So wurde aus dem am 12. August 1930 in Budapest geborenen György Schwartz – George Soros.

1944 erhielt der damals 14-Jährige eine Anstellung im ungarischen Landwirtschaftsministerium. Das arrangierte sein Vater. Dort musste der eigentlich jüdische Junge NS-Beamten dabei helfen, dass Eigentum von Juden zu beschlagnahmen. Er wurde dabei auch Zeuge, wie zahlreiche Menschen in die Todeslager abtransportiert wurden.

In der Sendung ’60 Minuten‘ sagte Soros: dies sei für ihn „überhaupt nicht schwierig“ gewesen. „Keine Schuldgefühle?“, fragte der Moderator. „Nein“, so Soros. Er erläutert, weshalb:

Es macht keinen Sinn zu sagen, dass ich dort nicht sein sollte, denn das war …, nun auf komische Weise verhält sich das tatsächlich wie an den Märkten, nämlich dass, wenn ich nicht da wäre – dann würde ich es natürlich nicht tun, sondern jemand anderer würde dann … würde es in irgendeiner Weise wegnehmen. Und so lief es darauf hinaus, dass – ob ich nun dort war oder nicht – ich nur ein Zuschauer war. Der Besitz wurde so oder so konfisziert. Also hatte ich auch keine Schuldgefühle.“

Auch als Börsenspekulant zeigte Soros wenig Skrupel. Er stürzte Länder in Finanzkrisen und verdiente Milliarden. Dabei vertritt er den Standpunkt: „Wenn ich es nicht getan hätte, dann einfach ein anderer.“ Dass die „Märkte mitunter die Rolle von Abrissbirnen übernehmen und ganze Volkswirtschaften zertrümmern“, worunter Millionen Menschen zu leiden haben, wisse er.

Den Hedgefonds dankbar sein

Aber das dürfe man den Spekulanten nicht zur Last legen, denn als anonymer Teilnehmer auf den Finanzmärkten sei man von moralischen Problemen befreit, meint Soros. Deswegen habe er nicht über die gesellschaftlichen Folgen seines Handelns nachdenken müssen. Eigentlich sei es so, dass man den Hedgefonds dankbar sein müsse. Denn diese seien es, die durch ihr Handeln die bereits vorhandenen Systemfehler aufdecken, die dann behoben werden können.

Die Finanzmärkte sind für Soros ein „sozialdarwinistisches Schlachtfeld“, wo das rücksichtslose Recht des Stärkeren herrscht. Er sagt: Wer sich in diesem ehrgeizigen Wettbewerb Beschränkungen auferlege, werde unweigerlich in die Rolle des Verlierers abgedrängt. Er habe auch die Erfahrung gemacht, dass „die reale Welt ohnehin nichts von etwaigen moralischen Skrupeln“ seinerseits gehabt hätte – deshalb sei auch er ausschließlich von einem Motor getrieben. Nämlich der Gewinnmaximierung.

Soros schwärmt von der Nazi-Herrschaft

George Soros schwärmt – wahrscheinlich als einziger Jude überhaupt – bis heute von den Jahren unter der Herrschaft der National Sozialisten. Er spricht von einer „sehr persönlichen Erfahrung des Bösen“, die seine Charakterzüge formten. Diese Zeit wäre auch mitverantwortlich für seinen Erfolg als Börsenspekulant gewesen:

Für einen 14-Jährigen war es das aufregendste Abenteuer, das man sich nur wünschen konnte. Diese Erfahrung hat mich nachhaltig geprägt, weil ich die Kunst des Überlebens von einem großen Meister gelernt habe. Das war auch für meine Karriere als Finanzmanager von Bedeutung.“

Er sagt auch: „Ich bin zwar ein ausgemachter Egoist, aber die Verfolgung ausschließlich eigener Interessen erschien mir als eine zu schmale Basis für mein ausgeprägtes Ego.“

Soros bezeichnet sich als Atheisten. Er fühlt sich somit keiner höheren Macht gegenüber verantwortlich und glaubt deshalb auch nicht, dass sein rücksichtsloses Verhalten negative Konsequenzen für ihn haben wird.

Quelle: 

George Soros: Sprengmeister mit globaler Wirkung

Soros warnt: „Nationalismus ist dominant geworden – EU steht vor dem Zusammenbruch“

George Soros

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