Französische Polizisten kontrollieren eine Frau in einer Straße der französischen Riviera-Stadt Nizza während der ersten Wochenendsperre am 27. Februar 2021. Wie an der Côte d'Azur rund um Nizza dürfen auch in Dünkirchen und Umgebung die Anwohner ihre Häuser nur aus bestimmten genehmigten Gründen verlassen.Foto: VALERY HACHE/AFP via Getty Images

Wochenend-Ausgangssperre in Nizza und Dünkirchen: Einwohner dürfen nur eine Stunde raus

Epoch Times28. Februar 2021 Aktualisiert: 28. Februar 2021 12:54

In Teilen der Côte d’Azur und in Dünkirchen am Ärmelkanal traten am frühen Samstagmorgen strikte Ausgangsbeschränkungen für das Wochenende in Kraft. Premierminister Jean Castex appellierte an die Präfekten der 20 derzeit am schwersten von der Pandemie betroffenen Départements, die Corona-Maßnahmen entschlossener durchzusetzen.

Die Wochenend-Ausgangssperre im Süden Frankreichs gilt für alle Bewohner der Côte d’Azur von Menton bis Théoule-sur-Mer, einschließlich der Strandmetropole Nizza. Im Norden ist der Großraum von Dünkirchen betroffen.

In den betroffenen Gebieten dürfen die Menschen ihre Wohnungen zwischen Freitagabend um 18:00 Uhr und Montagmorgen um 6:00 für maximal eine Stunde am Tag in einem Fünf-Kilometer-Radius verlassen. Für ganz Frankreich gilt bereits eine abendliche Ausgangssperre ab 18:00 Uhr.

Geisterstadt Nizza

Die Strandmetropole Nizza wirkte am Samstag wie eine Geisterstadt. „Es muss etwas getan werden, Covid nimmt zu in der Region“, sagte der Koch Charlie Kentish, der am frühen Morgen noch einen kurzen Spaziergang an den Strand unternahm. Der Engländer lebt seit 30 Jahren in Nizza. Dieses Wochenende werde er damit verbringen, mit seinen drei Söhnen „viel Playstation zu spielen“, sagte er.

Lebensmittelgeschäfte und -märkte dürfen auch während der Ausgangssperre geöffnet bleiben. Im Zentrum von Nizza richtete der Austernzüchter Benjamin Ciamo wie jeden Samstagmorgen seinen Marktstand ein. Er sei für seine Kunden hier, sagte der 34-Jährige. „Wenn wir den Anschein der Normalität erwecken können, ist das gut.“

Der Blumenhändler Joseph Scriva findet, die Situation in Nizza sei „vielleicht noch schlimmer“ als während des ersten landesweiten Lockdowns vor rund einem Jahr. „Viele Menschen sind ins Hinterland gezogen, um diesem Eingesperrtsein zu entkommen. Niemand ist mehr draußen“, sagt er resigniert. Nach einer ersten Bilanz der Polizei wurde die Ausgangssperre zunächst weitgehend respektiert.

Nach Polizeiangaben waren in Nizza am Samstag 32 Beamte der Nationalpolizei sowie dutzende städtische Polizisten im Einsatz, um die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen zu kontrollieren. Polizeikommissar Olivier Malaver zog eine positive erste Bilanz. „Im Moment wird die Ausgangssperre in Nizza respektiert“, sagte er. (afp)


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