90-jähriger Soldat kritisiert: Wehrmacht als „verbrecherisch, rassistisch und menschenverachtend“ abgestempelt

Epoch Times3. April 2018 Aktualisiert: 3. April 2018 18:27
Ein 90-jähriger ehemaliger Soldat der deutschen Wehrmacht, wünscht sich mehr Respekt von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gegenüber den gefallenen Soldaten - die ihrem Land dienten.

Harald Wetzel ist ein 90-jähriger ehemaliger Panzergrenadier der deutschen Wehrmacht. In einem Offenen Brief kritisiert er den Traditionserlass von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Er schreibt:

Seit dem neuen Traditionserlaß der Verteidigungsministerin sind die Soldaten der Wehrmacht in Verruf gebracht worden: Die Wehrmacht habe „verbrecherisch, rassistisch und menschenverachtend“ gehandelt.

Das betrifft nicht nur die wenigen noch lebenden Soldaten, sondern auch die meisten der 2 Millionen deutschen Soldaten, die auf den Soldatenfriedhöfen beerdigt wurden. Wie stark sich die Mißachtung gegenüber unseren gefallenen Soldaten entwickelt hat, merkte man auch bei der Gedenkfeier am am Volkstrauertag 2017, als im Bundestag nur eine kleine Gruppe von Abgeordneten an der Gedenkfeier teilnahm.

Auf den Soldatenfriedhöfen an der Oder sind die meisten der beerdigten Soldaten 1945 erst 17 Jahre alt gewesen (Jahrgang
27 und 28). So bekam auch ich im September 1944 meinen Einberufungsbefehl an meinem 17. Geburtstag. Wenn ich mich geweigert hätte oder beim Fronteinsatz in Oberschlesien versucht hätte, mich in Sicherheit zu bringen, wäre ich
standrechtlich erschossen oder an dem nächsten Baum aufgehängt worden.

Als Panzergrenadier bekam ich nur eine Eierhandgranate und einen Karabiner aus dem Jahr 1898. Damit sollten wir die Rote Armee aufhalten während der Zeit bis April 1945 habe ich keinen deutschen Panzer an unserem Frontabschnitt gesehen.

Trotzdem haben wir Soldaten unsere Pflicht erfüllt, durchgehalten und die Flüchtlingstrecks bei ihrem Zug in den Westen unterstützt. Bis ich bei den Einschlägen der Stalinorgeln verwundet wurde und im Lazarett zusammengeflickt wurde, bis zu
meinem nächsten Einsatz.

Wenn man bedenkt, daß die Bundeswehr nur mit Hilfe vieler ehemaliger Wehrmachtssoldaten aufgebaut werden konnte, hätte man besser die Wehrmacht nicht derartig verteufeln sollen.

Etwas mehr Beachtung der preussischen Tugenden hätten auch der Bundeswehr mehr Halt und Richtung gegeben. Und dann wäre es auch undenkbar gewesen, daß ein Oberleutnant der Bundeswehr sich als flüchtender Syrer ausgibt, ein Doppelleben führt und ein zusätzliches Einkommen als Flüchtling bezieht (siehe Franco A). 

Das, was die Verteidigungsministerin gegen die Wehrmachtssoldaten vorbringt, ist verletzend und niederträchtig.

Ihr Vater ist im Vergleich zu mir 2,5 Jahre jünger gewesen. Für ihn war es nur die Gnade der späten Geburt, sonst müßte sie ihn ebenso negativ beurteilen.

(so)

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