Zitelmann: Corona-Krise entlarvt Fridays for Future und deren verqueres Verständnis von Wissenschaft

Von 3. Mai 2020 Aktualisiert: 2. Mai 2020 18:45
Der Historiker Dr. Dr. Rainer Zitelmann geht in einem Gastkommentar für ein Finanzportal auf die Uneinigkeit der Wissenschaft in der Corona-Krise ein. Für Fridays for Future und die Grünen wäre dies die Chance, ihre Irrtümer über das Wesen der Wissenschaft zu erkennen.

In einem Kommentar für das Fachportal „Wallstreet online“ schreibt der Historiker und Investor Dr. Dr. Rainer Zitelmann, dass die Corona-Krise gefühlte Wahrheiten herausfordere. Die zunehmend widersprüchlichen Einschätzungen, die unterschiedliche deutsche Forschungsinstitute bezüglich der Corona-Pandemie tätigten, machten insbesondere deutlich, dass es – anders als die Grünen oder Fridays for Future es nahelegten – die „Wissenschaft“ als monolithischen Block nicht gäbe.

Die Genannten und ihr Aushängeschild Greta Thunberg täten dabei „so, als würden alle Wissenschaftler eine einheitliche Meinung vertreten und die Politik müsse nichts anderes tun, als diese Meinung umzusetzen“. Dies entspreche dem laienhaften Bild, Wissenschaft wäre eine „Ansammlung gesicherter, endgültiger und unumstrittener Wahrheiten – jeder Wissenschaftler weiß, dass das Blödsinn ist“.

Zitelmann: Fridays for Future verkennen das Wesen der Wissenschaft

Vielmehr habe der bedeutende Mathematiker, Philosoph und Logiker Bertrand Russell selbst gewarnt: „Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten.“

Auch Karl Popper habe zu bedenken gegeben: „Unsere Theorien sind unsere Erfindungen. Sie sind nie mehr als kühne Vermutungen, Hypothesen; von uns gemachte Netze, mit denen wir die wirkliche Welt einzufangen versuchen.“

Für eine Öffentlichkeit, die im Zusammenhang mit dem Klimawandel darauf gedrillt worden sei, dass diesbezüglich ein 97- oder gar 99,94-prozentiger Konsens bestehe, begründe die Uneinigkeit unter Virologen und Epidemiologen eine ungewohnte kognitive Dissonanz.

Das sei nicht zuletzt die Konsequenz aus der Meinung der Fridays for Future-Kinder und grüner Ideologen, die Politik und wir alle in unserem Verhalten müssten uns umgehend und kompromisslos nach dem ausrichten, was „die Wissenschaft“ sage. Allerdings, so Zitelmann, sei dies „Ausdruck eines grundsätzliches Missverständnisses über das Wesen der Wissenschaft“ – und das werde nun in der Corona-Krise mehr als deutlich.

Corona-Krise wird Ideologen nicht zum Nachdenken bewegen

Zitelmann zitiert in diesem Zusammenhang auch aus einem „Spiegel“-Artikel, der sich mit der Studie des australischen Wissenschaftlers John Cook über den Konsens in Sachen Klimawandel befasste. Aus dieser gehe zwar hervor, dass weitgehende Einhelligkeit darüber bestehe, dass Treibhausgase aus Autos, Fabriken und Kraftwerken die Luft wärmen – und somit davon auszugehen sei, dass der Mensch in irgendeiner Weise die Klimaentwicklung beeinflussen könne. Allerdings bestehe auch im Bereich des Klimawandels kein Konsens bezüglich der entscheidenden Fragen, wie groß der Einfluss des Menschen tatsächlich sei und wie gefährlich die Veränderung werden könne.

„Es gibt weder eine einheitliche Meinung über die Sachverhalte noch darüber, welche Folgerungen daraus zu ziehen sind“, betont Zitelmann sowohl mit Blick auf Corona als auch den Klimawandel. „Aber bitte glauben Sie nicht, die Grünen (wobei ich nicht nur die gleichnamige Partei meine, sondern die Anhänger des grünen Zeitgeistes, die Medien und Politik beherrschen) diese Lehre aus Corona ziehen werden. Ideologen lassen sich niemals durch die Wirklichkeit belehren, sonst wären sie keine Ideologen.“

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