Richard Albrecht in der Jahrhunderthalle, zu Gast bei der Kulturdarbietung Shen Yun: „Auf dem Land erkennt man die Talente besser, weil sie nicht so mit Bildung überschwemmt sind."Foto: Jason Wang/The Epoch Times

Wurzeln suchen und wiederfinden

Von 28. Februar 2011 Aktualisiert: 28. Februar 2011 5:24

Frankfurt a. M. – Unter den Gästen, die Shen Yun am Sonntagnachmittag in der Frankfurter Jahrhunderthalle besuchten, war auch Richard Albrecht, ein Mediendesigner aus Frankfurt. In seiner langen Karriere als Typograf hatte er u.a. als Corporate Designer für IBM gewirkt.

Die Renaissance der 5000-jährigen chinesischen Kultur, wie sie das New Yorker Tanzensemble mit seiner Aufführung anstrebt, hinterließ auf Albrecht einen tiefen Eindruck:

„Ich persönlich fand es sehr rührend, also berührend, wie ein Volk oder ein Teil eines Volkes wieder seine Wurzeln sucht“, sagte er. „Zu einem solchen Vorgang habe ich ein ganz persönliches Verhältnis, Wurzeln zu suchen. Weil dies mitunter sehr verschüttete Dinge sind, die sehr schwer wieder aufzufinden sind und zu rekonstruieren sind.“

Er finde dies „eine schöne Sache“ und bezugnehmend auf das Schlussbild, indem ein riesiger Tsunami eine chinesische Stadt zu überrollen scheint, meinte er: „Vielleicht auch ein schöner Beginn, um diese fette Welle eines Tages zu stoppen, die da auf uns zurollt und von der wir nicht wissen, was es ist.“

Albrecht führte seine Gedanken weiter aus: „Also mit fetter Welle meine ich jetzt zum Beispiel diesen neuen chinesischen Kapitalismus oder was auch immer das mit sich bringt. Das ist nicht lustig, finde ich.“

„Und wenn da eine Gegenkraft da ist“, das schiene ihm nötig.

Albrecht persönlich glaube, dass sich das Gute letztendlich sowieso durchsetzen würde, sagte er: „Die Frage ist nur, wie viel vorher kaputt geht.“

Faszinierende Volksgruppen

Die Volkstänze, neben getanzten Mythen und Legenden das zweite Markenzeichen von SHEN YUN, hatten es ihm besonders angetan:

„Bei uns sagt man immer: Auf dem Land erkennt man die Talente besser, weil sie nicht so mit Bildung überschwemmt sind, weil die Talente dort sichtbarer werden“, sagte der Typograph.

„Das waren hier auch verschiedene Nummern vom Lande und darüber entsteht dann nicht nur die Musik, sondern auch die Kultur. Die Städte produzieren und verfeinern dann, machen eine Hochkultur daraus. Aber entstehen tut es draußen auf dem Land, da entsteht Kultur.“

Lieblingsstücke von ihm waren demnach die Tänze aus der Mongolei oder der Mandschurei: „Diese Dinge fand ich sehr kraftvoll“, sagte Albrecht, denn er ist ein großer Fan der ethnischen Unterscheidungen.

„Ethnische Unterschiede können mitunter sehr reizvoll sein. Das ist übrigens ein sogenannter Megatrend: Zurück zu den Ethnien. Das liegt in der Luft“, meinte Albrecht auf eine kulturelle Entwicklung bezogen, die man global beobachten könne: „Kapillarisierung sagen die Futuristen dazu, also dass man wieder zurück kommt zu den Feinheiten, den kleinen Blüten.“

Die Show war für ihn beides: Sowohl Blick in die Vergangenheit als auch Blick in die Zukunft. „Wie sagt man doch so schön: ohne Vergangenheit ist keine Zukunft möglich. Wir sind ja das, was wir sind, oder das, wo wir herkommen. Sonst gar nichts. Wir können nichts anderes sein, also geht’s nur so.“

Ein Grund, warum für ihn der Kommunismus nicht funktionieren würde: „Die wollen sich irgenwas aus dem Kopf brennen was nicht geht. Das ist genauso, wie wenn wir versuchen wollten ohne Luft zu leben. Der Kommunismus hat ja immer behauptet – und gemeint war die bürgerliche Erziehung – dass man die Menschen erst umerziehen müsste und dabei käme dann der Super-Mensch heraus. Und das funktioniert ja nicht“, lächelte er.

Die Epoch Times Deutschland freut sich, als Medienpartner von Shen Yun Performing Arts World Tour 2011 ihren Leserinnen und Lesern einen exklusiven Einblick in ein einzigartiges Kulturereignis bieten zu können.

www.shenyunperformingarts.org

DEUTSCHLAND

Ludwigsburg (Stuttgart) im April
Mi, 20.04.2011 – 20:00 Uhr
Do, 21.04.2011 – 20:00 Uhr

Ort: Forum am Schlosspark – Ludwigsburg
Easyticket +49(0)711-2555555
Online-Bestellung: www.easyticket.de
Sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen

ÖSTERREICH

Bregenz im März

Sa 05.03.11, 15:00 Uhr und 20:00 Uhr
So 06.03.11, 19:00 Uhr

Ort: Festspielhaus/Großer Saal
Platz der Wiener Symphoniker 1
6900 Bregenz
Telefonbuchung: +43 (0) 5574 4080
Onlinebuchung: www.v-ticket.at/

Wien im Mai

So 01.05. 11, 18:00 Uhr
Mo 02. 05. 11, 19:30 Uhr
Di 03. 05. 11, 19:30 Uhr
Mi 04. 05. 11, 19:30 Uhr

Ort: Wiener Stadthalle, Halle F
Vogelweidplatz 14
A-1150 Wien
Telefonbuchung: +43 (1) 7999979
Onlinebuchung:
www.stadthalle.com
www.oeticket.com

 



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