Chinesischer Arzt.Foto: iStock

Das KP-Regime in China lügt über seinen Organraub – warum glaubt man ihm beim Coronavirus?

Von 18. März 2020 Aktualisiert: 25. Mai 2020 15:37
Seit Jahr und Tag ignorieren internationale Organisationen wie WHO oder TTS die Praxis des Organraubs vonseiten des KP-Regimes in China. Auch beim Coronavirus hat die Führung unwahre Angaben gemacht. Dennoch lobte die WHO Pekings Informationspolitik.

In einem Beitrag für das Magazin „National Review“ hat die Chefin der Gedächtnisstiftung für die Opfer des Kommunismus, Marion Smith, internationalen Organisationen Kumpanei mit dem totalitären Regime der KP Chinas vorgeworfen. Bereits in der Frage des Organraubs habe sich dies wiederholt gezeigt. Naivität oder Korruption seien mögliche Gründe für diese Praxis. In der nunmehrigen Krise um das Coronavirus habe sie sich als tödlicher Fehler entpuppt.

Obwohl mittlerweile sogar groß angelegte Studien nahelegen, dass das Regime in Peking durch seine Informationspolitik bezüglich des von Wuhan aus in die Welt verbreiteten Erregers wichtige Schritte um Wochen verzögert hat, wurde die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht müde, China für dessen Bemühungen zu preisen, das Virus einzudämmen.

Ausbreitung des Coronavirus durch Vertuschung beschleunigt

Weder der Umstand, dass die Kommunisten zunächst warnende Ärzte zum Schweigen brachten und dann auch noch die Opferzahlen beschönigten, konnten die WHO davon abbringen. Länder wie Taiwan, die schon früh Zweifel an den Angaben der Führung in Peking geäußert hatten, wurden demgegenüber nicht einmal gehört: Kein Wunder, auf Druck des totalitären Regimes wird der Republik China (Taiwan) bis heute die Mitgliedschaft verweigert.

Marion Smith glaubt diesbezüglich nicht an Zufälle: „Als zweitgrößter Sponsor der Vereinten Nationen, die die WHO beaufsichtigen, scheint es China geschafft zu haben, die Einrichtung dazu zu bringen, ihm den Anschein von Legitimität zu verleihen – während das Land selbst Vertuschung praktizierte und auf diese Weise die globale Krise verschärfte.“

Die WHO sei nicht die einzige Institution, die mit Blick auf den Umgang mit dem KP-Regime versage. Ungeachtet der gewichtigen Beweise, die darauf hindeuten, dass China Organraub bei Menschen praktiziere, die aufgrund ihrer Gewissensüberzeugungen gefangen gehalten werden, bestreiten die WHO und die Transplantations-Gesellschaft (TTS) dies. Ihr Schweigen habe auch zur Folge, dass andere Einrichtungen zur Wahrung der Menschenrechte angesichts dieser Praktiken still blieben – die sich vor allem gegen Praktizierende der Kultivierungsbewegung Falun Gong und gegen muslimische Uiguren richteten.

Binnen Stunden passende Spenderorgane in China verfügbar

Am Dienstag (17.3.) hat die Gedächtnisstiftung für die Opfer des Kommunismus ihren neuen Bericht zum illegalen Organhandelssystem der kommunistischen Führung veröffentlicht. Dazu hat die Organisation interne und öffentliche Quellen, teils zuvor noch nicht veröffentlichte oder übersetzte, sowie Ergebnisse von Undercover-Recherchen ausgewertet. Diese brachten ein eindeutiges Ergebnis: Keine der Darstellungen des Regimes über die Herkunft der Organe, mit denen Peking Handel treibe, seien glaubwürdig.

Autor des Berichts ist Matthew P. Robertson, der zu diesem Thema über fast ein Jahrzehnt in- und außerhalb Chinas geforscht hat und die offiziellen Daten des KP-Regimes mithilfe statistischer Forensik zerpflückt hat.

Seit 2015 behauptet Peking, alle Organe, die von China aus gehandelt werden, kämen von verstorbenen Spendern, die sich freiwillig dazu bereit erklärt hätten. Allerdings erscheine ein Anstieg der Zahl der gespendeten Organe von 34 im Jahr 2010 auf 6316 im Jahr 2016 schon vor dem Vergleichswert aus rechnerischen Darstellungen mit anderen Ländern als sehr ungewöhnlich. Zudem sei es äußerst unwahrscheinlich, dass in einer Situation, in der im Westen regelmäßig lange Wartelisten für die Organtransplantation Alltag seien, China binnen Stunden oder Tagen aus einer so kleinen Anzahl an freiwilligen Spenderorganen passgenaue Organe liefern könne. Die einzige Erklärung dafür, so Robertson, sei zwangsweise Organentnahme bei blutgruppentypisierten Gefangenen.

WHO und TTS leugnen bis heute den organisierten Organraub

Auch die offizielle Anzahl transplantierter Organe sei nicht glaubhaft, analysiert Robertson. Offiziell seien 173 chinesische Krankenhäuser dazu befugt, Organe zu transplantieren. Andererseits sollen 14.000 jährliche Transplantationen in nur zehn Spitälern durchgeführt worden sein. Die tatsächliche Anzahl an Transplantationen sei jedoch deutlich höher. Peking mache falsche Angaben sowohl bezüglich der Anzahl als auch der Quelle von Organen, die man profitabel verkauft.

Obwohl die Ergebnisse von Robertsons Untersuchungen jene mehrerer kritischer Berichte stützen, die bereits in der Vergangenheit über die Organraub-Praxis Chinas verfasst worden waren, würdigten sowohl WHO als auch TTS die „Reformen“, die es dort seit 2015 gegeben habe. Sie bezeichnen das chinesische System regelmäßig als „ethisch“ und „nicht zu beanstanden“. Beide weisen zudem regelmäßig Vorwürfe missbräuchlicher Praktiken des KP-Regimes von sich.

Die Gedächtnisstiftung für die Opfer des Kommunismus geht nicht davon aus, dass die von Peking mit erheblichen Zuwendungen versorgten Institutionen in absehbarer Zeit die Wahrheit über die Organraub-Praxis des Regimes sagen würden. Ihre derzeitigen Vorstände hätten ihre Karrieren ihren lobenden Worten über die angeblichen Erfolge der KP-Führung zu verdanken.

„Ihre Darstellungen können jedoch die Ermordung zahlloser Gewissensgefangener durch die Kommunistische Partei, die Jahr für Jahr geschieht, nicht verbergen“, schreibt Marion Smith. „Die Opfer brauchen die moralische Klarheit der internationalen medizinischen Community, nicht deren Feigheit.“

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