Corona als Laborunfall? Drei Wuhan-Forscher mussten im November 2019 ins Krankenhaus

Epoch Times25. Mai 2021 Aktualisiert: 25. Mai 2021 15:43
Ein Team internationaler Experten stufte es im März als "extrem unwahrscheinlich" ein, dass das Corona-Virus versehentlich aus einem Labor entwichen sei. Nun gibt es neue Anhaltspunkte, die das widerlegen könnten. Eindeutige Beweise für oder gegen einen Laborunfall als Ursprung der Pandemie konnte bislang keine Seite vorlegen.

Ein US-Medienbericht hat den Mutmaßungen über einen Laborunfall in China als Ausgangspunkt der Corona-Pandemie neuen Auftrieb gegeben. Das „Wall Street Journal“ beruft sich in seinem Artikel auf einen US-Geheimdienstbericht. Demnach seien im November 2019 drei Mitarbeiter des Instituts für Virologie in der Stadt Wuhan so schwer erkrankt, dass sie ein Krankenhaus aufgesucht hätten.

Allerdings machten derzeitige und frühere US-Regierungsvertreter gegenüber dem „Wall Street Journal“ unterschiedliche Angaben darüber, wie belastbar die zugrunde liegenden Informationen sind. Einerseits hieß es, die Informationen kämen von einem internationalen Partner der USA, „erfordern jedoch weitere Untersuchungen“. Auf der anderen Seiten berichtete ein ungenannter Insider:

Die Informationen, die wir von verschiedenen Quellen bekommen haben, waren von exquisiter Qualität. [Die Informationen] waren sehr präzise. Was sie nicht verrieten war, warum genau [die Forscher] krank geworden sind.“

KP China: Laborunfall ja, aber in den USA

Bereits im Januar hatte das US-Außenministerium erklärt, es gebe Anlass zu der Annahme, dass mehrere Mitarbeiter des Labors in Wuhan im Herbst 2019 und damit vor den ersten offiziellen Corona-Fällen erkrankt seien. Sie hätten Symptome gehabt, „die sowohl mit Covid-19 als auch mit gewöhnlichen saisonalen Erkrankungen übereinstimmen“.

Neu an dem Bericht des „Wall Street Journal“ ist nun die Zahl der erkrankten Mitarbeiter und die Tatsache, dass sie ins Krankenhaus mussten. Die ersten Corona-Infektionen waren Ende 2019 in Wuhan bekannt geworden. Satellitenbilder lassen zudem vermuten, dass es bereits vor der ersten offiziellen Meldung eine plötzliche Häufung von Krankheitsfällen in Wuhan gab.

Seitdem wurde immer wieder darüber spekuliert, dass das Virus bei einem Laborunfall entwichen sein könnten. Dr. Shi Zhengli, Leiterin der Coronaviren-Forschung im Wuhan Institut für Virologie (WIV) erklärte im April 2020, dass das Virus niemals aus ihrem Labor entwichen sei.

Auch das chinesische Regime bestreitet eine (unbeabsichtigte) Freisetzung aus dem Labor energisch. Gegenbeweise wurden bislang aber nicht vorgelegt. Sowohl Dokumente über die Forschung als auch Labor- oder Sicherheitsprotokolle hat das WIV bislang nicht freigegeben. Stattdessen verbreitete die kommunistische Regierung in Peking zeitweise Informationen, wonach das Virus aus einem amerikanischen Labor ausgebrochen sei oder der Ursprung in ganz anderen Ländern, wie Italien, zu suchen sei.

Internationale Experten durften erst Monate nach dem Ausbruch nach China reisen

Im März 2021 stufte ein Team internationaler Experten es als „extrem unwahrscheinlich“ ein, dass das Virus versehentlich aus einem Labor entwichen sei. Daher hätten sie diese Spur nicht weiter verfolgt. Es sei vielmehr „wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich“, dass das Virus Sars-CoV-2 von einer Fledermaus stamme. Über ein Zwischenwirt-Tier sei es auf den Menschen übergegangen.

An dem Bericht wurden aber schnell Zweifel laut. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, forderte, die Hypothese eines Laborunfalls in Wuhan weiter zu prüfen. Zahlreiche Staaten äußerten ihre Besorgnis darüber, dass den Experten bei ihrer Untersuchung in China der Zugang zu Daten verwehrt worden sei.

Die Corona-Pandemie ist das zentrale Thema der am Montag begonnenen WHO-Jahrestagung in Genf. Dabei geht es auch um die Kompetenz der Organisation beim Auftreten neuer Krankheiten. Die WHO kann Experten bislang nur mit Zustimmung des jeweiligen Landes in eine Krisenregion schicken. Es gibt Forderungen dies zu ändern. Internationale Experten hatten erst Monate nach dem Corona-Ausbruch nach China reisen dürfen. (ts)

(Mit Material der Nachrichtenagenturen)

Der Artikel wurde am 25. Mai aktualisiert und um die Aussagen über die Herkunft der Geheimdienstinformationen sowie von Dr. Shi Zhengli erweitert.



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