Dr. Scott AtlasFoto: NICHOLAS KAMM/AFP via Getty Images

Impfurteil – Leugnung natürlicher Immunität ist „beispiellos in der modernen Geschichte“

Von und 25. Januar 2022 Aktualisiert: 25. Januar 2022 18:27
Ein kürzlich verabschiedetes Gerichtsurteil in den USA verpflichtet über 10 Millionen Beschäftigte im Gesundheitssektor zur COVID-19-Impfung. Dr. Scott Atlas kritisiert, dass dabei erstmalig die natürliche Immunität des Menschen ignoriert wurde.

Der Oberste Gerichtshof der USA (SCOTUS) verabschiedete am 13. Januar ein Urteil über COVID-19-Impfvorschriften der US-Bundesbehörde für Medicare & Medicaid (CMS). Das höchste Gericht der USA setzte das CMS-Impfmandat für 10,4 Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen in 76.000 medizinischen Einrichtungen durch.

Der Experte Scott Atlas äußerte sich nach der Entscheidung in einem Gespräch mit der Epoch Times kritisch über das knappe Urteil.

Dr. Scott Atlas war vor der Regierung Biden Berater der COVID-19 Task Force des Weißen Hauses während der Trump-Administration und ist ein prominenter Experte für öffentliche Gesundheit.

Überlegener Schutz bei genesenen Personen

Seine Kritik über das knappe 5:4-Urteil bezog sich darauf, dass die natürliche Immunität völlig ignoriert werde.

„Unsere anhaltende Leugnung eines überlegenen Schutzes bei genesenen Personen, egal ob mit oder ohne Impfung, im Vergleich zu geimpften Personen, die die Infektion nie hatten, ist einfach beispiellos in der modernen Geschichte“, sagte Scott Atlas.

Bewiesene Tatsachen und jahrzehntelange Grundlagen der Immunologie würde man einfach ignorieren. Atlas ist über die Zukunft der Gesellschaft besorgt, wenn die führenden Politiker diese Tatsache wiederholt leugnen.

Die Epoch Times hat den SCOTUS, das CMS und das Weiße Haus um eine Stellungnahme gebeten.

Urteil mit Widerspruch

Das CMS-Impfmandat wurde beschlossen, obwohl der Oberste Gerichtshof kürzlich Bidens Impfpflicht für Unternehmen blockiert hatte. Zudem widerspricht das Urteil Dutzenden republikanischen Bundesstaaten, die behaupteten, das CMS habe die Vorteile der natürlichen Immunität nicht berücksichtigt.

So heißt es in der Mehrheitsmeinung der fünf Richter des Obersten Gerichtshofes:„Die vorliegenden Dokumente lassen vermuten, dass der Minister die relevanten Daten nicht untersucht hat. Außerdem hat er keine zufriedenstellende Erklärung für seine Entscheidungen abgegeben, die Impfung Mitarbeitern mit ‚natürlicher Immunität‘ aufgrund einer früheren COVID-19-Erkrankung vorzuschreiben.“

Die US-Bundesbehörde für Medicare & Medicaid begrüßte das Urteil des Obersten Gerichtshofes. Man sei „äußerst erfreut“ über das Ergebnis und sehe darin einen besseren Schutz für Patienten. Die CMS-Direktorin Chiquita Brooks-LaSure sagte, sie würden sich für weitere Aufklärung einsetzen, um das Gesundheitspersonal von der Impfung zu überzeugen.

Dieser Artikel erschien zuerst in der englischen Ausgabe The Epoch Times unter dem Titel: Denial of Natural Immunity in CMS Vaccine Mandate ‘Unprecedented in Modern History’: Scott Atlas  (deutsche Bearbeitung durch mf)



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