35.000 Euro für die Abschiebung eines Migranten – Beamte gehen leer aus

Epoch Times27. Juni 2019 Aktualisiert: 27. Juni 2019 12:41
Bayern gibt richtig viel Geld aus für die Abschiebung von Migranten. Bei der Entlohnung der Beamten sieht es aber mager aus.

Abschiebungen aus Deutschland kosten dem Steuerzahler richtig viel Geld. Ein Insider sagte der „Bild“-Zeitung mit Blick auf die Abschiebe-Praxis in Bayern: „Bei Abschiebungen wird richtig Geld verbrannt“.

Der Personalaufwand pro Abschiebung ist enorm. Pro Migrant sind bis zu drei Polizeibeamte an Bord. Bei Sammelabschiebungen muss, laut „Bild“, auch ein Arzt und ein Rettungssanitäter mit an Bord sein. Das heißt: rund 15 Begleitpersonen für vier abzuschiebende Migranten. Für die Abschiebungen wird demnach meistens ein Kleinflugzeug gechartert. Dem Insider zufolge kostet eine Abschiebung rund 35.000 Euro. Und dabei käme es nicht selten vor, dass das Flugzeug mit nur einem Migranten abhebt, da die anderen schon vorher untergetaucht seien.

Hinzu kommen noch die Trainingskosten für die Beamten, die Abschiebungen in Kabinen-Dummys von Luftfahrtunternehmen üben. Der „Bild“ zufolge belaufen sich diese Kosten auf 2000 Euro pro Tag.

Auch Abschiebungen mit Linienflügen sind nicht billig. Zudem kann der Pilot selber entscheiden, welchen Migranten er mit nimmt und welchen nicht.

Bei geringsten Anzeichen von Randale wird abgebrochen. Die teuren Tickets verfallen dann natürlich“, berichtet ein Polizist.

Ein eigenes Kleinflugzeug will sich Bayern aber derzeit nicht anschaffen. Denn: „Die Erfahrungswerte fehlen.“

Über die Hälfte der Abschiebeversuche scheitern

Ein Beamter kritisierte im Gespräch mit der „Bild“, dass jeder Asylbewerber das Datum seiner Abschiebung kenne. Dies wäre eine regelrechte „Einladung zum Untertauchen“. Zudem beklagte er, dass die Polizei nur Zutritt zum Zimmer des Abzuschiebenden habe. Würde sich dieser in der selben Unterkunft im Nebenzimmer verstecken, könnten die Beamten nichts mehr tun. Es werde den Migranten sehr leicht gemacht, der Abholung zu entgehen, so der Beamte.

Da ist es nicht verwunderlich, dass, so das Innenministerium, über 50 Prozent der Abschiebeversuche scheitern. 2018 wurden 26.000 Abschiebungen durchgeführt, 31.000 scheiterten.

Beamte gehen leer aus

Die Beamten, die Abschiebeflüge begleiten, stehen unter enormen Druck. Nach Angaben der „Bild“ müssten sie teils schon um 3.30 Uhr am Münchner Flughafen sein. Die Anreise sei oft beschwerlich. Teils müssten die Beamten drei, vier Stunden einplanen.

Da fährst du um Mitternacht los. Dann sitzen wir stundenlang am Flughafen. Häufig völlig umsonst“, sagte ein Beamter dem Blatt.

Denn es ist nicht sicher, dass die Abzuschiebenden auch kommen – sie könnten längst untergetaucht sein. Das würden die Beamten aber erst kurz vor Abflug erfahren. Bei rund einem Drittel der geplanten Abschiebungen war alle Mühe umsonst. Zudem ist die Entlohnung für die Strapazen mager:  70 bis 100 Euro sollten die Polizisten eigentlich pro Flug- und Tag erhalten. Doch dem Beamten zufolge sei ein Jahr lang gar nicht gezahlt und danach der Bonus geschrumpft worden. Und bis jetzt hätten die Beamten noch immer keinen Bonus erhalten. (so)

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