In nur 75 Femtosekunden wird das flüssige Wasser zu Plasma.Foto: Jens Büttner/dpa

Der schnellste Wasserkocher der Welt

Epoch Times15. Mai 2018 Aktualisiert: 15. Mai 2018 11:26
In einigen Billiardstel Sekunden haben Forscher Wasser auf 100.000 Grad Celsius erhitzt. Sie nutzten dazu einen Röntgenlaser, teilte das Forschungszentrum DESY in Hamburg mit.Von weiteren Experimenten mit dem schnellsten Wasserkocher der Welt…

In einigen Billiardstel Sekunden haben Forscher Wasser auf 100.000 Grad Celsius erhitzt. Sie nutzten dazu einen Röntgenlaser, teilte das Forschungszentrum DESY in Hamburg mit.

Von weiteren Experimenten mit dem schnellsten Wasserkocher der Welt erhoffen sich die Wissenschaftler neue Einblicke in die besonderen Eigenschaften von Wasser.

„Das ist sicherlich nicht der übliche Weg, Wasser zu kochen“, sagte Forschungsleiter Carl Caleman vom Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) bei DESY. Zusammen mit Forschern der Universität Uppsala in Schweden stellte er seine Arbeit in den „Proceedings“ der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA vor. Normalerweise würden die Wassermoleküle beim Erhitzen immer stärker in Bewegung versetzt.

„Unsere Heizung ist ganz anders“, betont Caleman. „Der energiereiche Röntgenblitz schlägt die Elektronen aus den Wassermolekülen hinaus und zerstört so die Balance der elektrischen Ladung. Die Atome spüren plötzlich eine starke abstoßende Kraft und beginnen, sich heftig zu bewegen.“ In nur 75 Femtosekunden (oder: 0,000.000.000. 000.075 Sekunden) werde das flüssige Wasser zu Plasma. Plasma wird als vierter Aggregatzustand neben fest, flüssig und gasförmig betrachtet.

Die Forscher hatten am US-Forschungszentrum SLAC ultrakurze und hochintensive Röntgenblitze mit dem Freie-Elektronen-Laser LCLS auf einen feinen Wasserstrahl geschossen. Die Ergebnisse haben auch Konsequenzen für die Forschung mit Röntgenlasern, mit denen Wissenschaftler unter anderem die atomare Struktur winziger Proben untersuchen. (dpa/ts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion