„In den Kindern erlebt man sein eigenes Leben noch einmal, und erst jetzt versteht man es ganz.“ (Sören Kierkegaard)Foto: iStock

Kolumne vom Freischwimmer: Kindermund

Von 31. Januar 2021 Aktualisiert: 31. Januar 2021 20:02
Kinder sind der größte Schatz, den wir haben. Sie sind unsere Zukunft und wir täten gut daran, sie richtig zu erziehen. Mit den richtigen Werten und vor allem mit viel, viel Liebe, Verständnis und Geduld. Aber sie sagen manchmal auch drollige Sachen, und schon seit Monaten habe ich ein paar Aussprüche gesammelt: in unserer Familie, im Bekannten- und Freundeskreis.

Diese Aussprüche aus dem Kindermund möchte ich nun zum Besten geben und ich hoffe, dass der ein- oder andere ebenfalls ein Lächeln in Ihr Gesicht zaubert. Das würde mich freuen. Ich freue mich nämlich, wenn Sie sich freuen! Das weiß doch jeder!

Die Oma war mit dem kleinen Fynn (4) auf dem Spielplatz. Da er jedoch noch zu wenig Erfahrung mit dem Schaukeln hatte, schubbste ihn seine Oma an. Und dann nochmal. Und dann nochmal. Als Oma der Meinung war, die Höhe wäre jetzt ausreichend, ließ sie ihn allein weiter schaukeln. Auch Fynn fand es toll, dass er jetzt selbstständig hin und her schwingen durfte. Kurz drehte er sich zu Oma um und sagte. „Danke für die Alleinigkeit!“

„Lasst ja die Kinder viel lachen, sonst werden sie böse im Alter! Kinder, die viel lachen, kämpfen auf der Seite der Engel.“ (Hrabanus Maurus)

Yves, sieben Jahre alt, fand im Garten eine Axt. Flugs nahm er sie an sich und wollte mit seinem neuen „Spielzeug“ heimlich das Weite suchen. Doch die aufmerksame Mama sah es und stellte ihren Filius zur Rede: „Was hast du denn mit der Axt vor?“ fragte sie ihn. Wie aus der Pistole geschossen kam aus dem kleinen Berliner Mund: „Ick axe, Alder!“

„Die Kinder kennen weder Vergangenheit, noch Zukunft, und – was uns Erwachsenen kaum passieren kann – sie genießen die Gegenwart.“ (Jean de la Bruyere)

Die Familie fuhr von der Autobahn herunter und steuerte eine Tankstelle an. Die kleine Susi (4) fragte den Papa, wo er denn jetzt hin will. „An die Tankstelle da vorne“, antwortete er. Mit einem fachmännischen Gesichtsausdruck erklärte Susi: „Tja, das habe ich schon vorhin beim Einsteigen gesehen, dass wir kein Benzin mehr auf den Reifen haben.“

„Nicht der Besitz an materiellen Gütern erhellt die Kinderjahre, sondern die Liebe und Gemütsverfassung der Eltern.“ (Rudolf von Tavel)

Immer wenn die Mama den kleinen Steve mit dem Kinderwagen durch die Innenstadt fuhr, forderte der süße Fratz sie auf, an jedem Juweliergeschäft zu halten. Dann schaute er sich fasziniert die Auslagen an. Als sie eines Tages wieder einmal vor einem Geschmeide-Dealer standen und er entzückt durch die Fensterscheibe schaute, fragte ihn die Mama, warum sie immer gerade vor diesen Geschäften stehen bleiben müssten. Die kurze Antwort lautete: „Weil Schmuck meine Lieblingsfarbe ist!“

„Kinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben.“ (Peral S. Buck)

Katrin (3) ist mit ihrem Opa im Zoo. Am Bärenkäfig steckt sie ihre kleinen Finger etwas unvorsichtig durch die Gitter. Opa: „Steck bitte nicht die Finger da rein sonst beißt er dir vielleicht noch einen ab!“ Katrin betrachtet nachdenklich ihre beiden Hände und sagt dann: „Ach das macht nichts Opa. Ich hab doch noch so viele!“

„In den Kindern erlebt man sein eigenes Leben noch einmal, und erst jetzt versteht man es ganz.“ (Sören Kierkegaard)

Colette, 5 Jahre alt, hatte in ihrem Zimmer eine rege Diskussion über das Aufräumen. Natürlich waren die Argumente der Mama etwas stichhaltiger. Das wurmte die Kleine und um das Ganze zu beenden, ging sie zur Tür, drehte sich noch einmal zur Mama herum und rief laut: „Jetzt habe ich aber eine volle Nase!“

„Ein Kind ist sichtbar gewordene Liebe.“ (Novalis)

Gespräche am Kaffeetisch bei der Geburtstagsfeier von Tante Sybille. Alle sprechen über das älter werden. Jonas (9 Jahre) seuftzt: „Ach, ich vermisse auch meine Achtheit“.

„Wenn du intelligente Kinder willst, lies ihnen Märchen vor. Wenn du noch intelligentere Kinder willst, lies ihnen noch mehr Märchen vor.“ (Albert Einstein)

„Ibo, wie nennt dich die Tante im Kindergarten immer?“ „Aufräumen.“

„Es gibt nichts Wunderbareres und Unbegreiflicheres und nichts, und nichts, das uns fremder wird und gründlicher verloren geht als die Seele eines spielenden Kindes.“ (Hermann Hesse)

Sebastian (9) und Cayton (8) sitzen im Schwimmbad am Beckenrand und lassen ihre Füße im Wasser baumeln. Cayton schaut sich die Füße von seinem Kumpel an und sagt: „Ey, du hast aber schmutzige Füße!“ Sebastian erwidert: „Logisch, Alter. Ich bin ja schließlich auch ein Jahr älter als du!“

„Kinder brauchen Vorbilder nötiger als Kritiker.“ (Joseph Joubert)

Sandro (11) sagt zu seinem Freund, nachdem er wieder einmal etwas angestellt hat: „Jetzt bin ich mir ganz sicher, dass ich keinesfalls adoptiert worden bin denn sonst hätten die mich bestimmt schon wieder zurückgegeben“.

„Wer Kindern etwas verspricht, sei es ein Spiel, ein Geschenk oder sei es die Rute, der halte es wie einen Eid.“ (Peter Rosegger)

„Na, schmeckt der Daumen dem großen Junge immer noch gut“, fragt die dicke Tante Käthe ihren Neffen. Paule (5) antwortet: „Nein, der schmeckt nicht mehr so gut wie früher aber dafür macht er auch nicht so dick!“

„Durch den Umgang mit Kindern gesundet die Seele.“ (F. M. Dostojewski)

Simon (7. Klasse) hat Schwierigkeiten beim Lernen weil er etwas zu faul ist. Sein Vater sagte zu ihm: „Das schönste Geburtstagsgeschenk wäre für mich, wenn du endlich in der Schule etwas besser werden würdest.“ Simon erwidert ganz trocken: „Zu spät! Ich habe dir nun schon eine CD von Phil Collins gekauft.“

„Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel. (Johann Wolfgang von Goethe)

UND:

„Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein halbes Leben hindurch die kalte Welt aushalten.“ (Jean Paul)

Ahoi

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