Ein Schiff.Foto: iStock

Schiffsnamen künftig genderneutral – Britisches Seefahrtsmuseum knickt nach geschändeter Beschilderung ein

Epoch Times26. April 2019 Aktualisiert: 26. April 2019 22:26
Das britische Seefahrtsmuseum wird seinen Schiffen künftig genderneutrale Namen geben. Die Öffentlichkeit kritisiert die Änderung. Es gilt als jahrhundertealte Tradition Schiffe nach Frauen zu benennen.

Unbekannte haben die Informationsschilder im Schottischen Meereskundemuseum geschändet. Zweimal innerhalb vier Monaten kratzen Kriminelle Textstellen ab, an denen Schiffe mit weiblichen Namen bezeichnet wurden. Das Museum will nun genderneutrale Namen verwenden.

Es ist eine jahrhundertealte Tradition, Schiffe mit weiblichen Namen zu versehen. Doch in der Zeit der „Gleichberechtigung“ wird über die Schiffesamen debattiert.

Die weltweit führende Zeitung in der Marineindustrie, Lloyd’s List, hat bereits von Feminin zu Neutrum umgestellt. Der Chefredakteur von Lloyd’s List, Richard Meade, sagte im Interview mit dem britsichen „Telegraph“: die Wortwahl wäre früher verwendet worden, da die Segelschiffe aus Holz gebaut wurden und durch weibliche Namen eine gewisse „Persönlichkeit“ bekommen hätten.

Aber soll doch jeder versuchen, bei einem modernen 400 Meter langen Containerschiff dessen Geschlecht zu identifizieren“, so Meade.

Marineforscher Pieter van der Merwe meinte, der Sprachgebrauch könnte eventuell auf den Spruch „ein Schiff ist unberechenbar wie auch eine Frau“ zurückzuführen sein, der unter Seeleuten verbreitet war. Die Namensgebung könnte aber auch von der damaligen Vorstellung herrühren, dass das Schiff eine Göttin oder Mutter sei – eine Beschützerin der Crew.

Heftige Kritik an Namensänderung

Um „mit anderen maritimen Institutionen mitzuhalten“, will nun auch der Leiter des Schottischen Schifffahrtsmuseums, David Mann, auf weibliche Schiffsnamen verzichten.

Die Öffentlichkeit reagierte mit viel Kritik auf die geschlechterneutrale Änderung. Zahlreiche Nutzer in den sozialen Netzwerken warfen dem Museum vor, vor den Schändern einzuknicken.

„Die politische Korrektheit läuft aus dem Ruder, die Minderheit versucht, die Mehrheit zu schikanieren“, schrieb einer von ihnen.

Der britische Admiral Alan West sagte zur BBC: die Änderung sei eine Beleidigung einer ganzen Generation von Matrosen.(so)



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