In der Nähe von Ingolstadt

Mysteriöse Autofriedhöfe: Verrosten hier tausende Neuwagen in der Pampa oder werden sie nur zwischengelagert?

Epoch Times15. Februar 2015 Aktualisiert: 15. Februar 2015 19:51

Nichts als Autos, so weit das Auge reicht: Im Internet kursieren Karten und Bilder von riesigen Arealen, auf denen neue Autos herumstehen. Zu Tausenden und Abertausenden. Auf der ganzen Welt. Werden sie heimlich geparkt, weil sie unverkäuflich sind? Will die Autoindustrie damit die rückläufige Nachfrage verheimlichen?

Produziert die Welt zu viele Autos?

Millionen nagelneuer unverkaufter und damit überflüssiger Autos werden offenbar überall auf der Welt auf Landebahnen oder riesigen Abstellplätzen geparkt. Und dort stehen sie dann und verrotten allmählich, weil sie in keiner Weise gewartet werden.

Die Autohersteller suchen händeringend nach Platz, wo die unverkäuflichen Autos geparkt werden können, möglichst unauffällig, versteht sich. Nissan zum Beispiel opferte bereits seine Teststrecke in Sunderland in Nordostengland. Sie wird aktuell nicht mehr für Testfahrten genutzt, sondern dient als riesiges Parkareal.

Auch in Deutschland gibt es zahlreiche dieser mysteriösen Parkplätze

Einige Bilder von riesigen, teils abgelegenen Auto-Lagerstätten in Deutschland und nahe der deutsch-französischen Grenze:

Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass es sich auch hier „um die Zwischenlagerung von Neufahrzeugen vor der Kundenauslieferung und Gebrauchtfahrzeugen“ wie zum Beispiel Leasing-Rückläufer vor dem Weiterverkauf handelt. Dies teilte die ATP Autoterminal Probfeld GmbH den Deutschen Wirtschaftsnachrichten mit, nachdem diese über einen riesigen Parkplatz in der Nähe von München berichtet hatten. Während die Wagen dort geparkt seien, würden verschiedene Dienstleistungen wie Inspektionen und andere Dienstleistungen an den Fahrzeugen vorgenommen, „eine etwaige Verschrottung oder Langzeitlagerung wird nicht durchgeführt.“

US-Website berichtete über Mega-Autofriedhöfe

Einen Haufen "Beweisfotos" von gigantischen Parkplätzen sammelte die US-Finanzwebsite Zerohedge, die im Mai vergangenen Jahres das Mysterium der riesigen Autofriedhöfe untersuchte. HIER klicken. Der Kopp-Verlag veröffentlichte ihren Artikel auf deutsch. Der Grund für die nicht endenwollende, unverkäufliche Blechlawine wurde von Zerohedge sehr einfach erklärt: Die Automobilindustrie kann nicht einfach aufhören, neue Autos zu produzieren, weil sie dann ihre Fabriken stilllegen und zehntausende Mitarbeiter entlassen müsste. Dies würde die Rezession, in der die Weltwirtschaft steckt, nur noch weiter verstärken. Zehntausende mit der Autoindustrie zusammenhängende Betriebe müssten schließen, Stahlproduzenten könnten ihren Stahl nicht mehr verkaufen. Arbeitsplätze in der Zuliefererindustrie wären gefährdet und die gesamte Weltwirtschaft würde eine tiefe Krise erleben. Also hilft alles nichts, es müssen weiter Autos vom Band rollen, die irgendwo geparkt werden müssen und ein Ende ist nicht in Sicht.

Auch ein Verkauf zu stark reduzierten Preisen ist keine Option: Dann würde ja niemand mehr die normalpreisigen Autos kaufen wollen und diese würden unverkauft herumstehen …

„Vielleicht ist das nunmehr ihr einziger Seinszweck – surreale, urbane Kunst des Techno-Produktions-Zeitalters … alle stehen still, denn ihr alleiniger Zwecks ist es, hergestellt zu werden“, fasste es Zerohedge zusammen. Vielleicht gibt es da draußen ja noch eine außerirdische Zivilisation, die dringend Autos braucht und uns ein paar hunderttausend abkaufen kann. Dies sei die einzige Lösung, die ihnen einfiele, witzelten die Autoren. (rf)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion