Wer will mir befehlen, dass ich mich immer wieder auf die schlechten Dinge konzentrieren soll damit ich in einem Sog von Unsicherheiten und Verbitterung nach unten gezogen werde?Foto: iStock

Kolumne vom Freischwimmer: Schnipp & schnapp

Epoch Times6. Dezember 2020 Aktualisiert: 7. Dezember 2020 9:41
Wer will mir befehlen, dass ich mich immer wieder auf die schlechten Dinge konzentrieren soll, damit ich in einem Sog von Unsicherheiten und Verbitterung nach unten gezogen werde?

Ich weiß etwas! Selbstverständlich weiß ich, dass ich nicht viel weiß – aber das, was ich weiß, weiß ich halt. Zum Beispiel, dass sich jeder seine Welt so „erschafft“, wie er sie haben will.

Bewusst oder unbewusst.

Das gilt für alle. Auch für mich.

So wollte ich eigentlich heute meinen Senf dazu abgeben, dass die ehemalige FDJ-Sekretärin zusammen mit „ihren“ Länderchefs in der vergangenen Woche nun doch – wie von den bösen, bösen Verschwörungstheoretikern bereits prognostiziert – eine Verlängerung des Teil-Lockdowns bis 10. Januar beschlossen hat.

Außerdem hatte ich vor, einmal zu thematisieren, wie „gerecht“ es gegenüber Krankenschwestern, Pflegern, Veranstaltern und Gastronomen ist, dass tausenden Mitarbeitern von Bundestagsabgeordneten eine Prämie von bis zu 600 Euro steuerfrei als Corona-Bonus ausgezahlt werden soll.

Aber dazu habe ich heute keine Lust, denn dann würde ich wieder in dieser „im-Moment-ist -die-gesamtpolitische-Lage-so-schlecht-Gedankenschleife“ feststecken.

Und das hätte Einfluss auf meine gute Laune und letztendlich auch auf mein Wohlbefinden.

Ich möchte mich heute nicht – so wie jeden Tag in den letzten Monaten – von den Taten der Marionetten des Deep States (die teilweise sogar noch ganz schlechte Schauspieler sind) runter ziehen lassen. Dieses Kasperletheater wird sowieso nicht mehr lange aufgeführt.

Warum sollte ich mir von denen täglich die Stimmung vermiesen lassen?

Wer will mir befehlen, dass ich mich immer wieder auf die schlechten Dinge konzentrieren soll damit ich in einem Sog von Unsicherheiten und Verbitterung nach unten gezogen werde?

Nee, das muss ich nicht!

Heute beschäftige ich mich in dieser Kolumne mal nicht damit. Ich richte meinen Fokus lieber auf Sachen die aufbauend oder lustig sind.

Das ist besser für mein Gemüt.

Man muss sich durch die kleinen Gedanken, die einen ärgern, immer wieder hindurchfinden zu den großen Gedanken, die einen stärken“. (Dietrich Bonhoeffer)

Wie zum Beispiel der geniale Satz vom Fußballspieler Toni Kroos, der in den Gazetten folgendermaßen zitiert wird: „Frau Merkel hat nie irgendwelche strategischen Sachen hintenrum vor“.

Fantastisch!

Diese Aussage kann man sich ruhig mehrmals langsam auf der Zunge zergehen lassen.

Brillant! Da muss man einfach gute Laune kriegen wenn man das liest!

Ist gute Laune nicht ein gutes Gefühl?

Gefühle, wo man schwer beschreiben kann“. (Jürgen Klinsmann)

Außerdem wollte ich Ihnen noch mitteilen, dass ich gerade meinen Doktortitel abgelegt habe. Meinen „Professor“ auch. Ich verzichte freiwillig.

Diese Titel hatte ich zwar nie wirklich – aber nun brauchen Sie auch nicht mehr „Prof. Dr. Freischwimmer“ zu sagen (da dieses Gebaren gerade in Mode ist, hoffe ich, dass ich jetzt ebenfalls einen tosenden Applaus von gewissen Parteien dafür bekomme!).

Erst kommt der Spaß und dann das Vergnügen“. (Graf Fito)

Eine Sache, welche mich ebenfalls auf`s äußerste erheitert ist, dass Oliver Janich auf Twitter den Virologen Prof. Dr. Drosten eine öffentlich ausgeschriebene Wette angeboten hat. Janich schrieb: „Ich wette 10.000 Euro, dass Sie (gemeint ist Prof. Dr. Drosten) keinen Covid19-Virus isolieren können“. Samuel Eckert schloss sich dieser Wette an und legte noch einmal 10.000 drauf. Mittlerweile haben auch noch andere die Summe erhöht, sodass sich Prof. Dr. Drosten mit seiner Kompetenz und Sachkenntnis locker 30.500 Euro dazu „verdienen“ könnte … und spontan finde ich, dass Wahrheitsfindung durchaus Spaß machen kann.

Das dazu passende Lied wäre: „Wir woll`n den Virus sehn; wir woll`n den Virus sehn; wir woll`n, wir woll`n, wir woll`n den Virus sehen!“

(„Der neue und nicht hinreichend genug getestete Impfstoff hat doch nur wenige unerforschte Nebenwirkungen“ – gezeichnet: Prof. Dr. Bill Gates. Gates ist übrigens der, der noch nicht einmal seine eigenen Betriebssysteme vor Viren schützen kann!)

Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Ansichten, die wir von den Dingen haben“. (Epiktet)

Haben Sie es gerade bemerkt?

Schwupps – bin ich in einer andern (Gedanken-) Welt. Dabei scheint es in der Tat so zu sein, dass diejenigen recht haben, die behaupten, manche Dinge wären viel besser mit Humor zu ertragen. Man(n) kann sich tatsächlich selbst wieder in eine bessere Stimmung versetzen. Frau auch. Es funktioniert, und der Schlüssel dazu sind unsere Gedanken.

Das, was du heute denkst, wirst du morgen sein“. (Buddha)

Dazu gibt es mehrere wissenschaftliche Untersuchungen, welche den Einfluss unserer Gedanken auf uns und unseren Körper beweisen. Positiv sowie negativ. Placebo-Effekte und Nocebo-Effekte haben nachgewiesenermaßen Wirkungen auf uns, unser Wohlbefinden und sogar auf Heilung.

Es ist unglaublich, wie viel Kraft die Seele dem Körper zu leihen vermag“. (Wilhelm von Humboldt)

Bruce H. Lipton, ein amerikanischer Entwicklungsbiologe und Stammzellenforscher, kam bei seinen Forschungen zu dem Schluss, dass Gedanken die Realität erschaffen, in der wir leben. Dabei ist wissenschaftlich erwiesen, das einer von drei Patienten durch einen Placebo- Effekt geheilt werden konnte. Auch viele andere Ärzte bestätigen, dass die Heilung von Patienten oft auch von der geistigen Einstellung und von den Glaubenssätzen der Patienten abhängt. Es ist hinlänglich bewiesen, dass negative Emotionen uns unsere Energie und sogar unsere Heilungskraft rauben.

Hoffnung ist wie Zucker im Tee: sie ist zwar klein, aber sie versüßt alles“. (Konfuzius)

Ein anderes Beispiel ist die Geschichte von dem Mann mit dem Hammer von Paul Watzlawick (Psychotherapeut, Philosoph und Autor):

Ein Mann möchte ein Bild aufhängen. Er hat zwar einen Nagel aber leider keinen Hammer. Er weiß jedoch, dass sein Nachbar einen hat und er beschließt zu ihm hinüber zu gehen. Doch plötzlich kommen ihm Zweifel: „Was, wenn mir der Nachbar den Hammer nicht borgen will? Gestern grüßte er mich nur flüchtig. Eventuell war er in Eile. Aber vielleicht war seine Eile nur vorgetäuscht und er hat etwas gegen mich. Aber ich habe ihm doch gar nichts getan! Der bildet sich doch bloß etwas ein! Wenn sich von mir jemand ein Werkzeug borgen wollte – würde ich es ihm sofort geben. Aber warum gibt er mir den Hammer nicht? Wie kann man einem Menschen bloß so einen einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften mir doch mein Leben! Und dann bildet er sich wahrscheinlich auch noch ein, ich sei auf ihn angewiesen – bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht es mir wirklich!“ Und so stürmt er zu seinem Nachbarn herüber und klingelt. Der Nachbar öffnet die Tür und noch bevor er „Guten Tag“ sagen kann schreit ihn der Mann an: „behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!“ (*)

Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten“. (Sprichwort)

Auch dieses Beispiel zeigt auf prägnante Art und Weise, wie wir mit unseren Gedanken nicht nur uns, sondern auch unsere Umwelt gestalten können.

Würde der Nachbar ihm den Hammer borgen wenn er so abgekanzelt wird? Eher nicht.

Würde sich daraus ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis entwickeln? Wohl auch nicht.

Und das alles nur, weil sich der Mann eingebildet hat, der Hammerbesitzer sei ihm nicht wohl gesonnen. Das ist doch der Hammer, oder?

Der Mensch ist, was er denk!“ (Christian Friedrich Hebbel)

Wenn wir uns ständig nur über andere ärgern, wird unsere Welt dann nicht aus Ärger bestehen? Wollen wir uns wirklich von schlechten Menschen immer wieder auf`s Neue runter ziehen lassen? Wenn wir ständig negative Gedanken haben welche Zukunft können wir dann erwarten?

Doch wir können das ändern.

Zum Beispiel mit einer positiven Einstellung uns und anderen gegenüber. Die bösen Menschen kriegen sowieso ihr Fett weg. Manche sogar schneller als sie das Wort „Wahlbetrug“ oder „Corona-Pandemie“ sagen können (wie der Buschfunk so trommelt, soll die ein oder andere Stube in Guantanamo schon hübsch hergerichtet sein). Warum sollte ich mich dann noch über die aufregen? Nee, mach ich heute nicht mehr.

Da erschaff ich mir doch lieber durch positive Gedanken einen schönen Tag mit viel (Vor-) Freude…

Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt“. (Buddha)

UND:

Am Anfang gehören alle Gedanken der Liebe. Später gehört dann alle Liebe den Gedanken.“ (Albert Einstein)

Ahoi

Ihr Freischwimmer

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Ps.: Da ich in diesem Jahr mein Leben etwas schneller gelebt habe, habe ich einen kleinen zeitlichen Vorsprung. Deshalb wünsche ich Ihnen heute schon einen gesegneten 3. Advent.

(*) Entnommen aus dem Buch: „Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick

 

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