2,99 Millionen Menschen zahlen den Spitzensteuersatz

In Deutschland zahlen 2,99 Millionen Menschen den Spitzensteuersatz - etwa ab einem monatlichen Einkommen von 4.580 Euro kann es dazu kommen. Dieser ist bereits bei dem 1,3-fachen des Durchschnittseinkommens fällig, erklärte der Bund der Steuerzahler.
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Früh übt sich.Foto: iStock
Von 13. Juli 2018

In Deutschland müssen immer mehr Menschen den Spitzensteuersatz zahlen.

Singles, die mehr als 54.950 Euro Jahreseinkommen haben, müssen für jeden weiteren Euro 42 Prozent Steuern zahlen. Das entspricht rund 4.580 Euro Einkommen im Monat. Ledige mit einem Einkommen über 260.533 Euro fällt zusätzlich Reichensteuer an, sie zahlen 45 Prozent. Bei Verheirateten verdoppeln sich die Beträge entsprechend.

In diesem Jahr zahlen 2,99 Millionen Steuerpflichtige den Spitzensteuersatz – und fast 140.000 Menschen mehr als 2017. Im Vergleich zum Jahr 2014 sind es 630.000 Menschen mehr. Das geht aus einer Schätzung des Bundesfinanzministeriums hervor, der damit eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Carl-Julius Cronenberg beantwortet, wie die „Zeit“ schreibt.

Carl-Julius Cronenberg erklärt, dass bei einer allgemeinen Lohn- und Gehaltsentwicklung von drei Prozent pro Jahr rund 150.000 Bürger jährlich mehr „in den Spitzensteuersatz gespült werden“. Dies sei keine Entlastung der Bürger, sondern eine weitere Überbelastung.

Der Bund der Steuerzahler errechnete, dass 1958 der Spitzensteuersatz bei 53 % lag – das war das 20-fache des damaligen Durchschnitteinkommens. Im Jahr 2017 wird der Spitzensteuersatz, der auf 42 % absank, bereits bei dem 1,3-fachen des Durchschnittseinkommens fällig („kalte Progression“).

Im Mai 2018 waren saison- und kalenderbereinigt rund 44,68 Millionen Erwerbstätige mit Wohnsitz in Deutschland registriert. Anders gesagt: 41,69 Millionen Menschen verdienen weniger. Derzeit wird mit einem monatlichen Durchschnittsgehalt von 3.771 Euro (Vollzeit) gerechnet, im produzierenden Gewerbe mit 4.164 Euro.

 



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