Schwächen die Corona-Maßnahmen unser Immunsystem?

Epoch Times27. Februar 2021 Aktualisiert: 27. Februar 2021 8:45
In Hongkong führte der Ausbruch von Rhinoviren zu landesweiten Schulschließungen. Wissenschaftler befürchten nun, dass die Corona-Maßnahmen das Immunsystem schwächen und eigentlich harmlose Viren für den Menschen zum Problem werden.

Wenn es nach der Bundesregierung geht, sollen die scharfen Corona-Maßnahmen die Bürger vor Krankheiten schützen. Experten befürchten aber, dass genau das Gegenteil der Fall sein könnte. Die Abwehrkräfte des Körpers würden wegen der Einschränkungen, die unter anderem Isolation und ständiges Hände desinfizieren beinhalten, nachlassen. Das Immunsystem habe derzeit schlichtweg zu wenig zu tun.

Wenn die Pandemie irgendwann vorbei sein würde und wieder Normalität einkehre, wären die Menschen wieder allen möglichen Viren ausgesetzt, was dazu führen könnte, dass die Anzahl der Infektionskrankheiten in die Höhe schnellt.

So wurde es bei Kindern in Hongkong beobachtet. Forscher berichten in der Fachzeitschrift „Emerging Infectious Diseases“ über eine große Anzahl von Ausbrüchen akuter Atemwegsinfektionen, die zwischen Oktober und November 2020 nach Wiedereröffnung von Grundschulen, weiterführenden Schulen, Kindergärten, Kinderbetreuungseinrichtungen und Vorschulen festgestellt wurden.

Trotz Infektionsschutzmaßnahmen trat eine Vielzahl von Ausbrüchen an den Hongkonger Schulen und Kindergärten auf. Hunderte Kinder erkrankten und hatten teils schwere grippeähnliche Symptome. Die Forscher betonen, dass Personal und Schüler „zu jeder Zeit“ Gesichtsmasken getragen hätten und die Mittagspause gestrichen worden sei. Zudem seien die Tische mit größerem Abstand aufgestellt und Gruppenaktivitäten eingeschränkt worden.

Die Ausbrüche führten im November schließlich zu weiteren landesweiten Schulschließungen.

Kinder an „harmlosen“ Viren erkrankt

Dabei erkrankten die Kinder weder an SARS-CoV-2 noch an Influenzaviren, sondern an Rhino- und Enteroviren. Nach Angaben der Wissenschaftler werden diese Viren eigentlich als „harmlos“ eingestuft und sind eher für milde Infektionskrankheiten verantwortlich.

Die Forscher nehmen an, dass die Anfälligkeit der Bevölkerung für Rhino- und andere Atemwegsviren durch das Social Distancing verursacht worden sein könnte. Da es durch die strengen Corona-Maßnahmen, wie sie in Hongkong über Monate hinweg verhängt wurden, viel weniger zwischenmenschliche Kontakte gegeben hat, könnte dies die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegen Krankheitserreger geschwächt haben.

Die Wissenschaftler schreiben: „Unsere Ergebnisse unterstreichen das erhöhte Risiko, das von Erkältungsviren an den Orten und Schulen ausgeht, die während der COVID-19-Pandemie für längere Zeit geschlossen waren.“

Die Forscher haben auch darauf hingewiesen, dass das Tragen einer Maske nicht vor den Rhinoviren schützt und dass Kinder die Hauptverantwortlichen für die Übertragung dieser Viren sind.

Ein Ausbruch von Rhinoviren an Schulen wurde Ende 2020 auch in Großbritannien gemeldet. In der Fachzeitschrift „The Lancet“ bestätigten britische Wissenschaftler die Analyse ihrer Kollegen aus Hongkong, dass sich Rhinoviren nicht durch die herkömmlichen Corona-Maßnahmen – die gegen Sars-CoV-2 und Influenzaviren wirken – aufhalten lassen. Der Grund: Rhinoviren sind hartnäckiger als Sars-CoV-2- und Influenzaviren. Sie halten auch Desinfektionsmitteln besser stand.

Den Wissenschaftlern zeigt das auch, dass verschiedene Viren verschiedene Präventionsmaßnahmen erfordern. (so)


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