Taiwan-Flagge. Symbolbild.Foto: iStock

Taiwan hält Gefahr eines Angriffs Chinas für „aktuell und real“

Epoch Times30. Mai 2022 Aktualisiert: 30. Mai 2022 22:20

Der Botschafter des Inselstaats Taiwan, Jhy-Wey Shieh, schätzt die Gefahr eines Angriffs Chinas auf sein Heimatland als „aktuell und real“ ein. Sie habe sich seit dem 24. Februar durch die Invasion Russlands in der Ukraine weiter erhöht, sagte er den Sendern RTL und ntv. Der Diplomat warnte vor den Auswirkungen einer Besetzung Taiwans und den Folgen für europäische Exportnationen: „Jeder dritte Euro, den die Europäer verdienen, kommt aus dem Geschäft durch dieses Gewässer.“

Auf die Frage, ob sich der chinesische Präsident durch den russisch-ukrainischen Krieg bestärkt fühle, sagte Shieh: „Wir denken ein bisschen anders: Wir glauben, dass Putin eine Scheibe von Xi Jinping und China abgeschnitten hat, indem er gemerkt hat, dass Chinas militärischer Expansionismus im Südchinesischen Meer unbestraft blieb.“ Dies habe eher Putin bestärkt, so Shieh. „Da hat sich Putin gedacht: Dann kann ich mir das auch leisten und dann ging es los mit dem Invasionskrieg gegen die Ukraine.“

Mit Blick auf die Beziehungen zwischen Deutschland und China, sagte der Taiwanese, dass die Bundesrepublik in einer globalisierten Welt nicht gänzlich auf den Handel mit China verzichten könne. Allerdings stellte Shieh infrage, ob es sich hier wirklich um eine Partnerschaft auf Augenhöhe handele: „Kann man das als Partner bezeichnen? Ich glaube nicht, denn die (Chinesen) erpressen ja ihre Geschäftspartner“, sagte der Botschafter. „Man macht sich abhängig und dann wird man abgehängt.“ (dts/red)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Finanzmärkte, Handel, Medien, Ideologie, internationales Recht, Weltraum und vieles mehr sind potenzielle Krisenfelder, auf denen im übertragenen Sinn ein Krieg tobt. Für die KP China bedeutet es jedoch Krieg im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Partei, die die Regierung Chinas stellt, vertritt den Grundgedanken der „uneingeschränkten Kriegsführung“.

Zu den Mitteln des Kampfes gehören das Hacken von IT-Systemen, Terrorismus, psychologische, biochemische, ökologische, atomare und elektronische Kriegsführung, die Verbreitung von Drogen, Schmuggel, Sanktionen und so weiter.

Der Schlüsselpunkt dazu sind nicht unbedingt die unter Waffen stehenden Streitkräfte, sondern die „Generalisierung von Krieg“ für jeden chinesischen Landesbürger. „Uneingeschränkte Kriegsführung“ meint, dass „alle Waffen und Technologien nach Belieben eingesetzt werden können; was bedeutet, dass alle Grenzen zwischen Krieg und Frieden, zwischen militärischer Welt und ziviler Welt aufgebrochen werden.“

Genau darum geht es im Kapitel 18 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ mit dem Titel „Chinas Griff nach der Weltherrschaft“. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion