Chinesische 100-Yuan-Scheine (Symbolbild).Foto: MARK RALSTON/AFP/Getty Images

Neue Studie: China ist von einer Bankenkrise bedroht

Epoch Times14. März 2018 Aktualisiert: 14. März 2018 16:29
Befindet sich China auf dem Weg in eine Bankenkrise? Laut einer neuen Studie deuten einige Faktoren darauf hin.

Schon früher warnten internationale Organisationen wie der Internationale Währungsfonds (IWF) vor instabilen Faktoren im chinesischen Finanzsektor. Dazu zählen hoch verschuldete Unternehmen, Schattenbanken und „implizite Garantien“.

In einer neuen Studie über Frühindikatoren einer Bankenkrise, veröffentlicht im BIS Quarterly Review vom März 2018, ist China eines der drei am meisten gefährdeten Länder für eine Bankenkrise. Das Nachrichtennetzwerk „CNBC“ berichtete am Montag.

Die Daten stammen von der „Bank of International Settlement“(BIS, Bank für internationalen Zahlungsausgleich), welche als eine Art Zentralbank für Zentralbanken fungiert und diese bei ihrem Ziel der finanziellen Stabilität unterstützt.

Die Gefahr wurde dabei anhand einer „Schulden-zu-Bruttoinlandsprodukt“-Rate und dessen Langzeittrends festgestellt. Das heißt, die internationale sowie die heimische Verschuldung wird anteilig am BIP gemessen und eine Rate daraus abgeleitet. Je höher diese Rate ist, desto höher die Gefahr, dass ein Land auf eine Bankenkrise zusteuert.

Ein weiterer zur Bemessung herangezogener Indikator ist die „Schuldentilgungsrate“. Ist der Anteil des zur Schuldentilgung verwendeten Geldes vom Einkommen zu hoch, wird es unmöglich, die Schulden zu tilgen.

China ist neben Hongkong und Kanada, eines von drei Ländern, bei denen diese Indikatoren als kritisch hervorgehoben wurden. Die Instabilität bei den letzten beiden wurde zum Teil durch steigende Immobilienpreise verursacht.

Nicht alle Faktoren in Studie berücksichtigt

Trotz kritischer Anzeichen kommen die Autoren zu dem Schluss, dass eine Bankenkrise nicht unbedingt eintreten muss, da die Daten lediglich aus Erfahrungen der Vergangenheit stammten und keine umfassende Analyse sämtlicher Reformen der jüngsten Zeit berücksichtigt worden sei.

[Die Indikatoren] wurden auf der Grundlage der Erfahrungen der Vergangenheit kalibriert und können nicht die umfassenderen institutionellen und wirtschaftlichen Veränderungen berücksichtigen, die seit früheren Krisen stattgefunden haben“, heißt es in der Studie.

Auf die Anfrage nach einem Kommentar vonseiten der „People’s Bank of China“, der chinesischen Zentralbank, erhielt das „CNBC“ keine Antwort.

(tp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion