Auch im Handwerk droht einen die Insolvenz.Foto: iStock

Arbeitgeberverband: Regierung muss EU-Mindestlohn verhindern

Epoch Times28. Juni 2020 Aktualisiert: 28. Juni 2020 9:54
"Ein EU-Mindestlohn politisiert Lohnfragen und drängt die zuständigen Tarifpartner beiseite", warnt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer. Er fordert: Die Bundesregierung sollte die Interessen der deutschen Industrie konsequent verfolgen.

Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) hat die Bundesregierung aufgefordert, während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft bei wichtigen europäischen Gesetzesvorhaben die deutschen Interessen konsequent zu verfolgen.

Das betreffe etwa den geplanten EU-Mindestlohn und Pläne für eine EU-Arbeitslosenrückversicherung, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf einen Forderungskatalog des Dachverbands an die Ratspräsidentschaft. „Ein EU-Mindestlohn politisiert Lohnfragen und drängt die zuständigen Tarifpartner beiseite“, warnte demnach Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer.

„Auch eine EU-Arbeitslosenrückversicherung würde dafür sorgen, dass dringend notwendige Reformen auf den nationalen Arbeitsmärkten zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unterbleiben.“

Regierung soll sich für weniger Bürokratie und Regeln aus Brüssel einsetzen

Zudem forderten die Arbeitgeber, dass die Bundesregierung auf weniger Bürokratie und Regeln aus Brüssel dränge. Das Arbeitsprogramm der EU-Kommission für die kommenden Monate müsse entschlackt werden.

„Viele angedachte Regulierungen passen nicht mehr in die Zeit“, heißt es in dem BDA-Papier. Der Verband sieht zudem den Binnenmarkt noch immer in einem kritischen Zustand.

Eine einseitige unkoordinierte Schließung innereuropäischer Grenzen wie in den vergangenen Monaten dürfe es nicht wieder geben. „Wir brauchen die Rückkehr zur Normalität im Binnenmarkt“, heißt es in dem Papier. „Sobald es die Lage zulässt, müssen die Grenzen wieder geöffnet werden.“ (dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion