Wieder Proteste gegen Pandemie-Maßnahmen in europäischen Städten

Von 20. Januar 2022 Aktualisiert: 20. Januar 2022 9:29

In einer niederländischen Stadt haben sich einige Bar- und Restaurantbesitzer nicht an den von der Regierung verhängten Lockdown gehalten – und ihr Lokal geöffnet. Die Kunden kamen gerne und aßen oder tranken an Tischen im Freien. Am vergangenen Wochenende kam es erneut in Amsterdam, Rom, Frankfurt sowie anderen europäischen Städten zu Protesten gegen die Verschärfung der Corona-Maßnahmen und den zunehmenden Impfdruck.

Tausende Demonstranten versammelten sich am Sonntag auf den Straßen von Amsterdam, um gegen die von der Regierung verhängten COVID-19-Beschränkungen und die Impfkampagne zu protestieren.

„Ich bin hier, um für unsere Freiheit zu demonstrieren. Ich glaube nicht an die Impfung. Die Menschen sollten nicht gezwungen werden, etwas zu tun, was gegen ihre Prinzipien ist.“ – Aisha Koita, Demonstrantin, Amsterdam.

Die Demonstranten zogen durch die Straßen und blockierten den Verkehr, bevor sie auf dem Museumsplatz den Umzug beendeten. Landwirte schlossen sich der großen Versammlung vom Sonntag an und fuhren mit ihren Traktoren in die Hauptstadt.

Angesichts des wachsenden öffentlichen Widerstands hat die niederländische Regierung am letzten Freitag nach vier Wochen die härteste Abriegelung Europas gelockert. Sie kündigte die Wiedereröffnung von Geschäften, Fitnessstudios und Friseursalons an.

„Das war eine miserable und schwierige Zeit. Wir waren mit allen möglichen Dingen beschäftigt, wie ‚Click and Collect‘, Lieferservice, Videoverkauf. Wir haben vieles getan, um Einnahmen zu generieren.“ – Roger Huyps, Manager, Bekleidungsgeschäft Moustache.

Bars, Restaurants und Kultureinrichtungen sollten ursprünglich mindestens bis zum 25. Januar geschlossen bleiben. In der niederländischen Stadt Valkenburg haben einige Restaurants trotzdem geöffnet.

„Es ist sehr schwierig, es fühlt sich im Moment nicht fair an. Die ersten paar Schließungen waren logisch, ich war mit ihnen einverstanden, aber jetzt fühlt es sich nicht mehr fair an.“ – Didi Corten, Miteigentümer des Restaurants Brasserie America.

In offenem Trotz versammelten sich die Einheimischen an den Tischen im Freien auf der Hauptstraße zum Essen und Trinken. Die Behörden in dieser Touristenstadt ergriffen keine Maßnahmen zur Durchsetzung.

In Rom protestierten am vergangenen Samstag Tausende Menschen gegen die Verschärfung der COVID-Maßnahmen. Letzte Woche hatte die italienische Regierung die COVID-19-Impfpflicht für Personen ab 50 Jahren und den Super-Green-Pass eingeführt, einen Gesundheitspass, den man künftig für das Betreten und Nutzen von öffentlichen Einrichtungen und Verkehrsmitteln braucht.

Die Omikron-Variante herrscht aktuell in Italien vor.

„Die Lösung ist nicht der Impfstoff. Ich habe geimpfte Freunde, die sich angesteckt haben, es gibt Geboosterte, die sich angesteckt haben. Sie sollten zugeben, dass die Omikron-Variante die Wirkung der Impfstoffe zunichtemacht, und aufhören, die Ungeimpften zu beschuldigen. Seit dem 16. Dezember sind wir von allen sozialen Aktivitäten ausgeschlossen. Der Anstieg der Infektionen kann also kaum auf uns zurückzuführen sein.” – Stefania Del Re, Demonstrantin, Rom.

Auf dem San-Giovanni-Platz in Rom trugen die Menschen Schilder wie „Die Diktatur wird den Anschein von Demokratie haben“.

„Diejenigen, die geimpft werden wollten, haben es freiwillig getan, und diejenigen, die nicht geimpft werden wollen, müssen es auch freiwillig tun. Sie können mir doch nicht verbieten, arbeiten zu gehen oder was anderes zu tun oder?“ – Gianni Cucci, Demonstrant aus Arezzo.

In Deutschland versammelten sich am vergangenen Samstag Tausende Impfgegner in verschiedenen Städten. Viele kamen, wie hier in Frankfurt, um gegen die geplante Einführung einer Impfpflicht zu protestieren.

„Es geht um Schikane. Und um die drohende Zwangsimpfung. Für mich geht es nur darum, selbst entscheiden zu können, ob ich mich impfen lasse oder nicht.“ – Okafor, Demonstrant, Frankfurt.

Seit Dezember gibt es in vielen deutschen Städten wachsende Proteste.



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