Klimaschutz-Stratege: „Freude über weniger Emissionen wegen Corona-Krise ist unangebracht“

Von 26. März 2020 Aktualisiert: 26. März 2020 12:05
Extinction Rebellion feiert das Corona-Virus als "Heilung von der Seuche Mensch", andere Klimaschutz-Protagonisten freuen sich über den weltweiten Emissionsrückgang. Stratege Anders Lorenzen warnt, Positionen dieser Art könnten zum Eigentor werden.

Die Klimaschutz-Gemeinde zeigt sich im Angesicht der Corona-Krise immer noch weitgehend konsterniert. Die einen hadern damit, dass ihr großes Thema in Politik und Medien nicht mehr die Rolle spielt und dass die Bevölkerung Einschränkungen zur Bekämpfung von Chinas KP-Virus eher zu akzeptieren bereit ist als solche unter dem Banner der „Klimarettung“. Andere wiederum freuen sich über die krisenbedingt deutlich gesunkenen CO2-Emissionen und wollen den Wiederaufbau „nachhaltig“ gestalten.

In einem Beitrag für einen in der Ökologiebewegung populären Blog versucht der in London ansässige Strategieberater und Klima-Aktivist Anders Lorenzen nun, mögliche Wege für Klimabewegte für die Zeit nach Ende der Krise zu skizzieren.

Reaktionen auf Corona-Krise bestätigen Klimaskeptiker

Offenbar ist Freude über den Emissionsrückgang unter Gleichgesinnten in seinem Umfeld die am weitesten verbreitete Reaktion auf die Corona-Krise, denn er spricht zu allererst diejenigen an, die rückläufige Industrieaktivitäten, Reisetätigkeit und mehr infolge der größten wirtschaftlichen Einschnitte in Großbritannien seit dem Zweiten Weltkrieg feiern. Die extremistische Gruppe „Extinction Rebellion“ verbreitet bereits Aufkleber, auf denen es heißt, Corona sei die „Heilung für die Seuche Mensch“.

In der breiten Bevölkerung könnte dies aber gar nicht gut ankommen, befürchtet Lorenzen, und mahnt zur Vorsicht: „Skeptiker bezüglich einer aktiven Klimapolitik haben über Jahre hinweg argumentiert, ehrgeizige Emissionsziele würden die Weltwirtschaft ruinieren, unser Leben schlechter machen und unsere demokratischen Freiheitsrechte gefährden. Einige Klima-Aktivisten, die erklären, wir müssten den Kapitalismus beseitigen, um die Klimakrise anzugehen, haben diese Sichtweise bestärkt.“

Emissionen senken trotz gesunder Wirtschaft

Diese seien allerdings nicht repräsentativ für die Klima-Bewegung, meint der Strategieberater. Diejenigen NGOs, Ökonomen, Think-Tanks oder Politiker, die real an der Umsetzung von Klimaschutzzielen arbeiteten, würden „Klimaschutz“ mit starken Wirtschaften zu verbinden suchen. Sie verweisen darauf, dass viele neue Jobs durch grüne Projekte in Bereichen wie Infrastruktur und Energie geschaffen würden. Aktive Klimapolitik würde demnach neue und bessere Technologien schaffen und die Wirtschaft stimulieren und diversifizieren.

Wenn die Klimabewegten jetzt die Vorteile reduzierter Emissionen infolge von COVID-19 überbetonten, wäre dies Wasser auf die Mühlen der Klimaschutzgegner, die sich mehr denn je in ihrer Überzeugung bestätigt fühlten, dass das Streben nach CO2-neutralen Volkswirtschaften gleichbedeutend sei mit einem verordneten Stillstand der Wirtschaft und einer Einschränkung der menschlichen Bewegungsfreiheit. So begrüßenswert jeder Emissionsrückgang sei, so wenig dürfe man die Zeit nach COVID-19 aus dem Blick verlieren.

Nicht nur die fossilen Energien litten unter der Corona-Krise, auch die grüne Energie nehmen Schaden, obwohl diese zuvor im Einklang mit engmaschigeren Regulierungen expandiert habe und wettbewerbsfähiger geworden sei. Wenn COVID-19 ausgestanden sei, stehe zu befürchten, dass Regulierungen der Märkte auch im Bereich der Energie und der Luftfahrt drastisch zurückgefahren würden, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Auch nach dem Finanzcrash von 2008 habe es schon keine wirklichen Reformen der Finanzdienste gegeben.

Lorenzen: „Klimaschutz heißt nicht zurück in die Höhle“

„Einerseits ist es nicht schwer, sich über die großen Emissionsrückgänge zu freuen“, schreibt Lorenzen. „Aber wir müssen und auch klar zu dem Standpunkt bekennen, dass es keines Zusammenbruchs der Weltwirtschaft bedarf, um Emissionen zu reduzieren. Wir weisen immer Argumente zurück, dass wir zurück zum Leben der Höhlenmenschen gehen müssten, um dem Klimawandel zu begegnen. Aber wenn wir sagen, dieser Ausbruch helfe bei der Bekämpfung des Klimawandels, könnten wir genauso sagen, wir können dies nur durch Abwürgen der Wirtschaft, den Bankrott tausender Kleinunternehmer und die Arbeitslosigkeit für Millionen Arbeiter bewerkstelligen.“

Wichtig sei es jetzt, dass die Wirtschaft schnellstmöglich wieder auf die Beine komme, auch um in besserer Weise sicherstellen zu können, dass die grüne Wirtschaft nicht geschädigt werde und Investitionen in grüne Lösungen weiter stattfänden. Zudem müsse man als Klimabewegter weiter an entscheidende NGOs und Einrichtungen spenden, die sich unermüdlich um reale Lösungen kümmerten.

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