Wegen ideologischem Einfluss der kommunistischen Partei Chinas: Stockholm Universität plant Konfuzius Institut zu schließen

Epoch Times18. Januar 2015 Aktualisiert: 27. April 2017 13:31
Das 10-jährige Konfuzius-Institut an der schwedischen Universität Stockholm steht laut Aussagen vor der dem Aus. Grund dafür ist die Einstellung des Instituts und im Speziellen die Lehrinhalte, die unterrichtet werden.

Das 10-jährige Konfuzius-Institut an der schwedischen Universität Stockholm steht laut Aussagen vor der dem Aus. Das von Peking geförderte Programm für Kultur und Sprache soll im Juni dieses Jahres geschlossen werden. Das wurde von der Universität am 20. Dezember 2014 bekannt gegeben. Grund dafür ist die Einstellung des Instituts und im Speziellen die Lehrinhalte, die unterrichtet werden. Das Institut vertritt eine doch sehr ideologische Linie und steht unter dem Einfluss der kommunistischen Partei Chinas.

Astrid Söder Widding, Vize-Rektor der Universität Stockholm, sagte gegenüber der schwedischen Zeitung Dagens Nyheter: „Das örtliche Konfuzius-Institut, gegründet 2005, hatte in der Vergangenheit viele gute Projekte. Dabei versuchte die Universität unabhängige Verbindungen zu China herzustellen, was nur teilweise gelang.“ Sie erwähnte auch, dass es wichtig sei, finanziell unabhängig zu sein.

Die kommunistische Partei Chinas schreibt vor, wie und was unterrichtet wird

Die Konfuzius-Institute sind Einrichtungen zur Förderung der Kenntnisse der chinesischen Kultur und Sprache im Ausland. Sie werden vom Büro für chinesische Sprachausbildung in derzeit über 100 Ländern gemeinsam mit lokalen Partnern betrieben. Gegründet wurden sie im Jahr 2004 in Peking und haben hier zu Lande auch einen direkten Bezug zu den Bildungseinrichtungen in Übersee. Sie sind besonders attraktiv für viele kleinere Universitäten und Schulen, die nicht in der Lage sind, ihre eigenen, unabhängigen chinesischen Programme zu finanzieren.

In den letzten Jahren sind jedoch viele Institute unter enormem Druck der kommunistischen Partei Chinas, welche versucht, ihre Ansichten und Zensuren unter dem Deckmantel des chinesischen Unterrichts in den Unterricht anderer Länder einzubringen. Lehrer, die in Konfuzius-Instituten arbeiten, dürfen weder über sensible Themen wie Tibet, die Unabhängigkeit Taiwans oder die Verfolgung von Falun Gong sprechen. Es ist auch verboten, an irgendwelchen Glaubensrichtungen festzuhalten, da sie sonst vom chinesischen Regime ausgeschlossen oder unterdrückt werden.

Im Arbeitsvertrag gibt es Richtlinien, welche Ansichten man keinesfalls vertreten darf 

Sonia Zhao, eine ehemalige Lehrerin an der McMaster Universität, wurde in ihrem Arbeitsvertrag dazu aufgefordert, ihren Glauben an Falun Gong geheim zu halten. Diese chinesische, spirituelle Praxis wird in China von den kommunistischen Behörden seit 1999 verfolgt.

Die  Epoch Times berichtete bereits von etlichen Kontroversen und von den diskriminierenden Einstellungspraktiken der Konfuzius-Institute. Deshalb ergriff die McMaster Universität in Ontario, Kanada, Maßnahmen und löste sich vom Vertrag mit dem Institut vom Campus, welcher im Juli 2013 endete.

Gegen Ende des Jahres 2013 forderte dann der kanadische Verband der Hochschullehrer (CAUT) ein Ende der Beziehungen mit den Konfuzius-Instituten. Die „Caut“ umfasst mehr als 70.000 kanadische, akademische Fachkräfte.

Man versteht langsam, welchem Zweck diese Konfuzius-Institute eigentlich dienen

Im Juni 2014 drängte die amerikanische Vereinigung der Hochschullehrer sämtliche Universitäten, sich gegen eine Partnerschaft mit umstrittenen Instituten auszusprechen.

Im September lehnte die University of Chicago ihren Vertrag mit einem Konfuzius-Institut ab, und eine Woche nachdem diese Entscheidung bekannt wurde, zog auch die Pennsylvania State University nach.

Michel Juneau – Katsuya , ehemaliger Chef des Asien-Pazifik, für den kanadischen Geheimdienst und jetzt Leiter einer privaten Sicherheitsberatungsfirma,  meint: „Spionageabwehr – Agenturen befürchten Spione und Geheimdienst-Arbeiter an den Konfuzius-Instituten, die von der chinesischen Regierung eingesetzt werden.“

Weiters warnte er: „Es gibt öffentlich zugängliche Informationen von westlichen Spionageabwehr-Agenturen, dass sogenannte Konfuzius-Institute eine verdeckte Form von Geheimdienst und Spionage sind.“ (rh)

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