NASA plant Supervulkan anzubohren – Bedrohung größer als von einem Asteroiden

Epoch Times30. Januar 2018 Aktualisiert: 22. November 2018 11:22
Die Menschen haben wegen der steigenden seismischen Aktivitäten in der Gegend des Yellowstone National Park gute Gründe, sich über den bevorstehenden Ausbruch des Supervulkans Sorgen zu machen. Jetzt zieht die NASA einen riskanten Plan in Erwägung, um einen riesigen Vulkanausbruch zu verhindern.

Laut der BBC sind die NASA-Forscher wegen des Yellowstone Supervulkan immer besorgter. Deshalb ging ein NASA-Berater mit der Information an die Öffentlichkeit, dass die NASA einen ernsten und teilweise sogar verzweifelt klingenden Plan hat, um mit der Situation fertig zu werden. Die größten Bedenken hat man weil das Vorhaben einen katastrophalen Ausbruch verursachen könnte, anstatt ihn zu verhindern.

Brian Wilcox, ein früheres Mitglied des NASA Advisory Council on Planetary Defense (zu Deutsch: NASA Beratungsgremium zur Verteidigung des Planeten), sagte, dass eine mögliche Vorgehensweise darin besteht, den Supervulkan anzubohren. Damit wollen sie die Hitze aus der Magmakammer ableiten.

„Ich war ein Mitglied des NASA Advisory Council on Planetary Defense. Wir erforschten Wege, mit denen die NASA den Planeten vor Asteroiden und Kometen schützen sollte. Während den Forschungen kam ich zu der Schlussfolgerung, dass der Supervulkan eine weitaus größere Gefahr als die Kometen und Asteroiden darstellt.“, sagte Wilcox.

Es ist aber eine gefährliche Sache, in den Supervulkan zu bohren. Wilcox sagte: „Das Wichtigste dabei ist, keinen Schaden anzurichten, denn wenn man in die Decke der Magmakammer bohren und versuchen würde, sie von dort aus zu kühlen, wäre das ein sehr riskantes Unterfangen.“

„Dieses Vorhaben kann die Decke über der Magmakammer brüchiger und anfälliger für Risse machen. Und es besteht dann die Möglichkeit, dass schädliche flüchtige Gase vom oberen Ende der Magmakammer freigesetzt werden, was normalerweise so nicht passieren würde.“, fügte er hinzu.

Der Ausbruch des Yellowstone könnte uns schon in nächster Zeit bevorstehen. Forscher an der University of Utah’s Seismograph Stations (UUSS) haben bereits seit Juni letzten Jahres an den Rändern des Vulkans beunruhigende seismische Aktivitäten aufgezeichnet. „Die Beben wurden in den naheliegenden Städten West Yellowstone, Gardiner und Montana im Yellowstone National Park spürbar.“, sagte ein Sprecher des Forschungsteams.

Auch wenn die Universität in Yellowstone jedes Jahr durchschnittlich 1,500 bis 2,000 Erdbeben aufnimmt, ist das Besondere an diesen Erdbeben, dass sie immer regelmäßiger und stärker werden. Das stärkste Beben wies laut der Daten der Universität auf der Richterskala einen Wert von 4,4 auf und fand am 16. Juni statt.

„Die Erdbeben begannen am 12 Juni 2017 und hielten bis zum 2. August 2017 um 13 Uhr MDT an. Es waren insgesamt 1.562.“, heißt es in einer neuen Stellungnahme der UUSS.

Um es in Relation zu bringen: die UUSS haben fast so viele Erdbeben aufgenommen, wie sie es normalerweise in einem Jahr tun – und das in ein paar Monaten. Vor August hatte die Anzahl der Erdbeben bereits 1,200 überschritten.

Wenn der Supervulkan Yellowstone ausbrechen würde, wäre der Ausbruch 1000 Mal so stark wie der Ausbruch von Mount St. Helen im Jahr 1980. Laut der UUSS wurde „bei dem Ausbruch des Mount St. Helen insgesamt 1 km³ an Material frei.“ Der erste bekannte Ausbruch von Yellowstone vor 2,1 Millionen Jahren aber, setzte 2.500 km³ an Material frei. Seine anschließenden Megaausbrüche fanden vor 1,3 Millionen Jahren und ein weiterer vor 640.000 Jahren statt.

Auf der Erde gibt es 20 bekannte Supervulkane und wenn Yellowstone ausbricht, könnten die Erschütterungen nicht nur den Kontinent Nordamerika, sondern die ganze Welt in Mitleidenschaft ziehen.

Sehen Sie hier eine Dokumenation auf Deutsch über den Supervulkan in Yellowstone:

Quelle: NASA plans to ‘cool down’ the SUPERVOLCANO that poses greater threat than any asteroid

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